Russland-Ukraine-Krieg
: Zeichen der Solidarität aus Seelow – ukrainische Flagge weht vor dem Landratsamt

UPDATE: Aus Solidarität mit dem ukrainischen Volk hat der Landkreis Märkisch-Oderland die Flagge der Ukraine gehisst. Über Hilfsangebote aus der Bevölkerung soll zeitnah beraten werden.
Von
Katja Gehring
Seelow
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Sichtbares Zeichen: Aus Solidarität hat der Landkreis Märkisch-Oderland seit Freitag die Flagge der Ukraine vor dem Landratsamt gehisst.

Katja Gehring

Bereits Mitte voriger Woche hatte MOL-Landrat Gernot Schmidt sein Unverständnis zum Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Ausdruck gebracht. Er erklärte, mit dem Angriff auf die Ukraine habe die russische Regierung den Pfad der Diplomatie verlassen und sich für Leid durch Panzer und Bomben entschieden. Schmidt werde dem Präsidium des Kreistags den Verzicht auf eine Veranstaltung zum 50. Jahrestag der Eröffnung der Gedenkstätte Seelower Höhen vorschlagen.

Als Zeichen der Solidarität hat sich die Kreisverwaltung Freitag (25. Februar) dazu entschieden, die ukrainische Flagge vor dem Landratsamt in Seelow zu hissen. Gernot Schmidt erklärt dazu: „Wir haben Krieg im Herzen Europas. Ist der Pfad der Diplomatie erst verlassen, sind alle weiteren Wege vorgezeichnet. Getrennte Familien, menschliche Tragödien, Wunden an Körper und Seele und Tod sind die unausweichlichen Konsequenzen dieser hemmungslosen Eskalation. Krieg kennt keine Sieger, Krieg kennt nur Opfer und Leid. Den Opfern zu helfen und ihr Leid zu lindern ist jetzt unsere aller erste Pflicht.“

Kreisverwaltung berät über Unterstützungsangebote aus der Bevölkerung

Am Wochenende mehrten sich Angebote von Menschen aus dem Landkreis, Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen zu wollen. Ein Mann beispielsweise hätte Platz für eine Familie mit Kindern, könnte vier bis fünf Personen unterbringen. Er will gern wissen: „Wer kann mir helfen? An wen kann ich mich unbürokratisch wenden?“ Auf Anfrage von moz.de teilte Thomas Berendt, Sprecher der MOL-Kreisverwaltung, am Sonntag (27. Februar) mit, dass es am Montag, 28. Februar, eine Beratung „auch zum Thema Spontanhelfer und Unterstützung von Seiten der Zivilbevölkerung“ geben werde. Entsprechende Informationen würden dann zeitnah bekannt gegeben.

Am Montag gab es in der Kreisverwaltung eine Beratung zum „Thema Spontanhelfer und Unterstützung von Seiten der Zivilbevölkerung“, wie Thomas Berendt, Sprecher der MOL-Kreisverwaltung, im Vorfeld auf Anfrage mitteilte. Noch im Laufe des Tages wird eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die für Flüchtlinge zur Verfügung stehender Wohnraum gemeldet werden kann. Für Anfragen zu rechtlichen Belangen im Zusammenhang mit Ukraine-Flüchtlingen kann die Kontaktadresse ebenfalls zu nutzen werden. Eine Sachspendensammlung wolle der Landkreis zunächst nicht zentral organisieren. Hier verweist Berendt auf die vielen, bereits gestarteten privaten Initiativen.

Kontakt: ua@landkreismol.de

Infos:www.maerkisch-oderland.de

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