AKTUALISIERUNG: Schauspieler Lucas Gregorowicz hat sich über seinen Abgang beim ARD-Sonntagskrimi „Polizeiruf 110“ geäußert. „Nach sieben Jahren und zwölf Abenteuern ist es Zeit zu gehen“, sagte der 45-Jährige laut Mitteilung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) vom Dienstag. Mit der Episode „Abgrund“, die Ende des Jahres ausgestrahlt wird, verabschiedet er sich aus der erfolgreichen Krimireihe.

Was sagt Gregorowicz selbst?

„Ich bin sehr dankbar für diese Zeit“, so der Schauspieler. „Für die Menschen, mit denen ich arbeiten durfte, die Freundschaften und die Chance, meine eigene polnische Seite in diesem erstklassigen Format ausleben zu können, Maria Simon, dem Sender rbb und den immer großartigen Teams und fantastischen Kolleginnen und Kollegen dies- und jenseits der Grenze.“ Er wünsche allen Beteiligten, „dass der "Polizeiruf 110" auch in Zukunft relevant und unterhaltsam bleibt.“
Am Montag Abend war bekannt geworden, dass Lucas Gregorowicz die ARD-Krimireihe „Polizeiruf 110“ verlässt. Die Kultur- und Filmchefin des rbb, Martina Zöllner, sagte: „Wir respektieren die Entscheidung von Lucas Gregorowicz und danken ihm für zwölf sehr besondere Episoden, die er als Kriminalhauptkommissar Adam Raczek entscheidend mitgeprägt hat.“ „Mit dem "Polizeiruf 110: Abgrund", der im Frühjahr 2022 gedreht wurde und Ende des Jahres ausgestrahlt wird, verabschiedet er sich aus der Filmreihe.“

Wie geht es weiter mit dem Frankfurter Polizeiruf?

Lucas Gregorowicz spielt seit 2015 die Figur des Adam Raczek. Zunächst war er dabei in der Serie Partner von Olga Lenski gewesen - bis deren Darstellerin Maria Simon 2020 die Reihe verließ. Seit 2021 bildet Adam Raczek ein Duo mit dem Ermittler Vincent Ross, gespielt von André Kaczmarczyk. Sie ermitteln für die deutsch-polnische Mordkommission im Grenzort Świecko. Zwei Filme haben sie gemeinsam durchgehalten: Der erste gemeinsame Film hieß „Hildes Erbe“, der zweite „Abgrund“. Derzeit laufen die Dreharbeiten für den „Polizeiruf 110: Gott des Bankrotts“. Hier ermittelt Ross (André Kaczmarczyk) zunächst solo weiter. Gedreht wurde vom 14. Juni bis 12. Juli in Frankfurt (Oder), Gröben und Berlin. Die Ausstrahlung ist für das erste Quartal 2023 im Ersten geplant.

Worum geht es im ersten Polizeiruf ohne Lucas Gregorowicz?

Antoni Mazur (Frank Jendrzytza) wird tot in einer Kiesgrube aufgefunden, rund 500 Meter entfernt vom Jakobsweg, der direkt durch Brandenburg führt. Der Tote, ein polnischer Staatsbürger, war anscheinend mit vielen anderen Pilgern unterwegs. Der erste am Fundort der Leiche ist ein Polizist aus dem nahegelegenen Revier in Lebus, Karl Rogov (Frank Leo Schröder), der sofort die Befragung der Pilger übernimmt. Für Kriminalhauptkommissar Vincent Ross (André Kaczmarczyk) kommt diese Unterstützung sehr gelegen. Es stellt sich heraus, dass Mazur massive finanzielle Probleme hatte und ihm ein Insolvenzverfahren bevorstand. Seine Frau Lina (Katrin Heller) und sein Vater Klaudiusz (Roman Wieslaw Zanowicz) berichten von dem enormen Druck, den Insolvenzverwalter Udo Schick (Bernhard Schir) und sein Schuldenberater Jonathan Hüter (Godehard Giese) auf ihn ausgeübt haben sollen. Als herauskommt, dass der Insolvenzverwalter seine Tochter Maria Schick (Anna-Maria Bednarzik) auf dem Pilgerweg, kurz vor dem Tod von Antoni Mazur, abgefangen hat, gerät er unter Tatverdacht. In weiteren Rollen spielen Fritz Roth, Klaudiusz Kaufmann, Anna-Maria Bednarzik, Imke Büchel, Tomek Nowicki u.a.
Am Montag war ebenfalls bekanntgeworden, dass die Schauspielerin Verena Altenberger beim Münchner „Polizeiruf 110“ aussteigt.