Betrug in Hoppegarten
: Polizei sucht mit Phantombild nach Betrüger

In Hoppegarten ist eine Rentnerin Opfer von Betrügern geworden. Mit einem Schockanruf erbeuteten die Täter Wertgegenstände. