Bahn RB26 Berlin-Polen: Ostbahn-Initiative steht beim Nachhaltigkeitspreis zur Wahl

Die Interessengemeinschaft Ostbahn (IGOB), rechts ihr Geschäftsführer Frank Schütz, setzt sich seit Jahren intensiv für den Ausbau ein. Was es jetzt mit der IGOB-Nominierung für einen Nachhaltigkeitspreis auf sich hat.
Thomas Berger/Peter Grenz- IGOB ist für den ZfK-Nachhaltigkeitsaward in der Kategorie Mobilität nominiert.
- Die Initiative setzt sich für zweigleisigen Ausbau und Elektrifizierung der RB26 ein.
- Ziel sind mehr Kapazität, erneuerbarer Strom und ein gesicherter Stundentakt an allen Bahnhöfen.
- Im Wettbewerb stehen zudem Stadtwerke Pfaffenhofen an der Ilm und SWU Verkehr aus Ulm.
- Öffentliches Online-Voting läuft vom 1. bis 21. Oktober, Infos unter www.zfk.de.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Alltäglich haben Pendlerinnen und Pendler auf der Bahnstrecke RB26 mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. Fährt mein Zug überhaupt – und wenn ja, ist er pünktlich?, lautet meist schon die bange Grundsatzfrage.
Ist dies zumindest der Fall, geht es darum, für eine eventuell längere Fahrt zur Arbeit einen der raren Sitzplätze zu ergattern, wenn es statt zwei Triebwagen selbst im Berufsverkehr wieder einmal nur ein einteiliger Zug ist. Zuletzt kam seit Ende August noch das Problem der gesperrten Toiletten hinzu.
Viele, wenn auch nicht alle Probleme hängen mit dem auf weiten Teilen eingleisigen Betrieb der 89 Kilometer langen Strecke zwischen Berlin und Kostrzyn zusammen. Doch es gibt zumindest eine Vision: Ein möglichst zügiger zweigleisiger Ausbau samt Elektrifizierung könnte die Lage entspannen und die Kapazitäten auf einer der wichtigsten Pendlerstrecken Ostbrandenburgs für den Personen- und Güterverkehr erhöhen. Stammt der dafür benötigte Strom aus erneuerbaren Energien, würde die Ostbahn zugleich nachhaltiger. Zu den Forderungen gehören außerdem die „Seelower Kurve“ als direkte Verbindung zur parallel verlaufenden Strecke des RE1 sowie ein gesicherter Stundentakt an allen Bahnhöfen.
Zweigleisig und elektrisch in die Zukunft
Genau dafür setzt sich seit der Neugründung 2020 die Interessengemeinschaft Ostbahn (IGOB) ein. Der kommunal getragene Verein verbindet die Anliegerkommunen der Strecke, den Landkreis Märkisch-Oderland und weitere Mitglieder wie die regionale Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie seit August den polnischen Landkreis Gorzów.
Jetzt hat sich die IGOB für den ZfK-Nachhaltigkeitsaward beworben und ist in der Preiskategorie Mobilität einer der drei Finalisten für die angelaufene Onlineabstimmung. Mit dem Preis soll die Beharrlichkeit des IGOB-Einsatzes gewürdigt werden, der erste Früchte trägt. So wurde der Streckenausbau im Sommer im Anhang zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz gesetzlich verankert, bisher aber noch nicht mit konkreterer Planung und Finanzierung.
Publikum entscheidet über Nachhaltigkeitspreis
Mit dem ZfK-Nachhaltigkeitsaward werden herausragende kommunale Projekte für Klima- und Ressourcenschutz ausgezeichnet. Der Preis wird in den Kategorien Digitalisierung, Energie, Entsorgung, Mobilität und Wasser vergeben. Pro Bereich gibt es drei Kandidaten. Im Bereich Mobilität konkurriert der Bewerber IGOB mit den Stadtwerken Pfaffenhofen an der Ilm und der SWU Verkehr GmbH aus Ulm.
Hinter dem Wettbewerb und der Preisverleihung steht die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK), die als Leitmedium für Stadtwerke und Versorger gilt. Der Nachhaltigkeitspreis wurde erstmals 2020 vergeben, dies ist nunmehr die siebte Auflage.
Bewerbungsfrist war bis 14. September, vom 1. bis 21. Oktober läuft nun für drei Wochen das öffentliche Online-Voting. Die jeweiligen Sieger in ihren Kategorien sollen die Preise am 4. November in Berlin zur Vorabendveranstaltung der am Folgetag stattfindenden ZfK-Nachhaltigkeitskonferenz 2026 überreicht bekommen. Abstimmen kann jeder online unter: www.zfk.de

