PCK in Schwedt: Lange Nacht der Ausbildung weist den Weg in die Zukunft der Raffinerie
Am PCK kommt in der Uckermark kaum jemand vorbei – in Schwedt schon gar nicht. Dass das Unternehmen der Platzhirsch auch in Sachen Ausbildung ist, macht das Team der Raffinerie, aber vor allem die aktuellen Auszubildenden selbst am Freitagabend deutlich. Bei PCK ist die lange Nacht der Ausbildung – und es gibt viel Spannendes zu sehen.
Und wer angesichts der angehenden Transformation noch Bedenken hat, sich einen Ausbildungsplatz in Schwedt zu suchen, der hat den Staatssekretär aus dem Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen), nicht gehört. Denn der versichert an Ort und Stelle und zur Eröffnung der Veranstaltung: „Die Ausbildungsplätze sind sicher!“
„Wir suchen Jugendliche, die eine Ausbildung machen wollen!“
Das ist auch die Botschaft von Harry Gnorski, einem der beiden PCK-Geschäftsführer, der an diesem Nachmittag die Gäste samt Vertreter aus der Bundesregierung in Berlin begrüßt. Vor allem die jungen Besucher hat er jedoch im Visier, wenn er in die Menge ruft: „Wir suchen Jugendliche, die bei uns eine Ausbildung machen wollen!“
27 Ausbildungsplätze hat allein das PCK für das kommende Jahr zu vergeben. Die Ausbildungsberufe sind vielfältig und für viele Interessen ist etwas dabei. Was das genau ist, das zeigen die aktuellen Auszubildenden und auch die Ausbilder auf dem PCK-Gelände und machen Geschmack auf mehr. Doch nicht nur im Werk selbst bietet die Raffinerie eine Ausbildung an – im kommenden Jahr soll es auch in der Werkfeuerwehr einen Ausbildungsplatz geben, wirbt Gnorski.
PCK präsentiert sich und seine Partner
PCK präsentiert aber nicht nur sich selbst, sondern gibt auch zahlreichen Partnern aus Industrie und Gewerbe die Möglichkeit, sich dar- und vorzustellen. Die Zahl der möglichen Ausbildungsplätze und der Berufsvarianten liegt also deutlich über dem Potenzial, das allein die Raffinerie zur Verfügung stellt und auch deutlich über den 27 freien Stellen, die im Zuge der Erdölverarbeitung zu vergeben sind.
Dabei versteht sich die lange Nacht der Ausbildung im PCK nicht als Konkurrenz zur Ausbildungsmesse SAM, die jüngst mit der Inkontakt an den Uckermärkischen Bühnen die Vielfalt der Lehrstellen und den Markt der Möglichkeiten in Sachen Ausbildung in der Uckermark präsentierte. Dies ist Gnorski wichtig zu betonen.
81 Auszubildende lernen derzeit in der Raffinerie einen Beruf
Aktuell gibt es im PCK 81 Auszubildende. Die Partnerfirmen haben noch einmal 66 junge Menschen, die sie in die Berufe bringen, die in den Betrieben der Uckermark dringend gebraucht werden – auch um die viel beschworene Transformation voranzutreiben. Dabei kann das PCK nicht nur darauf setzen, dass die Bezahlung der jungen Menschen und auch der späteren Mitarbeiter außerordentlich gut ist.
„Wir gehören zu den besten Ausbildern im Land“, sagt Gnorski nicht ohne Stolz. Denn beinahe jedes Jahr sind junge Menschen dabei, die ihren Abschluss mit der Note 1 absolvieren. Der PCK-Chef ist daher zuversichtlich, dass das Unternehmen bei der Prämierung auch im kommenden Jahr in Frankfurt/Oder dabei ist.
Einblicke in neue Technologien der Zukunft
Mit Blick auf die Transformation können sich die Besucher an diesem Abend auch einen Eindruck von einem neuen Start-up verschaffen, das seit wenigen Wochen auf dem Gelände bei PCK aktiv ist. Refuel.green heißt das junge Unternehmen, das vor zwei Jahren gegründet worden ist und derzeit unter realen Bedingungen die Produktion von Methanol auf dem Raffinerie-Gelände testet.
„Aus Methanol lässt sich später grünes Kerosin herstellen“, sagt Sebastian Becker, einer der jungen Firmengründer, der nicht müde wird, den Reaktor zu erklären, der nach denkbar einfachem Prinzip arbeitet. Betrieben werden soll die Versuchsanlage übrigens von den Auszubildenden bei der PCK-Raffinerie – ein möglicher Schritt in eine Zukunft, die auch ohne Rohöl die Welt in Bewegung hält.
Kurzentschlossene können sich die Ausstellung noch ansehen
Kurzentschlossene haben noch bis kurz vor 21 Uhr am Freitagabend Zeit, sich selbst ein Bild von der langen der Ausbildung zu machen. Einfach vorbeischauen, staunen und einen Blick in die Zukunft wagen.





