Trinkwasser im Oderbruch: Coliforme Keime nachgewiesen, Wasser muss abgekocht werden

Keime nachgewiesen: Das Trinkwasser im Bereich zwischen Alt Tucheband, Golzow und Küstriner Vorland ist mit coliformen Keimen belastet. Deshalb muss es jetzt vor der Vewendung abgekocht werden.
Jochen Eckel/dpa- Im Oderbruch sind coliforme Keime im Trinkwasser nachgewiesen – Abkochen ist Pflicht.
- Betroffen ist der Bereich zwischen Alt Tucheband, Golzow und Küstriner Vorland.
- Ursache sind zwei Rohrbrüche in einer alten Leitung vom Wasserwerk Seelow in Richtung Oderbruch.
- Es sind keine Fäkalkeime; der Nachweis gilt als Warnsignal für mögliche Krankheitserreger.
- Kreisverwaltung MO und WAZ Seelow informierten am 28. August, Liste betroffener Orte folgt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Trinkwasser im Bereich zwischen Alt Tucheband, Golzow und Küstriner Vorland ist mit coliformen Keimen belastet. Deshalb muss es jetzt vor der Verwendung abgekocht werden. Darüber haben die Kreisverwaltung MO und der WAZ Seelow am 28. August informiert.
Die Verunreinigung des Trinkwassers ist wahrscheinlich passiert, nachdem die alte Trinkwasserleitung, die vom Wasserwerk Seelow ins Oderbruch führt, zweimal gebrochen ist, informierte Henry Zinke, Geschäftsführer des WAZ Seelow, auf Nachfrage.
Es handelt sich bei den coliformen Keimen nicht um Fäkalkeime, betont Bianka Boss, Beigeordnete des Landrates, auf Anfrage. Es handelt sich um eine Gruppe von Bakterien, die als wichtige Hygiene-Indikatoren für die Qualität von Trinkwasser und Lebensmitteln dienen. Ihr Nachweis warnt vor möglichen, gefährlicheren Krankheitserregern (wie E. coli oder Enterokokken), die Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Deshalb muss das Wasser in dem Bereich jetzt abgekocht werden.
Rohrbruch als Ursache
Der WAZ Seelow saniert rund 3 Kilometer der Versorgungsleitung vom Wasserwerk Seelow entlang der B1 ins Oderbruch. Die Rohrbrüche hätten sich in der alten Leitung ereignet und wären in zwei Wochen gar nicht mehr aufgetreten, weil dann die neue Leitung dort bereits gelegen hätte, sagt WAZ-Chef Henry Zinke. „Wir spülen nach solchen Ereignissen die Leitung immer reichlich. Aber diesmal sind doch Keime ins Netz gelangt.“ WAZ und Gesundheitsamt erstellen gerade eine Liste der betroffenen Orte.
Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen.


