Sport in Angermünde: Straßenfußball für Kinder erobert die Stadt

So sehen Sieger aus: Das Team aus Angermünde, Emil, Lara, Joscha, Emilia, Konstantin und Arthur, nahm zum ersten Mal an der Brandenburger Straßenfußball-Meisterschaft teil und holte sich im großen Finale einen Preis.
Marcel Schwichtenberg- Angermünde nahm erstmals am Brandenburger Straßenfußball teil und richtete Turniere aus.
- Ein gemischtes Team „Wildblume“ qualifizierte sich fürs Finale im Tropical Islands.
- Die Kinder Emil, Lara, Joscha, Emilia, Konstantin und Arthur gewannen den 1. Preis im Fairplay.
- Straßenfußball setzt auf Fairplay statt Tore – ohne Schiedsrichter, mit selbst vereinbarten Regeln.
- Die Sportjugend betreut 35 Standorte und organisiert Meisterschaften „Straßenfußball für Toleranz“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fußball gehört zu den populärsten Sportarten überhaupt und begeistert Generationen. Auch bei Kindern ist Fußball überaus beliebt. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, in einem Fußballverein zu trainieren oder einen Bolzplatz zum Kicken vor der Haustür zu haben.
Deshalb kommt der Fußball zu ihnen und macht ihn für jedermann zugänglich. Die Brandenburgische Sportjugend im Landessportbund tourt mit dem Projekt „Straßenfußball für Toleranz“ durchs Land, bringt Teams zusammen und veranstaltet Straßenfußballturniere sowie alljährlich die große Brandenburgische Champions-Straßenfußballmeisterschaft.
Sie betreut bereits 35 Standorte im gesamten Land Brandenburg, an denen sich Kinder und Jugendliche regelmäßig zum gemeinsamen Kicken treffen, darunter auch Schwedt, Eberswalde und Bad Freienwalde. Angermünde gehörte bisher noch nicht dazu. Doch 2026 rollte der Straßenfußball erstmals auch nach Angermünde. Betreut und begleitet von der Brandenburgischen Sportjugend wurden Schul-, Stadt- und Regionalturniere für die Brandenburgische Meisterschaft im Straßenfußball organisiert.
Angermünde trug erstmals Turniere im Straßenfußball aus
Mit dabei waren Teams der Ehm Welk-Oberschule Angermünde sowie auch eine privat organisierte Mannschaft von Jungen und Mädchen, die von sportbegeisterten Eltern angemeldet wurden.
Einer von ihnen ist Marcel Schwichtenberg, fußballbegeisterter Papa von vier Kindern. „Mich hat das Projekt sehr begeistert, weil es Kindern ganz einfachen Zugang zum Sport und zum Fußball ermöglicht, ohne großen Aufwand oder Bürokratie. Außerdem geht es beim Straßenfußball um viel mehr als nur den Sport“, erzählt Marcel Schwichtenberg.
Der Inhaber und Betreiber des Bio-Ladens „Wildblume“ in Angermünde hat durch seine Selbstständigkeit mit seiner Frau Tanja Kaiser wenig Zeit für zeitaufwendige Freizeitaktivitäten mit den Kindern. Doch sie möchten ihnen dennoch Möglichkeiten bieten, sich auszuprobieren, Talente zu entdecken und gemeinsam mit anderen Kindern Spaß zu haben.
Straßenfußball in Angermünde: Eltern melden ihre Kinder an
Straßenfußball sei dafür perfekt, weil er viele Kinder zusammenbringt und dabei auch Teamgeist und Fairness fördert, sagt Marcel Schwichtenberg. Die jungen Eltern haben ihre älteren Kinder gemeinsam mit Freunden für die Brandenburgische Straßenfußball-Meisterschaft 2026 angemeldet.
Die sechs Jungen und Mädchen im Alter zwischen 8 und 13 Jahren kickten im Angermünder Stadtturnier gegen 27 andere Teams, darunter auch gegen Vereinsfußballer, die regelmäßig trainieren.
Doch die Regeln im Straßenfußball sind besonders: Das Spiel ist offen für alle. Unabhängig vom sportlichen Können ermöglicht es jungen Menschen einen einfachen Zugang zum Sport. Es spielen drei gegen drei und Fairplay und Miteinander zählen mehr als Tore. So gibt es neben der sportlichen Wertung eine zusätzliche Fairplay-Wertung.
