Es ist Januar und die Flutungspolder im Nationalpark Unters Odertal füllen sich wieder mit Wasser und bieten vielen Wasservögeln gute Rastmöglichkeiten. So auch den Singschwänen, die schon von Weitem zu hören sind. Ihr Trompeten ist eines ihrer Markenzeichen.
Das Eintreffen der nordischen Schönheiten wird seit vielen Jahren mit den Singschwantagen gefeiert. In den zurückliegenden Jahren wurde es jedoch ruhig um die besonderen Gäste.

Drei Jahre waren Beobachtungen nur auf eigene Faust möglich

Drei Jahre gab es die Singschwan-Schau im Nationalpark Unteres Odertal nur auf eigene Faust. 2020 machten sich die weißen Schönheiten so rar, dass sich die Nationalparkleitung schweren Herzens zu einer Absage des beliebten Formats gezwungen sah.
In den zwei darauffolgenden Jahren machte Corona den Naturfreunden einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre sah sich das Team des Nationalparks nicht in der Lage, eine coronakonforme Lenkung der Besucherströme zu gewährleisten. Besucher mussten sich selbst auf die Suche nach den Singschwänen machen, um die Tiere mit ihrem charakteristischen Gesang zu beobachten.
Trotz der unfreiwilligen Pause sind die Singschwantage ein fester Bestandteil des Kalenders im Nationalpark Unteres Odertal geblieben. Die Veranstalter setzen darauf, dass wie in den Jahren vor Corona ganze Menschengruppen aus Berlin und Brandenburg anreisen werden, um die Singschwäne in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen.

Ungefähr 400 Singschwäne sind aktuell schon eingetroffen

Und in diesem Jahr stehen die Chancen dafür recht gut. Derzeit lassen sich bereits etwa 400 Singschwäne in weiten Teilen der Flutungspolder des Nationalparks Unteres Odertal beobachten. Größere Ansammlungen sind häufiger in der Nähe von Zützen und Schwedt zu finden, oft zusammen mit tausenden nordischen Gänsen.
„Wir können nicht genau vorhersagen, wie viele der Vögel noch in unserer Region Rast machen“, so Dirk Treichel. „In den letzten Jahren hielten sich in den Wintermonaten bis zu 1000 Singschwäne hier auf, um ab März wieder in den Norden in ihre Brutreviere zu fliegen“, erklärt der Leiter des Nationalparks Unteres Odertal. Mit Fernglas und warm angezogen sind Besucher bestens gerüstet, die Wintergäste vom Deich aus zu beobachten und die Geräuschkulisse auf sich wirken zu lassen.

Besucher erfahren Wissenswertes auf Exkursionen und in den Vorträgen

Wer nicht auf eigene Faust losziehen und außerdem von den Rangern des Nationalparks viel Wissenswertes über die majestätischen Vögel erfahren möchte, der ist gut beraten, zu den diesjährigen Singschwantagen vom 3. bis 5. Februar nach Criewen zu kommen.
Wie schon in den Jahren zuvor wird es alle zwei Stunden Vorträge über die imposanten Vögel aus dem Norden geben, gefolgt von einer geführten Wanderung in den Nationalpark, um die Singschwäne aus nächster Nähe zu beobachten. Die Naturwacht wird bereits im Vorfeld die besten Spots für die Beobachtungen erkunden und auch mit Spektiven, spezielle Ferngläser zur Tierbeobachtung, einen guten Blick auf die Singschwäne ermöglichen.

Abendliche Wanderung zu den Singschwänen

Die Eröffnung am Freitag, den 3. Februar findet in der Kirche in Criewen statt und wird von musikalischer Begleitung durch Brigitta Rydholm, Julian Lentz und dem Criewener Chor umrahmt. Im Anschluss können Besucher einem ersten Vortrag lauschen und an einer abendlichen Wanderung zu den Singschwänen teilnehmen. Am Sonnabend und Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr bieten die Nationalparkranger regelmäßige Vorträge über die Singschwäne und Wanderungen in den Nationalpark an.
Empfohlener Inhalt der Redaktion

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Youtube, der den Artikel ergänzt. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihnen externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Regionale Marktstände mit frischem Gebäck, warmen Speisen, Kaffee und mehr, ein Kinderprogramm und Bastelspaß für Groß und Klein stehen genauso auf dem Programm, wie eine Fotoausstellung. Das Besucherzentrum sowie der Nationalparkladen in Criewen sind für alle geöffnet.
Singschwäne überwintern in der gefluteten Auenlandschaft des Natinalparks Unters Odertal.
Singschwäne überwintern in der gefluteten Auenlandschaft des Natinalparks Unters Odertal.
© Foto: Oliver Voigt
„Auch die 14. Singschwantage sind kostenlos für alle Besucherinnen und Besucher und geben einen einmaligen Einblick in die wertvolle Arbeit des Nationalparks Unteres Odertal für die Region“, wirbt Dirk Treichel um die Aktionstage mit Tradition.
Singschwäne werden bis zu 160 cm groß und haben eine Flügelspannweite von 235 cm. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu den Höckerschwänen ist der Schnabel. Bei Singschwänen ist dieser schwarz gefärbt, mit einem breiten, leuchtend gelben Schnabelansatz. Singschwäne kommen nur im Winterhalbjahr vor allem aus dem Baltikum in den Nationalpark.
Newsletter-Anmeldung
Uckermark Update
Jede Woche Freitag
Von Schwedt bis Templin, von Angermünde bis nach Prenzlau: Wir zeigen Ihnen was die Region in dieser Woche bewegt hat und geben Ausblick.
Anrede *
E-Mail-Adresse
Vorname
Nachname
Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter www.moz.de/privacy.