Messerattacke in Spandau
: Mann im Krankenhaus – wieder Gewalt am Münsinger Park

Erneut hat es am Münsinger Park in Berlin-Spandau einen Angriff mit einem Messer gegeben. Ein Streit im Drogen-Milieu? Das ist über den Vorfall bekannt.
Von
Britta Meyer
Spandau
Jetzt in der App anhören
Menschen gehen zum U-Bahnhof Rathaus Spandau.

Menschen gehen zum U-Bahnhof Rathaus Spandau. Hier gab es einmal mehr eine handfeste Auseinandersetzung.

Britta Pedersen/dpa
  • Messerangriff im Münsinger Park, Berlin-Spandau.
  • Ein 16-Jähriger wird von einem 17-Jährigen bedroht und bestohlen.
  • Täter sticht sich bei der Flucht selbst in den Oberschenkel.
  • Polizei findet Drogen im Rucksack des 17-Jährigen.
  • Der 17-Jährige wird operiert, Ermittlungen laufen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Erneut ist es im Münsinger Park in Berlin-Spandau zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. Ein junger Mann erlitt Stichverletzungen. Was über den Vorfall bekannt ist.

Die Einsatzkräfte der Polizei wurden am Dienstag (10. Dezember) in den Nachmittagsstunden zu einer Prügelei gerufen. Gegen 15 Uhr soll ein 16-Jähriger einen der dort stehenden mutmaßlichen Drogen-Dealer angesprochen und nach Drogen gefragt haben.

Vom Handyraub zur Prügelei am Rathaus Spandau

Doch der 17-Jährige ging nicht auf die Fragen ein, riss dem Jugendlichen unvermittelt das Handy aus der Hand und bedrohte ihn mit einem Messer.

Der Täter lief dann mit seiner Beute Richtung Bahnhof Rathaus Spandau. Der Bestohlene und ein weiterer 16-Jähriger, der die Tat beobachtet hatte, nahmen die Verfolgung auf und stellten den jungen Mann zur Rede.

Die Konfrontation eskalierte schnell. Es gab eine Prügelei, bei der es Schläge und Tritte von beiden Seiten setzte. Sicherheitskräfte des Bahnhofs wurden darauf aufmerksam.

„Wie sich die Situation bislang darstellt, hat der 17-Jährige immer wieder versucht, sein Messer hervorzuholen“, berichtet Martin Stralau, Pressesprecher der Berliner Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich der junge Mann das Messer im Gerangel selbst in den Oberschenkel gestochen.

Die Sicherheitskräfte halfen, den Räuber festzuhalten, bis die Polizei eintraf. „Wir haben den Rucksack des 17-Jährigen sichergestellt, in dem Betäubungsmittel waren“, so Martin Stralau.

Der Jugendliche – der bislang nicht polizeilich aufgefallen war – musste im Krankenhaus operiert werden. Seine Verletzung ist nicht lebensbedrohlich.

Die Personalien der beiden 16-Jährigen wurden festgestellt. Sie sind vorerst Tatverdächtige einer gefährlichen Körperverletzung. Die Ermittlungen übernahm ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West).