Johanniter starten Hilfsaktion: Food-Truck für Bedürftige im Oderbruch unterwegs

Johanniter-Food-Truck: Kristy Augustin, Landtagsabgeordnete der CDU in Brandenburg und Regionalvorstand der Johanniter, und André Zimowski mit Lunchpaketen und warmen Getränken für Hilfsbedürftige.
Peter GrenzDie Zahl der hilfsbedürftigen Menschen nimmt stetig zu. Vor allem in den Abendstunden gibt es für einige Menschen keine Verpflegungsmöglichkeit, da sich die meisten Angebote auf den Vormittag und die Mittagszeit beziehen, so die Johanniter. Mit diesem Erste-Hilfe-Food-Truck möchten sie auch für die Abendstunden ein Angebot schaffen. Am Donnerstagabend (21.12.) gingen die ehrenamtlichen Helfer erstmals auf die Tour durch das Oderbruch.
„Wir sind froh und glücklich, mit diesem Angebot noch vor Weihnachten starten zu können.“ berichtet Kristy Augustin, die neben ihrer Tätigkeit als Abgeordnete für die CDU im Brandenburger Landtag auch Regionalvorstand bei den Johannitern Oderland-Spree ist. Das Fahrzeug ist eigentlich ein Krankentransportwagen (KTW B). Für die Hilfstour wurde die Krankentrage herausgenommen, sodass man sich bei schlechtem oder kaltem Wetter im Inneren aufhalten und, dank Standheizung, aufwärmen kann. An den Haltepunkten – derzeit sind es Neuhardenberg, Manschnow, Lebus und Worin – werden warme Getränke und Lunch-Beutel ausgegeben, die individuell mit Sandwiches, Obst oder etwas Süßem befüllt werden.

Noch fehlt die vollständige Beklebung. Der Krankentransportwagen (KTW B) vom Regionalverband Oderland-Spree dient als Erste-Hilfe-Food-Truck für Bedürftige.
Peter GrenzFünf Termine im Dezember
Das Fahrzeug bietet jedoch mehr als Verpflegung und warme Getränke. Die ehrenamtlichen Sanitäter unterstützen auch mit medizinischem Rat, versorgen kleine Wunden oder sind einfach nur Zuhörer. „Bei Bedarf vermitteln wir weitere Hilfe“, erklärt Regionalvorstand Uwe Kleiner. „Wichtig ist es, es bekannt zu machen, dass wir regelmäßig da sind.“ Die nächsten Termine sind der 27./28./29. Dezember, um 17 Uhr in Neuhardenberg (Kleiderkammer), um 18.05 Uhr in Manschnow (Bürgerhaus), um 18.35 Uhr in Lebus sowie um 19.15 Uhr in Worin (Straße des Friedens). Eine Bedürftigkeitsprüfung gibt es nicht. Die Bürgermeister und Ortsvorsteher waren bei der Premiere jeweils mit vor Ort, begrüßen das Angebot und hoffen, dass die Menschen es annehmen.

Raimer Wendland, Ortsvorsteher von Manschnow, besuchte die ehrenamtlichen Helfer Yvonne Volkmer, André Zimowski und Regionalvorstand Uwe Kleiner bei ihrem Halt vor dem Bürgerhaus in Manschnow. Er begrüßt das neue Angebot, betont aber auch, dass viele Hilfsbedürftige ihre Scheu überwinden müssen.
Peter GrenzFinanziert aus Fördermitteln und Spenden
Wie Franziska Eichstädt, Pressesprecherin des Johanniter-Regionalverbands Oderland-Spree, erzählt, wurde der Anschub dieser Hilfsaktion mit Fördergeldern und Spenden finanziert. Nun müsse der Wagen noch mit dem Layout der Johanniter versehen werden. Künftig sei man für Lebensmittel und Spritkosten auf Spenden angewiesen. Vorstellen könnte sie sich aber auch eine Zusammenarbeit mit Einzelhändlern, bezüglich Lebensmittelspenden oder Gutscheinen, die Bedürftige bei ihnen einlösen könnten. Auch sei man offen und flexibel, was die Standorte angeht. „Wir müssen testen und schauen, wo wir die Bedürftigen am besten erreichen“, sagt die Pressesprecherin. Der nächste Haltepunkt ist mit Letschin schon in Planung.

