Wahlen: Zwei Bewerber im Küstriner Vorland
In der Gemeinde Küstriner Vorland hat Raimar Wendland, bislang Hauptausschussvorsitzender der Gemeinde, den ehrenamtlichen Bürgermeister herausgefordert.
Amtsinhaber Werner Finger, der 72–jährige ist Unternehmer, will vor allem vollenden, was in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht wurde: Den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und den Grabenbau in Manschnow. Finger hofft auf die Unterstützung derjenigen, die es auch in den schwierigen Jahren des Haushaltssicherungskonzeptes vermocht haben, die Entwicklung in Küstrin–Kietz, Manschnow und Gorgast voranzubringen. Dabei nennt er neben den Gemeindevertretern und Ortsvorstehern auch die Unternehmen, die Amtsverwaltung, die Vereine sowie die Feuerwehren. Als wichtigste Projekte in diesem Jahr sieht er die Dachsanierung der Schulsporthalle und die Flurneuordnung in Manschnow, Küstrin–Kietz und Gorgast. Im Zuge des Verfahrens werden Straßen wie die Bayernstraße in Küstrin–Kietz und die Paddebrücke erneuert. In Gorgast unterstützt die Gemeinde den Sportverein bei der Sanierung des Sportlerheims. Und nicht zuletzt beginnt die Breitbanderschließung in der Gemeinde. In der Deutschlandsiedlung ist sie bereits gestartet.
„Ich bin von vielen Einwohnern ermuntert worden, mich sowohl für den Posten des Ortsvorstehers als auch des Bürgermeisters und um ein Mandat in der Gemeindevertretung zu bewerben“, erklärt Raimar Wendland. Der 52–jährige Mitarbeiter im Finanzamt tritt als Parteiloser auf der CDU–Liste an. Ein großes Anliegen sei es ihm, die Bürger stärker als bisher in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Gemeindevertretung und Bürger sollten wieder enger zusammenrücken. Die Festigung des Schulstandortes ist für den Herausforderer eng mit dem Wunsch verbunden, dass die Grundschule Ganztagsangebote entwickelt. „Auf keinen Fall darf es zu einem Konkurrenzkampf zwischen den Grundschulen in der Region kommen. Mit engerer Kooperation lassen sich die Standorte Golzow und Manschnow gemeinsam stärken“, ist Wendland überzeugt.
Und schließlich will er verstärkt und mit offenen Armen auf Investoren zugehen. Dabei hat er auch das Engagement der Gemeindevertreter und des Bürgermeisters von Golzow oder von Podelzig vor Augen.
Bereits jetzt engagiert sich Wendland stark in der Bürgerinitiative B1, in der die Vertreter der Anliegergemeinden zwischen Küstrin–Kietz und Berlin darum kämpfen, dass die B1 auf eine Öffnung für den grenzüberschreitenden Güterverkehr im Zuge des Neubaus der Straßenbrücke vorbereitet wird. „Wir müssen mit den Vertretern unserer Nachbarstadt Kostrzyn zusammenarbeiten“, so Wendland. Man sollte sich wie gute Nachbarn verhalten und sich gegenseitig über alle Vorhaben und Schwierigkeiten informieren und nach Lösungen suchen.


