Corona
: Geschäfte in Seelow wieder geöffnet

Einzelhändler und Kunden freuten sich am Mittwoch über die Möglichkeit, in der Kreisstadt wieder einkaufen zu können.
Von
Cornelia Link-Adam
Seelow
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  • Wiedereröffnung der kleineren Einzelhandels-Geschäfte in Seelow: Am Mittwoch sorgten Ines Zschoch, Chefin von "Schuh Richter" (r.), auch bei Margrit Pantel für Desinfektion der Hände. Die Seelower Stammkundin suchte "was zum Reinschlüpfen".

    Wiedereröffnung der kleineren Einzelhandels-Geschäfte in Seelow: Am Mittwoch sorgten Ines Zschoch, Chefin von "Schuh Richter" (r.), auch bei Margrit Pantel für Desinfektion der Hände. Die Seelower Stammkundin suchte "was zum Reinschlüpfen".

    Cornelia Link-Adam/MOZ
  • Verteilten Hinweis-Zettel und kontrollierten: Simeon Apostolow und Falk Angrick (v.l.) vom Ordnungsamt waren in den Läden unterwegs.

    Verteilten Hinweis-Zettel und kontrollierten: Simeon Apostolow und Falk Angrick (v.l.) vom Ordnungsamt waren in den Läden unterwegs.

    Cornelia Link-Adam
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Das Seelower Einzelhandels–Geschäft ist — wie viele andere — seit Mittwoch wieder geöffnet. Kunden kamen schon am Vormittag.

Die Mitarbeiterin steht mit Mundschutz mit Kollegin Viola Ostrzinski zwischen vollen Regalen. Da man nur 169 Quadratmeter Fläche habe, musste man nichts absperren. Acht Kunden dürfen maximal das Geschäft betreten. Etliche Stammkunden kamen um 9 Uhr zur Eröffnung.

Abstandsregeln und Korbpflicht

Auch bei Kik wird eingekauft. 25 Kunden dürfen maximal ins Geschäft, Mitarbeiter achten auf die Einhaltung der Korbpflicht und Abstandsregeln. Zulauf gibt es auch in der Deichmann–Filiale. Am Eingang de Schuhgeschäfts bekommen Kunden die Hände desinfiziert und einen der 15 Chips ausgereicht. So behält das Team die Übersicht. „Bleiben Sie schön gesund“, ruft ein Kunde den Mitarbeitern zu, die allesamt Mundschutz tragen.

13 Körbe, maximal 13 Kunden — so regelt Tedi die Wiedereröffnung. Erste Kunden waren überpünktlich da, es gibt Abstands–Markierungen auf dem Boden, Plastik–Schutz an der Kasse. "Ich brauchte eine Toilettenbürste. Und hab’ gleich noch Solarleuchten und Handbürsten mitgenommen, damit wir uns gut säubern können“, erzählt Jutta Reddemann. Die Diedersdorferin findet es toll, dass die Geschäfte wieder offen sind.

Nebenan, bei Augenoptik Schuster, dürfen Kunden nur einzeln eintreten, müssen zudem Mundschutz tragen. Bei Optikerin Jana Diedtemann lassen sich einige Kunden die Brillen richten. Tim Feistel braucht eine neue, weil seine kaputt gegangen war. Ruhig lässt der Teenager das Vermessen der Augen und den Test der Seefähigkeit über sich ergehen.

Die Gartenmöbel stehen wieder vor dem Geschäft des Dänischen Bettenlagers. Ein Mitarbeiter berichtet vom Reduzieren der Verkaufsfläche auf die zulässigen 800 Quadratmeter, zeigt auf Hinweisschilder, Desinfektionsmittel und die Folienwand an der Kasse. „Ein paar Kunden waren schon da“, sagt er und bezeichnet die Situation als „erweiterte Herausforderung“. Der Zuspruch werde sicher noch mehr werden, „aber jetzt ist kurz vor Monatsende, da haben die Leute weniger Geld.“

Ins Geschäft wollen auch Simeon  Apostolow und Falk Angrick vom Ordnungsamt. Sie verteilen Info–Zettel zum Hygiene–Verhalten und die jüngste Öffnungs–Verordnung vom Land. Mit Kollegen besuchen sie gut 50 Läden in der Stadt. „Alle Besitzer sind dankbar, dass es wieder losgehen kann“, sagt Apostolow.

Freudig strahlt „Mode Zicke“ Simone Richter. Soforthilfe über die ILB habe sie bekommen, um die Schließzeit von fünf Wochen zu überbrücken. Voller Elan verkaufte sie zur Wiederöffnung gleich drei Teile. Einen handgemachten Mundnasen–Schutz von Schneiderin Petra Müller nahm sich Andrea Gast aus Letschin mit. Sie will bald eine Hose des Gatten zum Kürzen herbringen.

Zulauf unterschiedlich

Auch bei „Trend Fashion“ läuft der Verkauf wieder an. Raumausstatter Uwe Miesterfeld hatte sogar mehr Kunden als gedacht. Gardinen bestellte sich hier Familie Wirth. „Das war wieder eine super Beratung“, lobten die Letschiner.

Elektronikfachmann Dirk Mahrenholz berichtet von ersten Kundengesprächen. „Viele wollen einen Fernseher auch sehen und anfassen“, sagt er und lässt maximal drei Leute ins Geschäft. Bei „Schuh–Richter“ war das Kaufverhalten der Kunden laut Ines Zschoch zurückhaltend. Sie begrenzt vorübergehend ihre Öffnungszeiten auf 17 Uhr. Darüber denkt auch Karin Gunderjahn vom Buchladen nach. „Die Menschen sind vernünftig“, sagt sie.

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