Straßenfußball in Angermünde mit besonderen Regeln
Es gibt keine Schiedsrichter. Stattdessen agieren am Spielfeldrand sogenannte Teamer, die das Spielgeschehen beobachten und nur in Ausnahmesituationen als Konfliktschlichter eingreifen. Die Regeln stimmen die Teams selbst untereinander ab. So können sie beispielsweise vereinbaren, dass bei gemischten Teams Tore von Mädchen oder von jüngeren Spielern doppelt zählen.
„Die besonderen Spielregeln stellen Fairness und Teamgeist in den Vordergrund und fördern zugleich demokratische Mitbestimmung und Verantwortungsbewusstsein der Kinder und Jugendlichen. Vor allem aber macht es Spaß“, betont Marcel Schwichtenberg.
Straßenfußball für Toleranz
Die Brandenburgische Sportjugend initiierte 2016 erstmals eine landesweite Straßenfußballmeisterschaft „Straßenfußball für Toleranz“. In Regional- und Lokalmeisterschaften können sich die Teams für das Landesfinale im Tropical Islands qualifizieren.
Das Spiel ist offen für alle und ermöglicht einen einfachen Zugang zum Sport. Gespielt wird in Altersklassen ab 6 Jahren bis über 18. Die besonderen Spielregeln stellen ein faires und tolerantes Miteinander in den Vordergrund und fördern zugleich die Mitbestimmung, die Teilhabe und das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen.
Es gibt bereits 35 Standorte im gesamten Land Brandenburg, wo sich Kinder und Jugendliche regelmäßig zum Straßenfußball treffen. Sie werden von der Brandenburgischen Sportjugend betreut und sind in ein Netzwerk mit Schulen, Jugendklubs, Vereinen und Institutionen integriert.
Vor Ort organisieren sich die Jugendlichen selbst, veranstalten eigene Turniere und Feste. Sie wirken in verschiedenen Gremien der Stadt mit, um sich für die Interessen der jungen Menschen vor Ort einzusetzen.
Die Anmeldung für Straßenfußball-Turniere erfolgt online auf der Homepage der Brandenburgischen Sportjugend.
Die erste Angermünder Straßenfußball-Meisterschaft war ein voller Erfolg. Nicht nur in Sachen sportlicher Toleranz, sondern auch im Endergebnis. In den Vorrunden qualifizieren sich die besten und fairsten Teams für das große Meisterschaftsfinale, das im Tropical Islands als großes Event für die ganze Familie ausgetragen wird. Im Finale spielen alle gegen alle.
Angermünde holt 1. Platz in der Straßenfußball-Meisterschaft
Das Team der „Wildblume“ Angermünde konnte sich nicht nur für das Finale qualifizieren. Die Kinder Emil, Lara, Joscha, Emilia, Konstantin und Arthur gewannen sogar bei der Brandenburgischen Straßenfußball-Meisterschaft 2026 den 1. Preis im Fairplay!

Erschöpft und glücklich verfolgt das Angermünder Team der Wildblume die Spiele bei der Brandenburgischen Straßenfußballmeisterschaft 2026. Lara, Emil, Joscha Konstantin, Arthur und Emilia konnten sich für das Finale im Tropical Island qualifizieren und gewannen einen Pokal.
Marcel Schwichtenberg„Es waren unvergessliche Gänsehautmomente und wir sind alle super stolz. Das ist ein einzigartiges Miteinander und gelebte Toleranz“, schwärmt Papa Marcel. Natürlich haben sich die Angermünder sofort schon für die Straßenfußball-Meisterschaft 2027 angemeldet.
„Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Kinder in Angermünde und in den Ortsteilen diese tolle Erfahrung miterleben und der Straßenfußball sich hier als offenes Freizeitangebot etabliert, in dem Sport, Fairness und Toleranz gelebt werden“, so Marcel Schwichtenberg. Neben Sieger-Pokalen erhielten alle Finalteilnehmer Gutscheine für das Tropical Island für die ganze Familie. Dafür werden sich Marcel Schwichtenberg und Tanja Kaiser auf jeden Fall Zeit mit ihren Kindern nehmen.



