Reitsport: Das Schlossseeturnier der guten Laune
Keine Frage: Alt Zeschdorf erlebte nicht nur explodierende Zuschauer– und Aktivenzahlen, sondern vielmehr ein Schlosssee–Turnier der guten Laune zum Niederkien.
Dies befand auch Turnierleiter Olaf Hille, der mit seiner Helfer–Equipe abermals ein fast perfektes Turnier auf das idyllische Reitgelände gezaubert hatte. Schon am ersten Turniertag geriet der „Pferdesportverrückte“ gerade zu ins Schwärmen ob der präsentierten Vorstellungen der Pferde, Reiter und Reiterinnen. „Woher diese enorme Leistungssteigerung rührt, vermag ich nicht wirklich zu ergründen. Aber es waren einfach sensationelle Auftritte dabei, wie auch der mehrfache Szenenapplaus untermauerte. Wenn mir das jemand vor dem Turnier gesagt hätte, dass hätte sich sofort unterschrieben“, bilanzierte Hille die insgesamt mehr als 20 Stunden hochklassigen Reitsport an den zwei Turniertagen.
Hin und weg präsentierte sich indes die neue Vereinsvorsitzende Birgit Spring. „Wir hatten im Vorfeld in der Märkischen Oderzeitung unter dem Motto „Blumen und Hüte“ dazu aufgerufen, den Turnierbesuch eben derart gekleidet anzutreten. Es war einfach außergewöhnlich, wie viele Besucher sich unserem Motto angeschlossen hatten.“ Zu bestaunen war das „Outfit“ der beim Schaubild vor dem Großen Preis, einem S–Springen mit Stechen. Dabei wurden alle Besucher in den Parcours gebeten. Es gab Informationen aus erster Hand zu den einzelnen Hindernissen sowie den schmückenden Blumen und Pflanzen. Einmal mehr hatte Gärtner Martin Maire mit seinem Material ganze Arbeit geleistet und den ansonsten sandigen Parcours in eine wahres Blütenmeer verwandelt.
Sicherheit für Blumen
Für Olaf Hille und seinem Team hieß dies allerdings vor jedem Wässern des Platzes, noch fix die Kübel in Sicherheit zu bringen, um die Pflanzen vor dem starken Wasserstrahl zu schützen. „Das ist zwar zusätzliche Arbeit für alle, aber da wir die Blumen nach dem Turnier stets in voller Blüte und Pracht an die Frau oder den Mann bringen, ist diese Schutzaktion einfach unabdingbar. Den Wasserstrahl haben im vergangenen Jahr nur die wenigsten Pflanzen heil überstanden. Das passiert diesmal nicht mehr“, erläuterte der Turnierleiter die Evakuierungsmaßnahme.
Auch sportlich passte es
Der RFV Alt Zeschdorf hat sich jedoch nicht nur als hervorragender Gastgeber präsentiert, sondern auch sportlich von seiner Schokoladenseite gezeigt. Von Beginn an hatten alle Akteure des Gastgebers einen höheren Gang eingelegt und fegten in den Wettbewerben mit kleinen Hussarenritten nur so über die Hindernisse. Kein Wunder also, dass sie allemal für Begeisterung beim fachkundigen Publikum rund um den Parcours sorgten.
Lob von der Vereinschefin
Das war natürlich auch Birgit Spring nicht entgangen. „Vor allem Jennifer Lepke mit Lillifee hat im Großen Preis einen mehr als couragierten Auftritt hingelegt. Auch wenn es noch nicht zum ganz großen Erfolg gelangt hat, es war einfach ein sensationeller Auftritt. Aber auch Lisa Hoffmann, Sarah Freimuth, sowie Lukas und Viktor Wisniewski haben durchweg überzeugende Vorstellungen abgeliefert und zu begeistern gewusst“, ließ die Alt Zeschdorfer Vereinschefin ihrer Freude richtig freien Lauf.
Mächtig spannend ging es in der Turnierserie um den begehrten Sparkassen–Oderlandcup, insbesondere der packenden Mannschaftskonkurrenz, zu. Erstmals siegte das Quartett des SC Bad Saarow mit Viepke Lorenz auf Debora, Emma Purps auf Ed Eskadron, Diana Holland auf Kasai und Sophie Bachmann auf So Happy. Auf dem zweiten Rang folgten die vorherigen Seriensieger des RFV Altranft mit Pauline Porst mit Achilles, Andreas Groth auf Calidoro, Paul Schröder auf Cute and Clever und Routinier Bernd Senftleben mit Le Mexica sowie der drittplatzierten Equipe vom Ländlicher Reitverein Münchehofe mit Lara Sophie Winter im Sattel von Carla, Emilia Tocessa Schott auf Con Piacere, Josephine Grubitz auf Labrasko und Emily Grubitz auf Sir Linar. Für Münchehofes Teamchef Carsten Börner allemal ein Grund zur Freude: "Das haben meine Mädes großartig gemacht. Ebenso wie der RFV Alt Zeschdorf diese Veranstaltung fantastisch über die Runden gebracht hat“, zeigte sich Börner nicht nur vom dritten Rang seines Teams angetan.

