Volleyball: MOBA gewinnt 39. Schwedter Traditionsturnier

SSV im Doppelpack: Christopher Petke (links) und Nils Krüger (rechts) blocken gegen den Basdorfer Spieler ab.
Carola VoigtJedes Team hatte also insgesamt sechs Spiele in zwölf Sätzen auszutragen. Für jeden Satz war nur eine Auszeit vereinbart. Über die Platzierung sollte am Turnierende das Satzverhältnis, und bei Gleichstand das Ballpunktverhältnis, entscheiden. Vor dem Anpfiff wurde die Spielreihenfolge durch Losen ermittelt.
Pokalverteidiger war die erste Mannschaft der SSV PCK Schwedt. Vor Spielbeginn war aus den vorliegenden Meldungen und den bisherigen Erfahrungen der Turnierleitung zu erkennen, dass es einige Teams gab, die auf einem ähnlichen Leistungsniveau einzuordnen waren. Nach der Eröffnung war aber klar, dass dem Team „MOBA“ die Favoritenrolle zugesprochen werden musste. Dies ist ein Team aus Märkisch-Oderland und dem Barnim und findet sich nur zu Turnieren zusammen. Diese Gruppe war mit einigen Spielern aus der Landesliga angereist, was natürlich jedes andere Team motivierte, gegen „MOBA“ all seine Kräfte zu bündeln und dagegen zu halten. Und so gelang dem PSV Basdorf gleich zum Turnierauftakt die erste Überraschung des Tages. Gegen „MOBA“ wurde ein 1:1 nach Sätzen erkämpft. Anschließend gab es weitere spannende Begegnungen zu sehen. Und viele endeten mit 1:1 Sätzen. Im Verlauf des Turniers stabilisierte sich „MOBA“ und gewann die nächsten Spiele mit 2:0 Sätzen. Aber auch das PCK-Team konnte sich mit drei gewonnen Spielen mit 2:0 Sätzen noch leise Hoffnung auf den Turniersieg machen, ehe es auf das Team „Angermünder Sportfreunde“ traf. Diese Begegnung endete 1:1. Die Angermünder, die an diesem Tag ein Turnierbündnis des VC Angermünde und der Angermünder Ballsportler bildeten, entwickelte sich zu einer vorher nicht einzuschätzenden positiven Überraschung. Und dieses Team hatte PCK wohl unterschätzt. Dem überlegen gewonnen ersten Satz (20:9) folgte ein 17:20-Niederlage im zweiten Satz.
Im nächsten Spiel, dem vermeintlichen Endspiel, musste PCK gegen „MOBA“ antreten. Verunsichert durch das 1:1 gegen Angermünde, wurde der erste Satz mit 9:20 ganz klar verloren. Im zweiten Abschnitt mobilisierten die Schwedter aber doch noch einmal alle Kräfte. Doch mehr als ein achtungsvolles 17:20 war an diesem Tag nicht möglich. Der zweite Platz wurde aber durch einen weiteren Sieg mit 2:0 Sätzen gesichert. „MOBA“ gewann sein letztes Spiel gegen die Angermünder mit 2:0 und sicherte sich damit den Pokalgewinn 2019. Die Angermünder erspielten sich noch ein 1:1 und sicherte sich dadurch Platz 3 in der Turnierwertung. Die nachfolgenden Teams waren in einigen Begegnungen ganz dicht vor einem Satzgewinn, was dann natürlich schon wieder eine bessere Platzierung bedeutet hätte.
Im Vorjahr hatten mit Wettkampfende drei Teams das gleiche Satzverhältnis und der Sieger konnte nur durch das hauchdünn bessere Ballpunktverhältnis ermittelt werden. In diesem Jahr musste das Ballpunktverhältnis nicht bemüht werden. Durch die klaren Satzverhältnisse waren die Platzierungen einfach zu ermitteln.
Bei der Siegerehrung erhielten alle Mannschaften kleine Sachpreise. Herzlichen Glückwunsch dem Team „MOBA“, welches insgesamt die stabilsten Leistungen zeigte und ein überlegener Pokalgewinner war. Erfreulich für den Veranstalter war, dass es auch in diesem Jahr wieder viele spannende Begegnungen gab, die zum Teil auf einem hohen sportlichen Niveau ausgetragen wurden. Gastmannschaften beurteilten, dass ihnen das Turnier Spaß gemacht hat und sie zum 40. Traditionsturnier gern wiederkommen wollen. (jfe)