800 Jahre Lebus
: „Die kleine Hexe“ - Uckermärkische Bühnen gastieren im Kulturhaus

Zum 800. Geburtstag von Lebus führen die Uckermärkischen Bühnen Schwedt das Kinderstück „Die kleine Hexe“ im Kulturhaus auf. Ein Geschenk aus Mallnow, das mit Risiko verbunden ist.
Von
Katja Gehring
Mallnow/Lebus
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 Abraxas und die kleine Hexe mit den Kindern Vroni (Kinga Stańko) und Thomas (Dominik Fijałkowski)

„Die kleine Hexe“ in Lebus: Der Dorfentwicklungsverein „Malnowe“ holt dafür das Ensemble der Uckermärkischen Bühnen Schwedt ins Kulturhaus – als Geschenk zum Stadtjübiläum.

Charly Schwarz
  • Die Uckermärkischen Bühnen zeigen „Die kleine Hexe“ im Kulturhaus Lebus zum Stadtjubiläum.
  • Vorstellung am Samstag, 27. Juni, um 15 Uhr – geeignet für Kinder ab vier Jahren.
  • Karten: im Mehrgenerationentreff, beim „Lebuser Blumenmädchen“ und telefonisch erhältlich.
  • Preise liegen bei 6 Euro für Kinder und 12 Euro für Erwachsene, es gibt noch Tickets.
  • Der Verein „Malnowe“ organisiert das Gastspiel und hofft auf Einnahmen für weitere Kooperationen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein besonderes Geschenk zum 800. Geburtstag machen die Mitglieder vom Dorfentwicklungsverein „Malnowe“ der Stadt Lebus: Am Samstag, dem 27. Juni, um 15 Uhr kommt das Ensemble der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) ins Kulturhaus Lebus. Aufgeführt wird „Die kleine Hexe“ – nach dem Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler.

Die Hauptfigur ist mit 127 Jahren noch zu jung für den großen Tanz auf dem Blocksberg, wie die alten Hexen meinen. Heimlich mischt sie sich trotzdem unter die Feiernden und wird erwischt. Die Oberhexe gibt der kleinen Hexe die Aufgabe, ein Jahr lang eine gute Hexe zu sein. Dann dürfe sie beim nächsten Mal mittanzen.

Gemeinsam mit ihrem klugen Raben Abraxas stellt sich die kleine Hexe dieser Herausforderung – und zwar „mit viel Magie, gutem Willen und dem ein oder anderen Missgeschick“, wie es in der ubs-Ankündigung heißt. Denn spricht sie einen Zauber nicht ganz richtig, kann es passieren, dass statt Regen Buttermilch vom Himmel fällt. Während sie hilft, Gutes tut und manchmal auch scheitert, lernt die kleine Hexe schließlich: Das Richtige zu tun, ist nicht immer leicht. Und: Man muss sich manchmal gegen die Mehrheit stellen, um wirklich „gut“ zu sein.

Premiere in Schwedt war ausverkauft

Das Stück feierte erst am Pfingstwochenende vor ausverkauftem Saal Premiere in Schwedt. „Die Kleine Hexe“ ist gemacht für Menschen ab vier Jahren. Nur sieben Darsteller schlüpfen in insgesamt 24 Rollen, erzählen die Geschichte kindgerecht, begleitet von viel Musik und einem bunten Bühnenbau. So wie in Schwedt wird auch die Aufführung in Lebus sein. Die technischen Voraussetzungen im Kulturhaus sind dafür fantastisch, berichtet Ulrich Kuchenbäcker vom Dorfentwicklungsverein „Malnowe“. Das hätten ihm die ubs-Fachleute bei einer Besichtigung versichert. Es gibt sogar Garderoben, sei gelobt worden.

Den Kontakt zu den Uckermärkischen Bühnen Schwedt haben die Vereinsmitglieder vor gut einem Jahr anlässlich des 675. Geburtstags von Mallnow, einem Ortsteil von Lebus, aufgenommen. In dem Ortsteil der Stadt Lebus präsentierte das Ensemble aus dem Norden Brandenburgs das Programm „Friedrich der Große und sein Müller“. Das, so Ulrich Kuchenbäcker, sei ein kleiner Erfolg gewesen.

