Erneuerbare Energien
: Windradbau bei Dolgelin ist abgelehnt

Die Gemeindevertretung Lindendorf votierte gegen Bauantrag der Firma Prokon e.G. bezüglich einer 240 Meter hohen Anlage.
Von
Cornelia Link-Adam
Dolgelin
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Schon genug Windräder: Gegen den Bau einer Anlage bei Dolgelin stimmte der Gemeinderat Lindendorf.

Cornelia Link-Adam

Das Landesamt für Umwelt hatte das Lindendorfer Gremium erneut um Stellungnahme zum Bauvorhaben gegeben. Das Areal ist Teil des Windeignungsgebietes 39 „Friedersdorf–West“. Die Anlage des Typs General Electric (Nennleistung 5,5 MW, Rotordurchmesser: 158 Meter, Nabenhöhe: 161 Meter und Gesamthöhe: 240 Meter) soll im zweiten Halbjahr 2021 in Betrieb genommen werden. Für den Standort sei vorgesehen, eine Löschwasserentnahmestelle in 600 Meter Entfernung zu errichten. Die Erschließung zum Windrad soll von der K 6402 über einen Schotterweg erfolgen. Nach Ende der Laufzeit der Anlage werde diese samt Fundament zurückgebaut, hieß es im Bauantrag des Investors, eingereicht beim Landesamt. Die Gemeinde Lindendorf hatte einen Antrag zur Errichtung einer Windkraftanlage allerdings am selben Standort bereits im Sommer 2019 abgelehnt. Damals wollte Prokon dort eine Vestas errichten, mit gleichen Parametern.

Die Gemeindevertreter hatten den Beschluss zur Baugenehmigung im Juli noch vertagt — man erhoffte sich mehr Infos. Dieses Mal ging die Entscheidung über die General Electric–Anlage fix. Neue Fakten habe man nicht erhalten, sich auch schon über Jahre mit dem Thema beschäftigt, so der Bürgermeister Helmut Franz und sagte etwas resignierend: „Wir wissen ja wie’s ausgehen wird.“ Gemeint war damit die Genehmigung von Windrädern auch trotz Ablehnung der Gemeinde. Der Abgeordnete Jens Riegner berichtete von der Info–Veranstaltung gegen Windradbau jüngst in Dolgelin, bei der etliche Einwohner das Vorhaben ablehnten. Der Gemeinderat stimmte gegen den Bauantrag mit acht Stimmen und zwei Enthaltungen.