Weihnachten 2023
: Wo man Weihnachtsbäume im Oderland selbst schlagen kann

Auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum? Im Oderland bieten zahlreiche Höfe und Plantagen die Möglichkeit, seinen Baum noch selbst zu schlagen.
Von
Peter Grenz
Seelow
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Schonung mit Weihnachtsbäumen in Manschnow.

Peter Grenz

Mit der Adventszeit beginnt für viele auch die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum. Ob in Baumärkten, in den Gartencentern oder an einem der vielen Verkaufsstände in der Region — das Angebot an Nordmanntannen, Küstenfichten oder Blaufichten ist riesig. Doch immer mehr Menschen möchten ihren Baum auf dem Feld aussuchen und persönlich schlagen. Wo zwischen Bad Freienwalde, Seelow und Müncheberg ist das im Oderland möglich?

Warum natürliche Weihnachtsbäume besser sind

Um rund zwei Meter groß zu werden, benötigt ein Weihnachtsbaum zirka zehn Jahre. Angebaut auf Feldern in Plantagen, bietet er in dieser Zeit Schutz für Tiere, wie Vögel, Hasen oder Insekten. Ein Weihnachtsbaum bindet Kohlendioxid und produziert Sauerstoff. Er wird bereits mit dem Ziel angepflanzt, einmal als Weihnachtsbaum verkauft zu werden. Ganz oder teilweise abgeerntete Plantagen werden in der Regel durch Neuanpflanzungen wieder aufgefüllt, weswegen meistens verschiedene Größen vorzufinden sind.

Und nach dem Fest können die Bäume als Futter dienen oder umweltfreundlich kompostiert werden. Anders als im Handel, werden beim Selbstschlagen der Bäume nur diejenigen abgesägt, die auch benötigt werden. Plastikbäume hingegen produzieren keinen Sauerstoff — dafür bei der Produktion aber Kohlendioxid.

Weihnachtsbäume in der Region Seelow

In der Umgebung von Seelow können in Manschnow, in Zechin und in Alt Zeschdorf Weihnachtsbäume selbst geschlagen werden. In Manschnow an der B1 startet der Verkauf am Sonnabend, 2. Dezember. Angeboten werden dort Nordmanntannen, Schwarzkiefern sowie Rot– und Blaufichten. Mit Ausnahme der Nordmanntanne — bei ihr werden 21 Euro je Meter berechnet — kosten die Bäume 16 Euro pro Meter. Werkzeug ist vorhanden und die Bäume können angespitzt und eingenetzt werden. Geöffnet hat der Verkauf bis zum 22. Dezember täglich jeweils von 9 bis 16 Uhr und am 23. Dezember von 9 bis 14 Uhr. An den Wochenenden wird Verpflegung mit österreichischem Winzer–Glühwein vom Neusiedler See und Grillwurst von Metzgerei Schöning aus Seelow angeboten. Die Plantage ist in der Straße der Freundschaft 24a in 15328 Küstriner Vorland zu finden.

Udo Griebel bietet in Manschnow Nordmanntannen, Schwarzkiefern, sowie Rot- und Blaufichten zum Selber schlagen an.

Peter Grenz

Seit rund zwei Wochen läuft der Verkauf bereits beim Landwirtschaftsbetrieb Albers in Zechin. „Da waren die meisten Kunden jedoch Geschäftskunden“, erzählt Bernard Albers. Der Verkauf an Privatkunden gehe in der Regel erst jetzt nach Totensonntag los. Die Kunden können täglich in der Zeit von 9 bis 16 Uhr ihren Baum schlagen. Beim Albers–Hof sind ausschließlich Nordmanntannen erhältlich, die unabhängig von der Größe pauschal 35 Euro kosten. Lediglich die fehlerhaften Bäume, „die Bäume mit Charakter“, sind preiswerter. Da geht es ab 20 Euro los. Auch dort gibt es an den Wochenenden Verpflegung mit warmen Getränken, sowie Waffeln und Crêpes. Die Anschrift des Hofes lautet Kienitzer Straße 13 in 15328 Zechin.

