Mischlingshündin Kani im Schwedter Tierheim stellt die Tierschützer nach vier Wochen immer noch vor tägliche Herausforderungen. Die eigentlich aus Bulgarien stammende Hündin ist kaum zu bändigen. So jedenfalls beim täglichen Ausgang an der Leine. Die Leine bleibt dauernd gespannt, die zweijährige Hündin stellt sich bei Kommandos taub. „Was ihr fehlt, ist eine aktive Hundeschule“, erklärt Jasmin Rohde, Hauptverantwortliche für die Hunde im Schwedter Tierheim.
„Wenn wir für Kani eine sportliche Familie, gern auch mit schon größeren Kindern, finden könnten und diese sich dann auch noch die Zeit für das Training in Sachen Gehorsamkeit nimmt, würde uns eine große Last von den Schultern genommen“, sagt Rohde. Dabei hat die Tierpflegerin sogar schon selbst damit liebäugelt, Kani zu sich zu nehmen.

Kani ist als Zweithund ungeeignet

„So lieb sie auch zu Menschen ist, als Zweithund ist die Hündin eher ungeeignet und damit passt sie nicht in unser Rudel.“ Kani entscheidet bei Artgenossen nach Sympathie. Katzen und andere Kleintier betrachtet sie dagegen als Beute.
Es raschelt: Der Jagdtrieb scheint bei Kani sehr ausgeprägt, ihr Gehorsam dagegen weniger.
Es raschelt: Der Jagdtrieb scheint bei Kani sehr ausgeprägt, ihr Gehorsam dagegen weniger.
© Foto: Oliver Voigt
Noch ist da ein stark ausgeprägter Jagdtrieb, der sie zusammen mit ihrem Ungehorsam etwas „schwierig“ macht. Doch die Tierschützer geben auch die Hoffnung für Kani nicht auf. „Sie ist ein toller Hund – mit Macken, die sie nicht ins Abseits drängen sollten“, sagt Jasmin Rohde.
Kani sucht ein Zuhause mit Haus und Grundstück, wo sie rein und raus darf. Sie ist sterilisiert, gechipt, geimpft und auf Mittelmeerkrankheiten getestet.
Kontakt zum Tierheim Schwedt unter Telefon 03332 523933.