Noch ohne Stau und sonstige Hindernisse läuft der Grenzverkehr über die deutsch-polnische Grenze in Küstrin/Kostrzyn am Montagvormittag.
Allerdings hatte die Landesregierung bereits am Sonntag in Grundzügen bekannt gegeben, dass auf unnötige Fahrten über die Grenze verzichtet werden soll. Für den kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben, ist bislang keine Quarantänepflicht festgelegt worden.
Die soll nach bisherigen Angaben auch nicht für Durchreisende, Berufspendler und medizinisches Personal wie Ärzte und Pfleger gelten. Weitere Ausnahmen soll es für den Besuch naher Verwandter und Lebensgefährten geben.

Weitere Details nach der Kabinettssitzung erwartet

Im Brandenburger Innenministerium verweist man auf die heutige Kabinettssitzung, nach der weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden sollen, so Sprecher Andreas Carl.
Die Bundespolizei werde wie bisher im gesamten Binnengrenzraum stichprobenartige Kontrollen durchführen, informiert Sprecher Michael Spieß. Er verweist auf die Verordnung des Landes, die bis zum Mittwoch veröffentlicht wird. Für die Durchsetzung der Eindämmungsmaßnahmen seien die Gesundheitsämter zuständig. Wer sich also trotz der Einschränkungsverordnung zur Einkaufstour ins Nachbarland aufmacht, der müsse damit rechnen, dass das für ihn zuständige Gesundheitsamt seines Wohnortes darüber informiert wird.
Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatten vor allem Kontrollen auf polnischer Seite dazu geführt, dass kilometerlange Staus entstanden waren.
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