Oboa-Festival 2025: Eintritt, Essen, Programm – Infos zum Wochenende in Gorgast

OBOA im Fort Gorgast: Bald werden die historischen Mauern wieder zur Festival-Location – mit umfangreicher Line-up.
Oliver Hinck- OBOA-Festival 2025: Am 8. und 9. August in Fort Gorgast mit Rock, Punk, Reggae und kostenlosem Eintritt.
- Festival-Motto „Draußen und umsonst“ – klare Haltung gegen Hass und Diskriminierung.
- Vegane Speisen aus praktischen Gründen, keine Umerziehung – eigener Verzehr bleibt frei.
- Sicherheitsmaßnahmen verstärkt – rechte Symbole und diskriminierendes Verhalten unerwünscht.
- Familienfreundlich: Kinderprogramm, ausgewiesener Bereich auf dem Zeltplatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Alt und modern – ein Gegensatz, der im Fort Gorgast funktioniert. Zumindest an den zehn Tagen im Jahr, an denen das OBOA-Festival vorbereitet und schließlich stattfinden wird. Am Freitag (8. August) ab 17 Uhr und am Sonnabend (9. August) ab 12 Uhr ist es wieder so weit. DJs legen auf und es gibt Live-Musik – auf der Bühne und in den historischen Gemäuern. Wer Rock, Punk, Ska, Metal oder Reggae mag, kommt hier auf seine Kosten.
Die Mitglieder des Vereins „Break Tribe Music“ veranstalten das Festival seit vielen Jahren unter Motto „Draußen und umsonst“. Und auch wenn sich das Programm im Laufe der Zeit gewandelt hat und erweitert wurde – eines ist immer gleich geblieben: das kategorische Ausschließen von Hass und Hetze. Besonders in diesem Sommer.
OBOA steht für Oderbruch Open-Air, das seit 2002 im Fort Gorgast gefeiert wird. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte aber schon im Jahr 1998. Die ersten Festivals – damals noch in Neuhardenberg – wurden privat veranstaltet und finanziert. „Nach der Wende gab es einen Kahlschlag, was Kultur gerade für junge Leute angeht“, so Oliver Hinck vom Vereinsvorstand. Und weil, wie er sagt, die Arbeitslosigkeit damals noch höher war als heute, habe man nach einer Möglichkeit der Teilhabe für die Jugend gesucht – und gefunden.
Zeichen aus rechter Szene beim Oboa in Gorgast unerwünscht
„Wir hoffen, dass wir als Beispiel dafür dienen, dass man nicht mit allem Geld verdienen muss“, so der 51-Jährige. Deshalb wird an den zwei Festival-Tagen auch kein Eintritt verlangt. Lediglich eine Parkgebühr (20 Euro für das Auto/10 Euro für ein Krad) wird verlangt. „Ansonsten beschränken sich unsere Einnahmen auf den Verkauf von Speisen und Getränken“, informiert Oliver Hinck.
Auch Spenden werden jedes Jahr gebraucht, um das Festival zu dem zu machen, was es auch wieder am 8. und 9. August 2025 sein wird: Eine feste Adresse für Kenner guter Musik. Dabei baut der Verein das Verhandlungsgeschick einiger Mitglieder. Sie schaffen es, die Bands und DJs davon zu überzeugen, dass nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet wird. So gewinnen sie die Acts für wenig Geld, die Anreise- und Übernachtungskosten und Verpflegung. „Manche übernehmen sogar noch einen Tresendienst“, erzählt Oliver Hinck.
Er selbst nennt sich „den Quoten-Wessi“ im Verein.„ Ich bin in Hamburg in einer Blase der Glückseligkeit groß geworden“, berichtet der 51-Jährige. Andere aus dem Verein haben mit Nazis in ihrer unmittelbaren Umgebung leben müssen. „Deshalb ist es wichtig gewesen, einen Ort zu schaffen, den sie nicht übernehmen können.“
Besonders mit Blick auf die Geschehnisse in Bad Freienwalde, als im Juni ein Familienfest der Initiative „Bad Freienwalde ist bunt“ von vermummten Männern überfallen wurde, sind die Sicherheitsvorkehrungen in Gorgast abgepasst worden. Die Security wird auf jeden Fall so lange präsent sein, bis am Sonnabend- und Sonntagmorgen der erste Zug am Bahnhof in Gorgast Richtung Berlin abfährt.
Aber wir wollen die jungen Leute auch nicht ganz aufgeben, räumt Oliver Hinck ein. Wer sich benimmt, dürfe bleiben. Zeichen der Szene auf T-Shirts oder als Tattoo sind allerdings unerwünscht.

Oliver Hinck, Mitglied im Vorstand des Vereins „Break Tribe Music“, der seit vielen Jahren das OBOA-Festival im Fort Gorgast veranstaltet.
Katja GehringGenauso wie „Sexismus, Rassismus Colourism, Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie beziehungsweise -feindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie, Faschismus, Altersdiskriminierung, Ableismus und andere und/oder intersektionale Formen von Diskriminierung“, heißt es auf der Homepage des Festivals im Oderbruch, wo auch alle wichtigen Informationen, beispielsweise zum Programm und zur Anreise über die B1 oder mit der RB26, zu finden sind.
