Die Zeit der Dirndl und Lederhosen ist knapp bemessen. Zumindest in Schwedt. Aber immerhin. Nach zweijähriger Corona-Pause lädt das traditionelle Oktoberfest in Schwedt vom 23. bis 25. September Besucher aus nah und fern zu einer dreitägigen Gaudi in die Innenstadt ein.
Das Schwedter Oktoberfest wird vom Verein MomentUM – Tourismus und Citymanagement Schwedt – Nationalpark Unteres Odertal - veranstaltet. „Wir freuen uns natürlich, dass uns wieder viele Partner in den umfangreichen Vorbereitungen unterstützt haben“, sagt Geschäftsführerin Sandra Lehnhardt. Gemeinsam habe man es geschafft, für die Besucher zahlreiche Erlebnis- und Programm-Angebote auf die Beine zu stellen. Abgesehen von den Fahrgeschäften müsse kein Eintritt gezahlt werden.
Das Riesenrad auf dem Alten Markt verspricht einen fantastischen Blick über die Schwedter Innenstadt auf der einen, auf den Nationalpark Unteres Odertal auf der anderen Seite.
Das Riesenrad auf dem Alten Markt verspricht einen fantastischen Blick über die Schwedter Innenstadt auf der einen, auf den Nationalpark Unteres Odertal auf der anderen Seite.
© Foto: Oliver Voigt

Schausteller versprechen Adrenalinkick

Der große Schausteller-Bereich sorgt am Freitag bereits ab 16 Uhr auf dem „Alten Markt“ für jede Menge Abwechslung. „In diesem Jahr auch wieder mit dem beliebten Autoscooter und erstmals ist auch der „Street Fighter“ in Schwedt“, verrät Henri Probst, der mit seiner Familie und seinem gesamten Team schon seit 1995 für ein vielfältiges Angebot an Fahrgeschäften bei den Schwedter Festen sorgt.
„Die Riesenschaukel wird für einen Adrenalinkick und echtes Kribbeln im Bauch sorgen“, verspricht Henri Probst. Aber auch die Geisterbahn kommt in einem ganz anderen Outfit daher. „Devil“ lehrt in diesem Oktober erstmals die Schwedter Besucher das Fürchten.
Um 18 Uhr kommen Freunde des Theaters an der Bühne in der Auguststraße auf ihre Kosten.

Fassbieranstich im großen Festzelt

Die Uckermärkischen Bühnen präsentieren drei Songs aus ihrem Musical „La Cage Aux Folles – Ein Käfig voller Narren“. Ein Fackelumzug mit dem Angermünder Fanfarenzug startet 19 Uhr an der Kreuzung Marchlewski Ring/Auguststraße über den Vierradener Platz weiter zum Alten Markt, um möglichst viele Besucher zum traditionellen Fassbieranstich ins Festzelt zu locken. Vizebürgermeister Sylvio Moritz übernimmt die ehrenvolle Aufgabe und hofft bei seiner „Fassbier-Anstich-Premiere“ mit wenigen Schlägen erfolgreich zu sein, um dann mit einem „O‘zapft is!“ das Oktoberfest offiziell zu eröffnen. Anschließend beginnt die lange DJ-Tanzparty.
Die Uckermark Blues Band lädt 21 Uhr zum Konzert ein. Auf der Bühne in der Auguststraße gestalten sie mit Oldies, Rock und Pop ihr mehrstündiges Programm.

Stöckelschuh-Wettlauf auf dem Theatervorplatz

Am Sonnabend fordern die Uckermärkischen Bühnen zu einem ganz besonderen Wettkampf heraus, wenn ubs-Darsteller Michael Kuczynski sich mit den Männern Schwedts um 10 Uhr auf dem Theatervorplatz beim Stöckelschuh-Wettlauf misst. Als Butler und Zofe in der kommenden Inszenierung beherrscht er diese Disziplin perfekt.
Die entsprechenden „Laufschuhe“ werden von den ubs gestellt. Als Siegprämie winken Freibier der Brauerei Brau-Werk und Freikarten für die Premiere von La Cage am 1. Oktober. Und wer schon auf dem Theaterplatz weilt, kann auch gleich im Anschluss um 11 Uhr die öffentliche Probe des Musicals im Großen Saal des Theaters besuchen.
Über den Tag verteilt gibt es auf der Bühne in der Auguststraße einen musikalischen Frühschoppen mit den Alten Oderländern, Kindertheater, Tanzvorführungen und Modenschau. Um 18 Uhr startet die Suche nach den schönsten Männerbeinen der Stadt.

Höhenfeuerwerk wieder ein fester Programmpunkt

Im Anschluss übernehmen die Line Dancer das Geschehen an der Bühne. Wer mehr auf Party steht, kommt ab 20 Uhr im Festzelt auf seine Kosten. Die „AVUS-Band“ und DJ Hamster sorgen für die richtige Stimmung. Und der Weg zum großen Höhenfeuerwerk um 22 Uhr ist dann auch nicht so weit.
„Natürlich finden die meisten Programmpunkte ja im Rahmen einer Freilicht-Veranstaltung statt. Und erfahrungsgemäß kann es auch mal zu kurzzeitigen Änderungen, zum Beispiel durch wetterbedingte Ausfälle, kommen. Wir setzen für diesen Fall auf das Verständnis der Besucher“, so Elke Kalainski, Veranstaltungsfachfrau im Momentum-Verein.

Händler bieten Kunsthandwerk und regionale Produkte

„Neben Bühnenprogramm und Schaustellern lohnt sich auch ein Bummel durch die Vierradener Straße und Karthausstraße, wo drei Tage lang ein großer Marktbereich mit Kunsthandwerk und regionalen Produkten erkundet werden will“, gibt Kalainski als Tipp mit auf den Weg.
Bis am Sonntag gegen 17 Uhr das Oktoberfest beendet ist, präsentiert sich am frühen Nachmittag um 14 Uhr Pittiplatsch auf der Bühne. Anders als bei seinen gewohnten Auftritten beim Sandmann sollen die Besucher nicht gleich ins Bett gehen, vielmehr lockt noch die Oktoberfestparty mit Natalie Holzner und Alessa. Zwei starke Frauen, die sicher nicht nur Fans des Schlagers begeistern werden.