Bootsunglück Kienitz
: Gekentertes Boot ist gehoben

Der zweite Bergungsversuch für Motorboot-Schlepper in Kienitz von mehr Erfolg gekrönt
Von
Doris Steinkraus
Kienitz
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Endlich geborgen: Taucher aus Bad Saarow haben am späten Donnerstagnachmittag mit Hebesäcken das Boot aus dem Wasser des Kienitzer Hafen gehoben.

Bernd Röseler

Am Donnerstag hat ein Taucherteam aus Bad Saarow einen zweiten Versuch gestartet, um das im Hafen von Kienitz gekenterte Boot zu bergen. Es war in der Nacht von Sonntag zu Montag auf Grund abgesunken. Offensichtlich hatte Eis den hölzernen Schiffskörper beschädigt, so dass Wasser eindringen konnte. Am Montag legten Feuerwehrleute und THW-Helfer eine Ölsperre, um damit eventuell aufschwemmende Schadstoffe  aufzuhalten. Die Ölsperre blieb bestehen, nachdem zwei Taucher am Dienstag den ganzen Tag lang bei eisigem Wind und Wassertemperaturen von zwei Grad versucht hatten, Bigbags am Bootskörper anzubringen und den Motorboot-Schlepper langsam nach oben zu befördern. Das scheiterte.

Der Einsatz der drei Taucher aus Bad Saarow am Donnerstag war dann von mehr Erfolg gekrönt. Sie hatten spezielle Hebesäcke im Gepäck, mit denen das gekenterte Boot langsam nach oben befördert wurde. Am späten Nachmittag war es dann geborgen. Mitglieder der Feuerwehr unterstützten erneut die Bergungsarbeiten und begannen mit dem Abpumpen des Wassers. Im Laufe des heutigen Tages soll das Boot in den Hafen geschleppt werden. Damit ist der Einsatz der Kienitzer und Ortwiger Feuerwehrleute aber noch nicht beendet. Sie müssen die Oberfläche des mit der Ölsperre abgetrennten Hafen-Bereiches abpumpen. Dafür stehen seit Montag entsprechende Behälter bereit. Auch mit dem bloßen Auge wurde mittlerweile ein dünner Ölfilm auf der Wasseroberfläche rund um das gesunkene Boot sichtbar. Der muss ordnungsgemäß durch die Feuerwehrleute entsorgt werden. Dann wird die Ölsperre abgebaut.