Ebenfalls täglich geöffnet hat vom 1. bis 23. Dezember Bauer Jens Jesse in Bauerndorf 19 im Letschiner Ortsteil Ortwig. Auch er hat ausschließlich Nordmanntannen im Sortiment, der laufende Meter kostet 13 Euro. Verpflegung ist nicht vorgesehen.

Anders als beim Weihnachtsbaumverkauf mit Selbstschlagen in Alt Zeschdorf/Vorwerk. Dort wird es an den Verkaufstagen 9./10. sowie 16./17. Dezember Glühwein und Kinderpunsch geben. Die Weihnachtsbaumfläche befindet sich an der Hauptstraße 70 (Zufahrt Herrenmühle) in Alt Zeschdorf und ist ausgeschildert. Sie ist von der B5 über Treplin und von der B167 über Lebus beziehungsweise Lindendorf erreichbar.

Weihnachtsbäume bei Müncheberg

In der Region Müncheberg ist die Forstbaumschule Lürssen seit Jahren eine feste Bezugsquelle für Weihnachtsbäume. Dort kann man in der Gartenstraße 2 in Tempelberg neben Nordmanntannen auch Blaufichten und serbische Fichten eigenhändig schlagen. Eine Nordmanntanne bis zwei Meter Höhe kostet 30 Euro und ist genauso teuer wie im Vorjahr. Geöffnet ist vom 4. bis 23. Dezember in der Zeit von 9 bis 16 Uhr. Und am zweiten und dritten Adventswochenende werden ein deftiger Imbiss und Getränke angeboten.

04.12.2019, Brandenburg, Tempelberg: Zwei Personen gehen mit einem Weihnachtsbaum über das Gelände der Forstbaumschule Lürssen. Doch nicht auf jeder Plantage sind eigene Kettensägen erlaubt.

Patrick Pleul

Region Bad Freienwalde

In der Zeit von 11 bis 14 Uhr findet der Weihnachtsbaumverkauf an der Revierförsterei Sonnenburg in Bad Freienwalde am Sonntag, 17. Dezember statt. Feierlich eröffnet wird der Verkaufstag mit den Jagdhornbläsern. Neben Lagerfeuer gibt es warme Getränke und einen Imbiss, unter anderem mit Wildprodukten. Diese können auch tiefgefroren, z. B. für den Weihnachtsbraten, mit nach Hause genommen werden. Als Bäume können neben der Nordmanntanne auch die Küstentanne, die Blaufichte sowie die Colorado–Tanne geschlagen und erworben werden. Eine Zwei–Meter–Nordmanntanne kostet 35 Euro.

Weitere Adressen für Weihnachtsbäume in der Region Bad Freienwalde sind der Bauer Nietsch in Tiefensee und die Gärtnerei G. Schubert GbR in Grüntal. Beide habe täglich von 10 bzw. 9 bis 16 Uhr geöffnet. Die Gärtnerei G. Schubert verfügt in Grüntal über drei große Felder und öffnet an den ersten drei Adventswochenenden zwei weitere Felder. An diesen Tagen gibt es an allen Feldern eine Verpflegung. Beim Bauer Nietsch in Tiefensee wird hingegen ab dem 2. Dezember täglich Bratwurst, sowie Glühwein und Kinderpunsch angeboten. Eine Zwei–Meter–Nordmanntanne kosten in Grüntal 40 Euro. Vom Bauer Nietsch liegen keine Preise vor.

Bargeld und Werkzeug nicht vergessen

Die Kunden sollten auf jeden Fall Bargeld dabei haben, weil Kartenzahlung nicht akzeptiert wird. Auch ist die Mitnahme einer Handsäge ratsam — Äxte und Beile und private Motorkettensägen sind bei fast allen Anbietern untersagt. Leihsägen sind in den meisten Fällen vorhanden. An allen Verkaufsstellen besteht die Möglichkeit, den Baum mit einem Netz verpacken und größtenteils auch den Stiel fräsen zu lassen.

Gelagert sollte der Baum bis zum Aufstellen am besten draußen, wobei er bei Minusgraden möglichst behutsam bewegt werden sollte — es besteht Bruchgefahr. Kurz vor dem Aufstellen sollte der Weihnachtsbaum langsam aufgetaut werden und der Weihnachtsständer, sofern möglich, mit Wasser befüllt werden.