Betrug in Berlin-Spandau: Falsche Ärztin fliegt auf – Täter festgenommen

Polizisten haben in Berlin-Spandau einen Trickbetrug mit einer falschen Ärztin vereitelt. Ein Täter konnte festgenommen werden. Was war passiert? (Symbolbild)
Sebastian Gollnow/dpa- Betrug in Berlin-Spandau: Falsche Ärztin entlarvt, Täter festgenommen.
- Seniorin informiert Polizei, Übergabe eines fingierten Beutels führt zur Festnahme.
- Vorfall: Schilderung eines schweren Unfalls, Kautionsforderung im fünfstelligen Bereich.
- Täter widerstand bei Festnahme, Kokain gefunden.
- Ermittlungen laufen, Täter in Polizeigewahrsam.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Vorgehensweise bei Schockanrufen ist oftmals gleich: Trickbetrüger suchen sich ein älteres Opfer und konfrontieren es am Telefon mit einem schrecklichen Ereignis. Ziel der Betrüger ist es, hohe Geldzahlungen zu provozieren. Die betroffenen Senioren sind oftmals so geschockt, dass sie auf die Forderungen eingehen.
Nicht so in Berlin-Spandau: Am Mittwoch (4. Dezember 2024) hatte eine unbekannte Frau gegen 21 Uhr bei einer Seniorin angerufen und sich als Ärztin ausgegeben.
Seniorin in Berlin-Spandau trickst Betrüger aus
Nach Angaben der Polizei schilderte die Anruferin einen angeblichen „Vorfall“. Dieser erfordere die Hinterlegung einer Kaution. Der Sohn der 81-Jährigen durchschaute das Spiel der falschen Ärztin jedoch und alarmierte umgehend die Polizei.
Die Seniorin wiederum ging zum Schein auf den geschilderten „Vorfall“ ein. Die vermeintliche Ärztin kündigte an, dass ein Kurier das Geld abholen würde. Dieser bekam später im Hausflur von der Seniorin einen fingierten Beutel überreicht.
Kurz darauf wurde der 32-jährige Mann am Meydenbauerweg in Wilhelmstadt von Fahndern festgenommen. Er leistete Widerstand und erlitt dabei eine Gesichtsverletzung, die von Rettungskräften der Berliner Feuerwehr vor Ort versorgt wurde.
Bei dem Mann wurden der Beutel und ein Tütchen mit mutmaßlichem Kokain gefunden. Der Tatverdächtige wurde in Polizeigewahrsam gebracht und dem Fachkommissariat des Landeskriminalamts Berlin übergeben.
Trickbetrüger forderten fünfstellige Summe
Ein Polizeisprecher teilte unterdessen auf Nachfrage mit, dass es sich bei dem Vorfall, den die falsche Ärztin geschildert hatte, um einen schweren Verkehrsunfall gehandelt habe. Die Höhe der geforderten Kaution habe im fünfstelligen Bereich gelegen. Da es sich hier um Täterwissen handele, könnten keine näheren Details genannt werden, hieß es. Die Ermittlungen laufen.
