Umweltverschmutzung befürchtet
: Vier Tonnen schwerer Motorboot-Schlepper gesunken

Die erste Aufgabe bestand daher darin, eine Ölsperre im Bereich des abgesunkenen Bootes zu installieren.
Von
Doris Steinkraus
Kienitz
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Symbolbild

Jan Woitas/dpa

Unter Leitung des stellvertretenden Seelower Stadtbrandmeisters Sebastian Patzwall sondierten Mitglieder mehrerer Wehren die Lage. Ausgerückt waren neben dem kompletten Zug aus Seelow auch Einsatzkräfte der Wehren Kienitz und Letschin. Zur Unterstützung wurde der THW-Ortsverband Seelow angefordert. Später trafen auch Bundespolizisten sowie Vertreter des Schifffahrtsamt ein.

Das Problem bestand vor allem in einer möglichen Umweltverschmutzung. Die erste Aufgabe bestand daher darin, eine Ölsperre im Bereich des abgesunkenen Bootes zu installieren. Bei dem handelt es sich um einen vier Tonnen schweren Motorboot-Schlepper. Er gehört einem Bürger aus Letschin, der sein Boot seit zwei Jahren dauerhaft in der Marina geankert hatte. Das Boot besteht aus Holz. Wahrscheinlich hat Eis den Schiffskörper beschädigt, so dass er voll lief und schließlich auf Grund sank.

Feuerwehr und THW-Mitglieder errichten per Schlauchboot aus drei Schläuchen weiträumig eine Ölsperre. Damit soll verhindert werden, das auslaufendes Öl oder andere Schadstoffe in den Grenzfluss gelangen. Die Bergung erfolgt voraussichtlich am Dienstag gegen Mittag durch das Schifffahrtsamt Eberswalde. Es verfügt über spezielle Technik.

Zunächst muss geprüft werden, wie das Boot gehoben werden kann. Eine mögliche Variante wäre ein Heben mit dem Autodrehkran von der Deichseite aus. Ebenso denkbar ist eine Bergung vom Wasser aus. In jedem Fall müssen Taucher zum Einsatz kommen. Die Verantwortlichen müssen nun erst klären, wann und wie eine Bergung erfolgen kann. Während der mehrstündigen Aktion wurden die Männer im Gasthaus „Zum Hafen“ versorgt.