Ehrenamt in Letschin
: Norbert Kaul zum Ehrenbürger ernannt

EilmeldungDie Gemeinde Letschin hat einen neuen Ehrenbürger. Norbert Kaul (80) wurde dazu beim Ehrenamtsempfang ernannt.
Von
Ulf Grieger
Letschin
Überrascht von "seinen Letschinern: Norbert Kaul, seit Bildung der amtsfreien Gemeinde 2003 Vorsitzender des Gemeinderats, ist nun Ehrenbürger der Gemeinde im "Herz des Oderbruchs".

Überrascht von„ seinen“ Letschinern: Norbert Kaul, seit Bildung der amtsfreien Gemeinde 2003 Vorsitzender des Gemeinderats, ist nun Ehrenbürger der Gemeinde im „Herz des Oderbruchs“.

Ulf Grieger

Es war die Überraschung des Abends im Haus Lichtblick in Letschin: Zum Ehrenamtsempfang am Freitag, 26. April, ist der langjährige Vorsitzende des Gemeinderats Norbert Kaul zum Ehrenbürger ernannt worden. Bürgermeister Michael Böttcher würdigte die kommunalpolitische Lebensleistung des beliebten Letschiners, der Ende Januar seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte. Böttcher erinnerte daran, dass sich Norbert Kaul seit 35 Jahren in der Gemeinde engagiert hat.

Letschin ernennt Ehrenbürger: Norbert Kaul ausgezeichnet

Am 6. Mai 1990 war er mit der Wählergemeinschaft der evangelischen Kirche in den Gemeinderat gewählt worden. Viele Jahre war er stellvertretender Amtsausschussvorsitzender. Zur Bildung der amtsfreien Gemeinde Letschin 2003 wurde Kaul per Losentscheid zum Vorsitzenden des Gemeinderats gewählt und blieb es bis heute.

Herzlichen Glückwunsch in Letschin: Landrat Gernot Schmidt (l.) und Bürgermeister Michael Böttcher gratulieren Norbert Kaul zur Ehrenbürgerschaft.

Herzlichen Glückwunsch in Letschin: Landrat Gernot Schmidt (l.) und Bürgermeister Michael Böttcher gratulieren Norbert Kaul zur Ehrenbürgerschaft.

Ulf Grieger

Böttcher erinnerte aber auch daran, dass Norbert Kaul zu den Gründungsmitgliedern des Letschiner Karnevalsvereins gehört und maßgeblich dazu beitrug, dass das Oderbruch das Siegel  „Europäisches Kulturerbe“ erringen konnte. Mit Horst Wilke aus Neulietzegöricke war er einer der Motoren der KAG Kulturerbe Oderbruch.

Norbert Kaul aus Letschin: Rund 27,4 Millionen Euro investiert

Norbert Kaul selbst zog eine erfolgreiche Bilanz der zurückliegenden Wahlperiode und bedankte sich beim Team der Gemeindeverwaltung, den Abgeordnetenkollegen und allen, die halfen, dieses gewaltige Pensum zu bewerkstelligen. Er erinnerte an den Straßenbau in Wollup und Basta, an die Sanierung von Schulhof und Sportanlagen sowie an den Erwerb von Wohnungen und Gebäuden. Insgesamt habe Letschin in der Wahlperiode rund  27,4 Millionen Euro investiert, so Kaul.

Der Ehrenamtsempfang stand im Zeichen des Kulturerbes Oderbruch. Darauf war auch die Festrede von Bürgermeister Michael Böttcher gemünzt. Böttcher gab einen Rückblick auf die Ideenfindung, die Landschaftstage und die Oderbruchtage und würdigte die acht Kulturerbstätten in der Gemeinde Letschin.

Ausgezeichnet: Auf Vorschlag der Ortsvorsteher und des Bürgermeisters wurden am 26. April in Letschin engagierte Ehrenamtler geehrt.

Ausgezeichnet: Auf Vorschlag der Ortsvorsteher und des Bürgermeisters wurden am 26. April in Letschin engagierte Ehrenamtler geehrt.

Ulf Grieger

Landrat Gernot Schmidt würdigte diese erfolgreiche Entwicklung auch als eine Stärkung der Gemeinschaft in der Region. Er machte deutlich, wie wichtig der europäische Gedanke, das Zusammenwachsen Europas, für das Oderbruch sei. Und er machte Mut, die kommunale Selbstverwaltung als Basis zu nutzen, auch einmal eigene Wege zu gehen, wenn sie als besser angesehen werden, als die Vorgaben von oben.

Bürger des Jahres 2024

Auf Vorschlag der Ortsvorsteher wurden folgende Bürger für ihr Engagement geehrt:

Letschin:  Herbert Schanowski und Ralf Knopke
Kienitz: Burkhard Blank
Sophienthal: Botmer Mischke
Gieshof-Zelliner Loose: Marco Treptow
Ortwig: Otmar Krause
Neubarnim: Brigitte Stange
Steintoch: Hannelore Weber
Sietzing: Elke Schossig und Sven Bergemann
Auf Vorschlag des Bürgermeisters: Kai Herrmann (Groß Neuendorf)

Mit der Theodor-Fontane-Ehrentafel: Wolfgang Bartsch und Manfred Dannegger

Simona Koß, Bundestagsabgeordnete der SPD, würdigte die große Anzahle der Kandidaten, die in Letschin um die Mandate ringen, als Zeichen dafür, dass sich immer mehr Menschen aktiv einbringen wollen in die Entwicklung der Gemeinde.

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