Betrug in Strausberg
: Rentner verliert hohe Geldsumme durch Krypto-Scam

Ein Rentner aus Strausberg hat einen fünfstelligen Betrag durch einen Betrug mit vermeintlichen Krypto-Investitionen verloren. Die Polizei warnt vor unseriösen Online-Trading-Plattformen.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Strausberg
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Mann tippt auf einer Tastatur: ILLUSTRATION - Mit einem perfiden Identitätsdiebstahl versuchen derzeit Betrüger mittels Fax und Mail persönliche Daten und Geld abzugreifen. (zu dpa: «Kanadisches Erbe: Millionen-Police ist nichts als Betrug») Foto: Nicolas Armer/dpa/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

In Strausberg ist ein Rentner Opfer von Cybercrime geworden: Mit dem Versprechen in Krypto-Währungen zu investieren, verlor der Mann einen fünfstelligen Geldbetrag.

Nicolas Armer/dpa-mag/dpa
  • Rentner aus Strausberg verliert fünfstellige Summe durch vermeintliche Krypto-Investitionen.
  • Betrüger täuschten durch hohe Depotgewinne, zahlten aber kein Geld aus.
  • Polizei warnt vor Trading-Scams und unseriösen Kryptoplattformen.
  • Anleger sollten ungewöhnlich hohe Renditen stets hinterfragen.
  • Verbraucherzentralen und BaFin bieten Tipps gegen Online-Betrug.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein vermeintlich lukratives Online-Angebot hat einen Rentner aus Strausberg in die Fänge von Betrügern getrieben. Wie die Polizei mitteilte, erstattete der Mann am Montag (1. September) Anzeige, nachdem er zuvor einen hohen fünfstelligen Betrag bei einer angeblichen Kryptobörse investiert hatte.

Das Geschäft schien zunächst Erfolg zu versprechen: Das Depot des Mannes wuchs auf dem Bildschirm zu einem fast siebenstelligen Betrag an.

Doch als sich der Rentner am 28. August das Depotvolumen auszahlen lassen wollte, brach der Kontakt zu dem vermeintlichen Broker ab. Seitdem ist der Mann für die angebliche Handelsplattform nicht mehr erreichbar.

Polizei warnt vor Trading-Betrug

Bereits im Februar warnte die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes vor „Trading-Scam“ im Internet. Beim Trading-Scam versprechen Betrüger Anlegern außergewöhnlich hohe Renditen, vor allem bei Kryptowährungen, Devisengeschäften oder Differenzkontrakten (Contract for Difference, kurz: CFD) und preisen angeblich innovative Produkte an.

Hinweise der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Ungewöhnlich hohe Gewinne mit wenig Einsatz sollten immer misstrauisch machen.

Seien Sie misstrauisch, wenn die Investitionen in Kryptowährungen getätigt werden sollen.

Banken und Sparkassen gehen nicht direkt auf Kunden zu, um sie zum Online-Trading zu animieren.

Informieren Sie sich über die Trading-Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen. Nutzen Sie dafür zum Beispiel die Unternehmensdatenbank der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Fragen Sie notfalls bei der offiziellen Plattform nach, wer der Händler ist.

Geben Sie keine sensiblen Daten preis, wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot, Ausweisfotos oder Ihre Anschrift.

Überweisen Sie kein Geld auf unbekannte Konten.

Die Verbraucherzentrale bietet auf ihrer Internetseite ebenfalls Tipps und Hinweise zu unseriösen Online-Tradingplattformen an. (Polizeiliche Kriminalprävention)

Der Kontakt erfolge dabei häufig unaufgefordert über Messenger-Dienste oder Internetplattformen, aber auch über Telefonanrufe. Vermeintliche Experten bieten angeblich unschlagbare Handelsstrategien oder Softwarelösungen an, die mit wenig Aufwand schnelles Geld versprechen.

„Die Opfer investieren im Glauben, gut beraten worden zu sein, doch sehen sie das investierte Geld nie wieder“, heißt es in einer Mitteilung der Polizeilichen Kriminalprävention. Auch in dem Fall aus Strausberg verlor der Rentner sein investiertes Geld. Nun ermitteln die Kriminalisten der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland.