Mit einem Feuerwerksknall und Freudenfeuer sind am Sonnabend die Rolltore zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses hochgegangen. Dank einer Initiative des Fördervereins der Feuerwehr prangen nun auch das von Sebastian Bonin gestaltete umflammte Wappen von Genschmar und die Wehrbezeichnung groß an der Seitenwand des Depots.
Ausrückzeiten deutlich verkürzt
Zuvor hatten die Kita-Kinder den Feuerwehrleuten zum Dank für ihre stete Einsatzbreitschaft ein tolles Programm geboten. Die Möglichkeit, nun das neue Haus in Augenschein zu nehmen, ließen sich die Genschmarer und ihre Gäste sowie die Mitglieder der benachbarten Feuerwehren, unter ihnen auch eine Seelower Delegation, nicht nehmen. Genschmars Wehrführer Matthias Gülke und seine Kollegen wiederholten geduldig, was das neue Gerätehaus für ihren ehrenamtlichen Dienst bedeutet: "Wir konnten es ja bereits bei einigen Einsätzen testen. Dabei haben wir festgestellt, dass sich die Alarmierungszeiten von vorher 5 bis 8 Minuten auf jetzt drei bis 6 Minuten verkürzt haben. Der Grund liegt vor allem darin, dass wir hier nun alles an einem Platz haben und nicht wie vorher im Dorf verteilt." Ein modernes Heizungssystem sorgt dafür, dass die Fahrzeuge auch bei 20 Grad unter Null Außentemperatur konstant bei plus 15 Grad stehen und somit das Löschwasser in den Tanks verfügbar bleibt. Die Wände sind trotz der Leichtbauweise gut isoliert, so dass auch nach dem Öffnen und Schließen der Hallentore bald wieder die erforderliche Temperatur herrscht. Deulich verbessert wurde die Sicherheit der Einsatzkräfte beim Umziehen. Die Spinde für die aktuell 28 Mitglieder sind auf modernstem Stand. "Im alten, nur 55 Quadratmeter großen Gerätehaus war es zu eng und damit gefährlich", erinnerte Matthias Gülke. Das Neue bietet 210 Quadratmeter Platz.
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Vize-Bürgermeisterin Astrid Grünkorn bedankte sich im Namen der Gemeinde bei allen, die zum Gelingen des Baues beigetragen haben. Die Liste der Väter des Erfolgs sei lang. Vor allem aber bedankte sie sich bei Bürgermeister Dirk Hundertmark und Amtsbrandmeister Andreas Zwick, die das Projekt über viele Jahre hinweg beharrlich vorangetrieben haben. Der Dank ging an das Land als Fördermittelgeber für das rund 300 000 Euro teure Projekt, an das Amt Golzow, das nun dort Hausherr ist und die Baufirmen, die wie IWT auch mit originellen Lösungen  im Einsatz waren. Und schließlich beim Amtsausschuss, der bewilligt hat, dass nun noch ein Zuschuss für die Befestigung der Stellplätze für die Einsatzkräfte eingesetzt wird.
Anerkennung für Einsatzkräfte
Simona Koß, SPD-Landtagabgeordnete, sah in dem Neubau auch eine Anerkennung der durch den Feuerwehrsport weit über die Landesgrenzen bekannten Genschmarer Feuerwehrleute. Amtsausschussvorsitzender Dieter Rauer betonte die große gesellschaftliche Rolle der Feuerwehr in Genschmar. In dem Dorf sei jeder zehnte Einwohner in der Feuerwehr aktiv. Das neue Haus möge dazu beitragen, dass dies auch so bleibt. Amtsdirektor Lothar Ebert betonte den Pioniercharakter des Neubaus. Es sei das erste Mal, dass so ein Projekt komplett in Amtsregie realisiert werde. Das nächste stehe bereits an: der etwa drei Mal so teure Neubau des Manschnower Gerätehauses im nächsten Jahr.