UBV-Veranstaltung in Schwedt
: Warum sich Frauen über ihre Wut austauschen sollen

Wut staut sich oft auf, und vor allem Frauen in Schwedt fehlt es an Raum, diese wirklich anzusprechen. Der Bildungsverbund (UBV) will helfen.
Von
Josephine Theodor
Schwedt
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Der Uckermärkische Bildungsverband (UBV) wurde 1991 in Schwedt gegründet. Von Kindertagesstätten bis hin zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen deckt der Verbund viele Bereiche ab.

Der Uckermärkische Bildungsverband (UBV) wurde 1991 in Schwedt gegründet. In der Cafeteria findet eine Veranstaltung speziell für Frauen statt. Wie diese aussehen soll und warum es dabei vor allem um Wut geht.

Josephine Theodor
  • UBV plant „Wut trifft Feminismus“ in Schwedt: Austauschraum für Frauen
  • Termin: 11.3.2026, 14 Uhr, UBV-Cafeteria, Kunower Straße 3
  • Programm: Bingo mit Kaffee/Kuchen, Ausstellung von Erfahrungsberichten
  • Ziel: Erfahrungen zu Wut/Benachteiligung teilen, Verständnis stärken
  • Teilnahme: 5 Euro; Umfrage vorab per Mail, Telefon, Social Media, Formular

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wut und Frustration im Alltag – für viele ist es eben genau das: Alltag. Gerade für Frauen ist es oftmals schwer, diese auszudrücken, aber auch mitzuteilen. Der Raum fehlt, sich offen über Erfahrungen und Eindrücke auszutauschen, die einem die weibliche Hutschnur platzen lassen. Der Uckermärkische Bildungsverbund will am 11. März 2026 aber genau eine solche Möglichkeit anbieten. Dabei soll es auch ganz persönlich werden.

Nunzia Mangiacotti arbeitet beim Uckermärkischen Bildungsverbund, und organisiert in einem kleinen Team von Mitarbeitern des UBV das Treffen von ‚Wut trifft Feminismus‘. „Wir haben an ein kleines Event im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche gedacht“, so Mangiacotti. In Verbindung mit einem klassischen Bingonachmittag mit Kaffee und Kuchen in der Cafeteria des Bildungsverbundes in Schwedt soll auch eine Ausstellung gezeigt werden.

Ausgestellt werden sollen dabei Erfahrungsberichte von Frauen: kleine Erlebnisse, die verärgern und sich aufstauen, die Frustration darüber, mitunter nicht gehört zu werden. „Wir wollen erreichen, dass die eigenen Erfahrungen der Frauen in der Region ausgetauscht werden“, so Mangiacotti. Egal ob eben die Alltagswut, oder eine Situation, in der sich die Frauen als solche benachteiligt gefühlt haben.

Erstes Austauschstreffen zwischen Frauen in Schwedt im März

„Wir wollen uns nicht mit einem bestimmten Thema einschränken“, so Mangiacotti und weiter: „Ziel ist es für uns, den Austausch und auch das Verständnis zwischen Frauen mit dieser Veranstaltung zu stärken.“ Solche Möglichkeiten gebe es, abgesehen vom Frauenzentrum, laut ihr nicht oft in der Uckermark. „Wir wollen probieren, ob die Frauen bereit sind, über ihre Erfahrungen zu reden. Falls es gut ankommt, können wir uns auch vorstellen, dass die Treffen regelmäßig stattfinden.“

Stattfinden soll das Treffen mit der Ausstellung und dem Austauschstreffen am 11. März 2026 um 14 Uhr in der Cafeteria des Uckermärkischen Bildungsverbundes in Schwedt. Eine Anmeldung ist per se nicht nötig, jedoch veröffentlichte das ubv im Voraus bereits eine Umfrage zu den Erfahrungen von Frauen in der Uckermark, um Themen, die angesprochen werden sollten, zu sondieren.

Wut trifft Feminismus – Frauen der Region erzählen - Umfrage

Termin: 11.3.2026, 14 Uhr, UBV-Cafeteria in der Kunower Straße 3, Eintritt 5 Euro für eine Bingokarte und Kaffeegedeck

Umfrage: entweder per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@ubv-schwedt.de, per Telefon an die 03332 450970, als Nachricht über Facebook und Instagram oder per anonymen Umfrageformular.

„Die Antworten der Umfrage sind dazu gedacht, herauszufinden, was die Frauen bewegt“, sagt Mangiacotti. Zu finden ist die Umfrage unter anderem auf diversen sozialen Medien, wie Facebook und Instagram, aber auch auf der Webseite des Bildungsverbundes. Im Voraus wird darum gebeten, die Umfrage auszufüllen – auch von Frauen, die nicht teilnehmen können.

Ausstellung der UBV zur Wut der Frauen in der Uckermark

Die Antworten sollen am Veranstaltungstag in einer kleinen Ausstellung in den Räumen des ubv ausgestellt werden. Deshalb kann angegeben werden, ob die Antworten anonym oder mit Vornamen, oder nur mit Vornamen und Nachnamen veröffentlicht werden sollen. „Das wird bestimmt eine schöne Erfahrung, aber auch emotional sehr anstrengend“, so Mangiacotti.

Vor allem wünscht sie sich, dass unterschiedliche Frauen mitmachen, um alle Bereiche des Lebens von Frauen in der Uckermark abzudecken – also unterschiedliche Altersklassen oder auch eine andere Herkunft. „Wir wollen so die verschiedenen Lebensrealitäten sichtbar machen“, sagt Mangiacotti.