Betreuung: Kita im alten Jobcenter: Personalfrage entscheidend für Vergabe

Kita Seelow
Ulf GriegerDer Seelower Hauptausschuss hat sich am Dienstag zum Thema Vergabe der Kita–Trägerschaft für die neue Einrichtung im ehemaligen Jobcenter positioniert. Im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung hatten die Bewerber, der DRK–Kreisverband MOL–Ost und die Awo Soziale Dienste Märkisch Oderland, Konzepte vorgestellt. Die sind in den Fraktionen beraten worden. Vorsteher Wolfgang Heinze (Linke) sagte, dass er unentschieden sei. Die Awo habe ein konkreteres Konzept abgeliefert; beim DRK gefalle das stärkere Eingehen auf die Altersspezifik. Linken–Fraktionschef Klaus Richter erklärte, dass die Tendenz eher in Richtung Awo gehe. Entscheidend sei, welcher Träger in der Lage ist, das Personal dafür zu binden. Für die Fraktion HKS/CDU/FDP sprach sich Jörn Albrecht für die DRK aus. Dies vor dem Hintergrund, dass die DRK offenbar plane, die Tarife an die des öffentlichen Dienstes anzupassen. Problem: Die acht Beschäftigten des Kita–Vereins „Frechdachse“, die übernommen werden könnten, bekommen bereits höhere Gehälter. Die Kita „Frechdachse“ hat eine befristete Genehmigung im Bedarfsplan bis zur Eröffnung der neuen Kita. Die Entscheidung der Awo, Pflegeverträge wegen Personalmangel zu kündigen, habe auch eine Rolle gespielt. Für die SPD erklärte Karsten Handrick, dass ihm die Option des DRK zugesagt habe, dass auch ein Hortbetrieb möglich wäre. Für die AfD erklärt Falk Janke, dass die Tendenz eher zur DRK gehe.
