Volleyball
: Jahresauftakt mit einem Jubiläum

22 Frauen und48 Männer haben den ersten 2019er-Tag sportlich bei einem Jubiläum verbracht: Sie nahmen am 10. Volleyball-Neujahrsturnier des SV Borussia Criewen und MOZ teil.
Von
Jörg Matthies
Schwedt
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  • Wir sind fit fürs neue Sport-Jahr: 70 Frauen und Männer spielten am 1. Januar  in der Dreiklang-Sporthalle Volleyball.

    Wir sind fit fürs neue Sport-Jahr: 70 Frauen und Männer spielten am 1. Januar  in der Dreiklang-Sporthalle Volleyball.

    Carola Voigt
  • Vorrundenpartie: In drei Gruppen spielten zunächst jeweils vier Mannschaften – in dieser Szene „10ter“ gegen „10 Wilde Waschlappen“.

    Vorrundenpartie: In drei Gruppen spielten zunächst jeweils vier Mannschaften – in dieser Szene „10ter“ gegen „10 Wilde Waschlappen“.

    Carola Voigt
  • Turniersieger „10 kleine Jägermeister“: René Matzdorf, Maik Grewing, Jessica Loock, Alina Sengstock, Max Webert und Carsten Hoff

    Turniersieger „10 kleine Jägermeister“: René Matzdorf, Maik Grewing, Jessica Loock, Alina Sengstock, Max Webert und Carsten Hoff

    Jörg Matthies
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Mehr oder weniger munter trafen die Teilnehmer am 1. Januar bis 14 Uhr in der Dreiklang-Sporthalle ein – sie stellten alle wieder einmal unter Beweis, dass der Sport auch im neuen Jahr zu einer persönlichen Verpflichtung werden soll. Wie der „Pustetest“ bewies, hatten sich alle bereits super von den Silvesterpartys erholt, denn der maximal gemessene Alkoholwert lag bei 0,18 Promille (am Ende mit einem alkoholfreien Sonderpreis bedacht).

Zum ersten spannenden Höhepunkt wurde bereits die Zusammensetzung der insgesamt zwölf Teams, denn diese wurde per Los ermittelt. Also war somit auch das Glück dafür mitverantwortlich, mit welcher Volleyball-Klasse die einzelnen Mannschaften ausgestattet waren. Dieser Modus macht den besonderen Reiz dieses ersten Turniers im Kalenderjahr seit nunmehr einem Jahrzehnt aus.

Die originellen Namen für die Mannschaften hatte sich die Turnierleitung um Michael Dietrich und Tilo Frischmuth bereits im Vorfeld ausgedacht – nicht ganz zufällig begannen alle mit der „10“ und reichten beispielsweise von „10 Wilde Waschlappen“ über „10 Zentner Zucker“ und „10 Helden in Strumpfhosen“ bis zu „10 zahme Ziegen“ oder auch „10+1 Dalmatiner“.

Dann konnten auf drei Feldern endlich die Volleybälle fliegen. Zunächst wurden drei Vorrundengruppen mit je vier Teams gebildet, die im Jeder-gegen-jeden-Modus in jeweils einem Satz bis 15 Punkten die Reihenfolge ermittelten. Hierbei zeigten die späteren Finalisten – „10 kleine Jägermeister“ und „10 Helden in Strumpfhosen“ – bereits ihre Klasse, denn sie waren die einzigen Mannschaften, die alle drei Partien gewannen.

Besonders spannend ging es in der B-Gruppe zu, wo hinter den „Jägermeistern“ letztlich drei Teams jeweils bei 1:2 Sätzen standen und die „kleinen Punkte“ entscheiden mussten. Ein einziger Zähler brachte Team „10ter“ in die Runde der sechs besseren Mannschaften, „10 Promille“ dagegen in die „Looser-Runde“. Ihre Partie gegeneinander war mit 15:11 für „Promille“ zu Ende gegangen – das reichte ganz knapp nicht, um weiter um den Turniersieg mitspielen zu können. Nur eine einzige Vertretung („10 gegen Willi“) konnte keinen Satz gewinnen, was sich aber in der anschließenden Zwischenrunde ändern sollte.

