Wohnen in Berlin-Spandau
: Aus für Immobilien? Wie es an der Insel Eiswerder weitergeht

Die Fertigstellung von über 100 geplanten Wohnungen in Berlin-Spandau steht in den Sternen. Wie geht es mit dem Projekt an der Insel Eiswerder weiter?
Von
Jessica Neumayer
Spandau
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Kleine Eiswerderstraße 15, Teilprojekt vom Quartier Pulvermühle. Eigentlich sollten hier bis 2024 110 Eigentumswohnungen und Gewerberäume entstehen. 2025 liegt die Fläche immer noch brach.

Eigentlich sollten an der Insel Eiswerder bis 2024 über hundert Wohnungen und weitere Gewerberäume entstehen. Jetzt liegt die Fläche in Berlin-Spandau immer noch brach.

Jessica Neumayer
  • Bauprojekt in Berlin-Spandau auf Eis gelegt, 110 Wohnungen geplant.
  • Bauarbeiten an Insel Eiswerder sollten 2023 beginnen, Verzögerungen bis 2024.
  • Gründe: Zins- und Baupreisentwicklung, gesamtgesellschaftliche Entwicklungen.
  • Unklarheit über zukünftige Baupläne und Nutzungskonzepte.
  • Weitere 200 Luxuswohnungen ("Stadtlandhavel") ebenfalls ungewiss.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wo viel gebaut wird, kann auch mal etwas ins Stocken kommen. So ist es bei einem Teilprojekt des „Quartiers Pulvermühle“ der Fall. Der Bau von über 100 Wohnungen in Berlin-Spandau pausiert. Die Bagger werden der brachliegenden Fläche noch eine Zeit fernbleiben.

Eigentlich sollte 2023 an der östlichen Seite der Insel Eiswerder mit dem Bau von 110 Wohnungen begonnen werden. „Die bauvorbereitenden Maßnahmen wie Abbruch- und Dekontaminationsarbeiten waren bis zum Jahresende 2021 abgeschlossen“, bestätigt Annett Noffke, Senior Projektentwicklerin bei der Investa Development GmbH.

Teilprojekt des Quartiers Pulvermühle in Berlin-Spandau pausiert

Auf dem 10.700 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der kleinen Eiswerder Straße und dem Krienicke Park sind neben Eigentumswohnungen auch Gewerbelofts geplant – im Verhältnis 60 Prozent Wohnungen zu 40 Prozent Gewerbe.

Durch direkte Wasserlage an der Havel und dem öffentlich zugänglichem Uferweg werden die Objekte als besonders attraktiv angepriesen. 2024 sollte der Bau laut Information der Senatsverwaltung fertig sein.

„Aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten beiden Jahren haben wir die Realisierung unserer Baumaßnahmen zurückgestellt“, teilt Noffke mit. Die Zins- und Baupreisentwicklung mache den Bauunternehmungen einen Strich durch die Rechnung.

Unklarheit über Entwicklung und Nutzung des Quartiers

Inwiefern zukünftig dort etwas gebaut wird oder wie lange die Fläche brach liegt, kann im Moment nicht gesagt werden. Auch zum geplanten Wohnungsmix, zu Miet- oder Kaufpreisen oder zum Nutzungskonzept für die Gewerbeflächen, möchte sich das Bauunternehmen nicht äußern.

200 weitere Luxuswohnungen sollten nördlich der Kleinen Eiswerderstraße gebaut werden. Doch wann das Bauprojekt "Stadtlandhavel" fertig wird, ist ebenso ungewiss.

200 weitere Luxuswohnungen sollten nördlich der Kleinen Eiswerderstraße in Berlin-Spandau gebaut werden. Doch wann das Bauprojekt "Stadtlandhavel" fertig wird, ist ebenso ungewiss.

Jessica Neumayer

„Derzeit führen wir Gespräche mit der Stadtplanung im Bezirk Spandau zur städtebaulichen Optimierung unseres Realisierungskonzeptes“, so Noffke. Dem Ergebnis solle nicht vorgegriffen werden.

Baustadtrat in Berlin-Spandau sind Probleme nicht bekannt

Probleme bezüglich des Projekts sind dem Bezirk nicht bekannt, teilt Baustadtrat Thorsten Schatz (CDU) auf Nachfrage mit. Das Bauprojekt werde aktuell auf Basis des geltenden Planungsrechtes entwickelt. „Das Bezirksamt ist hier mit dem Investor in guten Gesprächen.“

Da es sich um eine Privatfläche handle, sei das Bezirksamt vor allem in planungsrechtlichen und im weiteren Verlauf als Genehmigungsbehörde beteiligt. Detaillierter wollte Schatz nicht werden.

Auch auf der anderen Seite der Kleinen Eiswerderstraße stehen derweilen die Bagger still – schon seit über einem Jahr. Dort plant Unternehmer Christoph Gröner das Luxusquartier „Stadtlandhavel“.

Knapp 200 Wohnungen, Penthouses, Etagen-Lofts und Townhouses mit eigenem Garten sollten entstehen. Geschehen ist bisher wenig.