Bis Pfingsten gab es in Seelow über Monate das Testzentrum im Kulturhaus, welches der DRK Kreisverband Märkisch-Oderland-Ost mit dem Landkreis MOL betrieben hatte. Ebenso gab es Teststellen in Wriezen, Müncheberg, Letschin und Bad Freienwalde. Alle Einrichtungen wurden mangels Zulauf geschlossen – Bad Freienwalde machte als Letztes zum 30. Juni dicht. Nun hat das DRK am Dienstag (2. August) wieder eine Teststelle in der Kreisstadt eröffnet. Warum es dazu kam und wer sie nutzen kann.
Gründe für die Einrichtung der Teststelle gebe es gleich zwei, sagt Cordula Töpfer, die Kreisgeschäftsführerin des DRK. Angesichts steigender Infektionszahlen im Zuge der Sommerwelle der Corona-Pandemie und wegen der erhöhten Nachfrage habe man sich entschlossen, erneut eine Teststelle in Seelow einzurichten. „Wir hatten viele Anfragen von Bürgern aus unserer Region, die mangels Teststelle bis nach Strausberg mussten. Dem wollten wir entgegensteuern und hier wieder ein Angebot schaffen“, erklärt Cordula Töpfer am Dienstagvormittag auf Nachfrage von MOZ.de in Seelow.
Eingerichtet sei die Teststelle beim DRK-Stützpunkt in der Feldstraße 2a. Sollten die Zahlen weiter rapide steigen, wäre ein Umzug ins Kulturhaus eine Option – wenn die Stadt als Vermieter es unterstützt. Geöffnet hat die Teststelle ab sofort werktags von 9 bis 11 Uhr. Eingerichtet ist sie in einer Garage zwischen Geschäftsstelle und Kleiderkammer auf dem Hof. Parkplätze sind vorhanden. „Kommen darf zur Teststelle jeder“, wird betont. Angeboten werden Bürgertest (Schnelltests) und auch PCR-Tests.

Für wen das Testen noch kostenfrei ist

Die kostenlosen Bürgertests für alle gibt es seit dem 30. Juni nicht mehr. Kinder unter fünf Jahren, Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel, Angehörige von Covid-Infizierten, chronisch Kranke, die sich nicht impfen lassen können, sowie Besucher von Pflegeheimen, Kliniken oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Corona-Infizierte können sich noch kostenfrei testen lassen.

Wer was bezahlen muss

Wer daheim schon einen Schnelltest macht, der positiv ausfällt, kann ihn als Beweis gerne mitbringen. Alternativ können sich Arbeitnehmer, die sich schlecht fühlen, einfach direkt in der Teststelle testen lassen. Fällt das Ergebnis positiv aus, folgt gleich der PCR-Test, den man dann auch nicht bezahlen muss.
Für alle anderen, die einfach nur mal wissen wollen, wie ihr Corona-Status ist oder einen Nachweis für Großveranstaltungen oder Reisen brauchen, müssen drei Euro für den Bürgertest zuzahlen und 75 Euro privat für den PCR-Test. Bezahlt werden kann ausschließlich bargeldlos per Karte.

Krankenkassenkarte ist mitzubringen

Nach einer Infektion kann man sich nach fünf Tagen in häuslicher Isolation auch wieder vor Ort „freitesten“. Ist der Nachweis negativ, kann man sich damit in der Apotheke den Genesenen-Status als Zettel oder im Handy nachweisen lassen. „Dieser Status gilt vierteljährig für Ungeimpfte und halbjährig für Geimpfte“, informiert Steffi Hartmann am Empfang der Teststelle. Die Hauswirtschafterin kümmert sich um die Eingabe der Daten, Renate Kulicke hat das Testzentrum im Kulturhaus schon unterstützt und hilft auch beim Einarbeiten an der neuen Teststelle.
Sie betont, man müsse die Krankenkassenkarte mitbringen und Pflegefachkraft Carmen Volkmann führt in Vollschutz aktuell die Testungen durch. Bei Bedarf wird die Personalstärke auch aufgestockt, betont Cordula Töpfer.

Anmeldung ist möglich, aber nicht nötig

Kommen kann jeder zur Teststelle ohne Termin. Wer mag, kann sich aber auch unter www.drk-mol-ost.de vorher anmelden. Man kann das Ergebnis des Bürgertests vor Ort abwarten oder es sich aufs Handy oder per E-Mail zusenden lassen. Vier Personen waren schon in der ersten Stunde der Öffnung an der Einrichtung, drei weitere wurden noch erwartet. „Das Angebot muss sich ja erstmal rumsprechen“, erklärt Cordula Töpfer. Werde die Teststelle gut angenommen und sei der Zulauf groß, werde man nach Möglichkeiten die Öffnungszeiten auch ausweiten, kündigt sie an. Seelow sei ein Versuchs-Bereich, erst danach werde man entscheiden, ob man in anderen Städten und Dörfern auch wieder Teststellen anbietet.
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