Flüchtlinge in Oderaue: Mutmaßlicher Schleuser an der Europabrücke festgenommen

Die Europabrücke Neurüdnitz/Sikierki. In letzter Zeit ist sie nicht nur bei Fahrradfahrern, sondern auch bei Migranten beliebt. Die Bundespolizei kontrolliert hier verstärkt auf illegale Einreisen.
Felix KroneAm Mittwochabend (3. Juli) überprüften Einsatzkräfte nach Angaben der Bundespolizei drei Personengruppen, die ab 19 Uhr über die Europabrücke Neurüdnitz/Sikierki nach Deutschland einreisen wollten. Dabei gingen ihnen fünf syrische Männer sowie ein irakischer und ein somalischer Staatsangehöriger im Alter von 15 bis 42 Jahren ins Netz. Die erforderlichen Dokumente für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland konnten die Männer nicht vorweisen.
Der sofort informierte polnische Grenzschutz hat sich daraufhin einen 47-jährigen türkischen Mann, der sich ganz in der Nähe aufhielt, genauer angesehen. In seinem PKW fanden die polnischen Einsatzkräfte zerrissene Dokumente, die den kurz zuvor in Deutschland aufgegriffenen Migranten zugeordnet werden konnten. Der 47-Jährige wurde vom Grenzschutz vorläufig festgenommen.
Fünf Männer wurden in Hohenwutzen nach Polen übergeben
Der Ermittlungsdienst der Bundespolizei hat gegen den mutmaßlichen Schleuser ein Verfahren wegen des Einschleusens von Ausländern eingeleitet.
Die deutschen Beamten nahmen die sieben an der Europabrücke eingereisten Männer mit zur Dienststelle und leiteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise ohne Pass bzw. ohne gültigen Aufenthaltstitel ein.
Von den sieben Herren, deren illegale Einreise am Mittwochabend festgestellt wurde, wurden fünf in Hohenwutzen am ehemaligen Grenzübergang an den polnischen Grenzschutz übergeben. Die beiden unbegleiteten Minderjährigen brachten die Einsatzkräfte zu einer Jugendeinrichtung in Frankfurt (Oder).