Für die Ränge 1 bis 6 sowie 7 bis 12 wurden in der Zwischenrunde nochmals je zwei Gruppen gebildet – von nun an traten die Teams in zwei Sätzen bis jeweils 15 Punkten gegeneinander an. Auf die maximal möglichen 4:0 Sätze brachten es erneut lediglich zwei Mannschaften – es waren wieder die gleichen wie schon in der Vorrunde. Somit standen schließlich kurz nach 19.30 Uhr „Jägermeister“ und „Strumpfhosen“ jeweils ohne einen einzigen Satzverlust im gesamten Turnierverlauf im Endspiel.

Bemerkenswert in der Zwischenrunde mit insgesamt zwölf Partien war der Satzgewinn für „10 gegen Willi“ gegen „10 Promille“ (15:13). Die deutlichsten Resultate brachten „10 Horny Horses“ gegen „10 Zentner Zucker“ sowie „10 Gramm Hack“ gegen „10 Zuschauer“ jeweils mit 15:4 in das Turnier-Protokoll. Das knappstmögliche Resultat (15:14) gab es nur einmal bei „10 Helden in Strumpfhosen“ gegen „10 zahme Ziegen“.

Nun standen noch die Tagespartien 31 bis 36 an: Zunächst ging es weiter in jeweils zwei 15er-Sätzen um die Ränge 3 bis 12. Dabei endeten immerhin drei der fünf Begegnungen mit 1:1 Sätzen. Besonders dramatisch wurde es im Match um den fünften Rang, in welchem zunächst „10ter“ gegen „10 Zuschauer“ mit 15:11 gewann und dann mit dem gleichen Resultat verlor. Ein zusätzlicher Punkt brachte dann sozusagen im „Mini-Tiebreak“ Rang 5 für das Team „10ter“, das damit seine namentliche Zielstellung zu 200 Prozent erfüllt hatte.

Zum sportlichen Höhepunkt mit einer ganzen Reihe großartiger Ballwechsel, Kampf um jeden Punkt, vielen Führungswechseln und sogar mit der einzigen Satzverlängerung bis zum 17:15 (nur im Finale wurde mit dieser 2-Punkte-Vorsprung-Regel gespielt) wurde das Endspiel. Alina Sengstock, Jessica Roock, René Matzdorf, Carsten Hoff, Max Webert und Maik Grewing boten als „10 kleine Jägermeister“ dem ein wenig zum Favoriten gestempelten Team „10 Helden in Strumpfhosen“ (Charlene Weidemann, Majetta Möller, Sven Hentschel, Marko Daun, André Schönitz, Adrian Kaune) ernsthaft stark Paroli und kamen beim 14:13 zum ersten Satzball. Dieser und auch zwei weitere beim 15:14 und 16:15 wehrten  die „Strumpfhosen“ noch ab, dann gelang das 17:15.

Ähnlich spannend war der zweite Abschnitt, in dem jede Seite noch die Siegchance besaß. Mit 15:13 zurrten „10 kleine Jägermeister“ schließlich den Sieg beim Jubiläumsturnier fest. Als lukrativen Preis nahm das Sextett bei der Siegerehrung die durch die Stadtsparkasse Schwedt spendierte 300-Euro-Siegprämie entgegen. Die Stadtwerke sowie die Turnierveranstalter Borussia Criewen und MOZ hatten dafür gesorgt, dass es für jeden Teilnehmer zumindest einen kleinen Preis und eine selbst gestaltete süße Medaille gab. Einen Sonderpreis für das „originellste Wettkampf-Outfit“ durfte noch Stefanie Weiher entgegennehmen, die tatsächlich jedes Match mit Silvester-Hütchen auf dem Kopf absolviert hatte.

In mehr als fünf Stunden Volleyball waren insgesamt 54 Sätze gespielt worden – alle einzelnen Punkte addiert, ergab sich am Ende eine Zahl von 1336. Damit setzten die 70 Teilnehmer ihren persönlichen sportlichen Auftakt des neuen Jahres, das nun in den nächsten 362 Tagen noch vieles in der Uckermark bereithalten wird.