Veganes Essen auf Oboa-Festival hat praktischen Hintergrund
Rigoros sind die Veranstalter auch beim Essen. Es werden ausschließlich vegane und vegetarische Speisen angeboten. „Das geht auf die Anfänge von OBOA zurück“, erklärt Oliver Hinck. Die Veranstalter von damals lebten selbst vegan. Was damals eine Lebenseinstellung war, hat mittlerweile auch ganz praktische Vorteile. „Damit haben wir weniger Stress mit der Hygiene.
Gemüse hat in der Regel keine Salmonellen.“ Die Vereinsmitglieder wollen die Festivalbesucher jedoch keinesfalls umerziehen. Was im Zelt oder am Wohnwagen verzehrt wird, bleibe allen selbst überlassen. „Aber wenn es dem einen oder anderen hilft zu erkennen, dass man auch satt wird, wenn man zwei, drei Tage auf Fleisch verzichtet, ist das auch schön.“
Oliver Hinck, der als Altenpfleger in Berlin arbeitet, macht in der Woche vor dem Festival mit seiner Frau und den beiden Kindern in Gorgast Urlaub. „Unsere ältere Tochter ist hier praktisch aufgewachsen“, berichtet er. Insgesamt wirbeln in den Tagen vor dem Festival sieben Kinder über den Hof vom Fort Gorgast. Aber nicht nur das. Sie helfen auch gern bei den Vorbereitungen, zum Beispiel wenn es darum geht, Schilder zu malen. „Dann sind sie immer vorn dabei.“
Die Kids kennen sich aus auf dem Gelände und „werden von allen beaufsichtigt“, versichert Oliver Hinck. Genauso familiär geht es auch am Wochenende zu. Auf dem Zeltplatz ist extra ein Bereich nur für Familien ausgewiesen und am Sonnabend wird Kindern Spaß auf der Hüpfburg, in der Schminkecke oder mit ganz vielen Lego-Steinen geboten.
Line-up für das OBOA-Festival in Gorgast am 8. und 9. August 2025
Freitag, 8. August 2025
● Sonnenbühne: Mad Eageles (17.45 Uhr), King Grey (19 Uhr), Hingus Fringus (20.45 Uhr), Operators (22.30 Uhr), LS.Gatekeeper (0.15 Uhr)
● Goldenes Rössel: Panika (18.30 Uhr), Brutal besoffen (20 Uhr), Borders Down (21.15 Uhr), The Now Wow Wow's (22.30 Uhr), Stoned Medusa (23.45 Uhr), Incertezza Inc. presents: „Songs of Love & Hate“ (0.30 Uhr)
● Pulverkammer: DHT (17 Uhr), Aromatiko (18.30 Uhr), tobstec (20 Uhr), Pennerswagger (21.30 Uhr), DJ Brechstange (23 Uhr), NHC (0.30 Uhr), Hägen Daz (2 Uhr)
● Soundsystemyard: Kingston Headroll (17 Uhr), True D (18.30 Uhr), Ganja Riddim (20 Uhr), TwizzyDizzy (21.30 Uhr), Chilling Buddha (23 Uhr), Freedom Fighter (0.30 Uhr)
● Beatbasar: Tanja Bêmann (17 Uhr), DJ Go Heart (19 Uhr), Subact – live (21 Uhr), Not for Human Consumption (22.30 Uhr), Rausch (0 Uhr), DJ Boom Bap (1.30 Uhr)
Sonnabend, 9. August 2025
● Sonnenbühne: MC Waldschrat & Band (14 Uhr), Dirty Mops (15.30 Uhr), Friedemann (17.15 Uhr), Acuario Cosmico (19 Uhr), King Howl (20.45 Uhr), Skankan (22.30 Uhr), Transmitter (0.15 Uhr)
● Goldenes Rössel: Geringverdiener (17 Uhr), Bialla (18.30 Uhr), The Sleazies (20 Uhr), Breathe/Die (21.30 Uhr), Spacemaus (22.30 Uhr), Unborn Suffer (23.45 Uhr), Dieter Platte (0.30 Uhr)
● Soundsystemyard: Pank Fratitz (13.30 Uhr), Kim Jong Yens (15 Uhr), TomTom (16.30 Uhr), Roots Rocket (18 Uhr), Jahminta (19.30 Uhr), Tine Dub (21 Uhr), Bauminista (22.30 Uhr), T-Jah (0 Uhr), Freedom Fighter (1.30 Uhr)
● Pulverkammer: Open Decks (14 Uhr), Ludwig Schiller 2.0 (17 Uhr), Stockiz (18.30 Uhr), Schiemy (20 Uhr), TechNovaBader (21.30 Uhr), Mennimal (23 Uhr), Semptex (0.30 Uhr), Rausch (2 Uhr)
● Beatbasar: Urai (12 Uhr), Kate Push (14 Uhr), Romain Scherflein (16 Uhr), BarbNerdy (28 Uhr), Epylepsylon (19.30 Uhr), Fehla Nito (21 Uhr), Schlottstep (23 Uhr), Hägen Daz (1 Uhr)