Als es nun darum ging, einen Beitrag aus Mallnow für das Jubiläumsjahr in Lebus beizusteuern, wuchs schnell die Idee einer erneuten Zusammenarbeit mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Diesmal soll es noch spektakulärer werden.

Gastspiel in Lebus: Flyer in allen Schulen und Kitas

„Für uns als kleinen Verein ist das eine große Nummer“, sagt Ulrich Kuchenbäcker stellvertretend für seine Mitstreiter. „Aber auch für mich persönlich“, gesteht der 66-Jährige. Nahezu wöchentlich pendelt er zwischen Schwedt, wo er bis zum Beginn seines Renteneintritts im Jahr 2023 als Ingenieur im PCK gearbeitet hat, und Mallnow, wo er aufgewachsen ist und bald wieder leben und sich einbringen möchte. Als er gefragt wurde, ob er sich im Dorfentwicklungsverein engagieren möchte, habe er nicht lange gezögert.

Ulrich Kuchenbäcker aus Mallnow bei Lebus

Großer Fan: Ulrich Kuchenbäcker verbindet „Die kleine Hexe“ mit seiner Kindheit. Er hat das Stück oft im Kleist-Theater in Frankfurt (Oder) gesehen.

Katja Gehring

Die kleine Hexe von Preußler verbindet Ulrich Kuchenbäcker mit seiner Kindheit. Damals habe er das Stück oft und gerne im Kleist-Theater in Frankfurt (Oder) angesehen. „Als ich erfuhr, dass die Uckermärkischen Bühnen das Stück neu inszenieren, war ich sofort Feuer und Flamme“, erzählt der Rentner und outet sich als absoluter Fan von der Geschichte und dem Ensemble.

Mittlerweile müssten alle Kinder, die in und um Lebus eine Kita oder Schule besuchen, wissen, dass „Die kleine Hexe“ im Kulturhaus gezeigt wird. Die Vereinsmitglieder haben überall Flyer verteilt, die die Uckermärkischen Bühnen zur Verfügung gestellt hatten. Und für die Erwachsenen wurden Plakate in den Schaukästen im Amtsbereich Lebus ausgehängt.

Zum Jubiläum von Lebus: Tickets günstiger als in Schwedt

Der Dorfentwicklungsverein „Malnowe“ plant noch einiges um die Vorstellung am 27. Juni herum, wie Ulrich Kuchenbäcker ankündigt. So werde beispielsweise Ralf-Tore Fabig mit einer Ausgabe von „Die kleine Hexe“ in Buchform beschenkt. Wenn er möchte, kann er sich von der Darstellerin eine Widmung hineinschreiben lassen. Dazu haben auch die Besucher Gelegenheit.

Denn die Vereinsmitglieder sind mit der Buchhandlung „Ulrich von Hutten“ eine Kooperation eingegangen. Inhaber Jan Micklich wird Bücher für einen kleinen Basar bereitstellen, die gekauft werden können. „Ein kleiner Teil des Erlöses geht an unseren Verein“, so Ulrich Kuchenbäcker.

Die gute Nachricht für interessierte Familien lautet: Von den 199 angebotenen Tickets für die Vorstellung im Kulturhaus Lebus gibt es noch welche. Für die Vereinsmitglieder aus Mallnow wiederum ist das eine eher schlechte Nachricht. „Denn wir sind mit unserem Projekt volles Risiko gegangen“, erklärt Ulrich Kuchenbäcker.

Die kleine Hexe in Lebus

Die Vorstellung am Sonnabend, 27. Juni, beginnt um 15 Uhr.
Tickets gibt es im Mehrgenerationentreff „Wir für Lebus“, beim „Lebuser Blumenmädchen“ in Lebus, telefonisch unter 033602 2862 (montags bis freitags) sowie 033602 450636 (samstags).
Kinder zahlen 6 Euro, Erwachsene 12 Euro.

Das Budget für das Stadtjubiläum ist knapp bemessen, die meisten Veranstaltungen können nur mit Unterstützung von Sponsoren finanziert werden. Der Dorfentwicklungsverein setzt große Hoffnung in den Verkauf der Eintrittskarten, die für die Vorstellung in Lebus preiswerter angeboten werden als in der Original-Location. Kuchenbäcker: „Wenn alles funktioniert, könnte die Zusammenarbeit zwischen dem Kulturhaus und den Uckermärkischen Bühnen ausgebaut werden.“