Neue ARD-Serie: Der Oderbruch-Krimi – Stars, Sendetermin und wo gedreht wurde

Das Erste bringt das Oderbruch ins Fernsehen. In der Krimi-Reihe übernehmen bekannte Stars die Ermittlungen. Dabei geht es um Mord, einen alten Mythos und auch um die Oderflut von 1997.
ARD Degeto/Surreal Dogs GmbH/CBS Studios/ReproAngler stoßen im Morgengrauen auf einen gewaltigen Leichenberg. Schnell wird eine Sondereinheit der Polizei in das deutsch-polnische Grenzgebiet geschickt, um den monströsen Fall aufzuklären. Waren es ein oder gar mehrere Serienkiller? Oder ist dies das Werk einer grausamen Sekte? Drei Ermittler – eine Frau und zwei Männer – beginnen in dem Fall zu ermitteln
Das ist der Ausgangspunkt für die Highend-Serie, die während ihrer acht Folgen bekannte Genre-Grenzen überspringt und einen Twist ins Übernatürliche macht, wie es die ARD Degeto ankündigt.

Im Oderbruch-Krimi geht es mystisch zu.
ARD Degeto/Surreal Dogs GmbH/CBS Studios/ReproKaroline Schuch und Felix Kramer in den Hauptrollen
Die Hauptrollen übernehmen bekannte Darsteller. So spielt Felix Kramer den ortskundigen Kriminalkommissar Roland Voit. Seine einstige Jugendliebe, die ehemalige Polizistin Maggie, wird von Karoline Schuch verkörpert. Auch Lucas Gregorowicz – bekannt aus dem Polizeiruf – ist als der polnische Kripobeamte Stanislaw Zajak mit von der Partie.
Er und Roland Voit sollen die ungeheuerliche Mordserie zusammen untersuchen. Maggie, die zu den Ermittlungen hinzugezogen wird, hatte Ort und Familie nach dem mysteriösen Tod ihres geliebten Bruders bei der Oderflut 1997 verlassen. „Gemeinsam, und doch jeder für sich, versuchen die drei hinter das Geheimnis des Leichenberges zu dringen“, kündigt Degeto an. „Dabei wird Maggie in die dunkle Vergangenheit ihrer eigenen Familie gezogen. Und was sie herausfindet, bringt sie an die Grenze des Vorstellbaren.“

Karoline Schuch und Felix Kramer in einer Szene aus der ersten Folge.
ARD Degeto/Syrreal Dogs GmbH/CBS Studios/Stefan ErhardAusstrahlung an zwei Abenden im Januar 2024
Die ganze Geschichte können Krimi-Fans im Januar 2024 im Fernsehen und in der Mediathek anschauen. Die ersten vier Folgen der Mini-Serie werden am Freitag, 19. Januar 2024, ab 22.20 Uhr in der ARD gezeigt. Eine Woche später – am 26. Januar – gibt es dann zur gleichen Zeit die letzten vier Folgen am Stück zu sehen. Die Verfügbarkeit in der Mediathek ist mit ebenfalls mit dem 19. Januar angekündigt.
Die ersten Drehbücher für den Oderbruch-Krimi wurden schon im Jahr 2020 geschrieben. „Seitdem haben wir durchgängig – auch heute noch – an der Serie gearbeitet“, so Produzent Siegfried Kamml. Für das Oderbruch als Schauplatz des Krimis habe man sich entschieden, weil es leer wirkt, einsam, naturnah. „Und sehr schön“, wie Kamml betont. „Es hat eine Landschaft mit Geschichte.“

Lucas Gregorowicz (l.) als polnischer Ermittler Stanislaw Zajak, der mit Roland Voit (Felix Kramer) zusammenarbeitet.
ARD Degeto/Surreal Dogs GmbH/CBS Studios/ReproGedreht wurde in Görlitz und Polen
Allerdings wurde der Oderbruch-Krimi unter der Regie von Adolfo J. Kolmerer und Christian Alvart nicht zwischen Lebus und Hohensaaten gedreht. Vielmehr entschied man sich für Drehorte abseits des Oderbruchs. Die Wahl fiel auf Görlitz und Polen. Man sei dort bereits mit anderen Produktionen gewesen und wusste, dass sich das, was die Landschaft ausmacht, genau dort vermitteln lässt.
„Das echte Oderbruch ist eine abgelegene Gegend, da gibt es viele Naturschutzgebiete, seltene Vögel, die genau in der Drehzeit brüten“, erklärt Siegfried Kamml, warum sich für einen anderen Drehort entschieden wurde. Es habe aber auch ganz pragmatische Gründe gegeben: „Die Anfahrt dauert ewig, die Unterbringung für ein großes Team wie unseres ist schwierig – das ist logistisch fast unmöglich“, bedauert er.

Adolfo J. Kommerer (l.), Regisseur vom Oderbruch-Krimi, bei den Dreharbeiten.
ARD Degeto/Surreal Dogs GmbH/CBS Studios/Stefan ErhardZu lange Wege im Oderbruch
Trotzdem blieb das Oderbruch bei der Produktion der gleichnamigen Krimi-Serie nicht außen vor. Kamml: „Wir waren mit unseren Location-Scouts im Oderbruch, haben Fotos gemacht, uns alles gemeinsam angeguckt. Einmal ästhetisch, um den Look der Serie festzuzurren, und dann logistisch.“
Vor Ort gewesen zu sein bezeichnet der Produzent auch deswegen als wichtig, weil „wir natürlich so nahe wie möglich am Original sein wollen – dann muss man auch wissen, wie es da aussieht.“ Und dann verrät er jetzt schon ein Detail aus dem Oderbruch-Krimi: „Wir drehen eine reale Brücke über die Oder – wenn der Zuschauer so ein markantes Landschaftselement sieht, denkt er sich den Rest dazu.“




