Züchter in Zechin: Kreisschau trotz Geflügelverbot – das hat sich geändert

Mit seinen preisgekrönten New Hamshire-Hühnern in Zechin: Frank König aus Zechin züchtet diese Hühnerrasse schon seit 50 Jahren.
Ulf GriegerDer Kreisverband Märkisch-Oderland der Kleintierzüchter führt im Vereinsdomizil des Kleintierzuchtvereins „Zechin und Umgebung“ seine 28. Kreisschau „Rassegeflügel und Rassekaninchen“ durch.
Angesichts der Allgemeinverfügung des Landkreises in Folge einer Dienstanweisung des Landes zur Eindämmung der Vogelgrippe war es bislang unklar, ob dort am 9. und 10. Dezember auch Enten, Gänse und Hühner gezeigt werden können. Für diese Ausstellung hat das Veterinäramt eine Ausnahmeregelung ermöglicht.
Mit einem erstaunlichen Ergebnis: Knapp 600 Tiere können dort gezeigt werden, so viele wie lange nicht. Die 63 Aussteller und acht Jungzüchter zeigen 68 große und 88 Zwerghühner, 273 Tauben, drei Gänse, zehn Enten und eine Vielzahl Kaninchen. Natürlich sind Kreisverbandsvorsitzender Alexander Hübner und seine Kollegen sehr glücklich darüber, dass es diesmal eine Ausnahmeregelung gibt. Um so mehr machen sie sich Sorgen um die Zukunft der Vereine und der traditionellen Ausstellungen.
Züchter befürchten das Aus von Vereinen
Sorgen, die Gregor Beyer (FDP), der ab Jahresbeginn als vierter Beigeordneter des Landrates in MOL für die Entwicklung des ländlichen Raums zuständig sein wird, mit ihnen teilt. Allerdings müsse sich in der Frage das Land Brandenburg bewegen, das im Gegensatz zu den Nachbarländern strenge Auflagen für Kleintierausstellungen erlassen hat, so Beyer.
In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel wird das so gehandhabt wie in den Jahrzehnten zuvor. Das soll nach dem Wunsch der Kleintierzüchter aus MOL auch in der Mark wieder so sein. „Ansonsten befürchten wir das Aus der Vereine und der Ausstellungen“, sagen sie.
Kreisschau der Züchter in Zechlin mit einem Ziel
Die Schau dient zum einen dem Leistungsvergleich und Erfahrungsaustausch der Züchter und Aussteller des erreichten Zuchtstandes und verbindet zum anderen gleichzeitig das Anliegen, die Vielfalt züchterischer Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Auf diesem Wege möchte der Kreisverband MOL viele Einwohner, vor allem junge Menschen mit dieser interessanten Freizeitbeschäftigung bekannt machen und einen Beitrag zur Bereicherung des Lebens auf dem Lande leisten“, erklärte Kreisvorsitzender Alexander Hübner.

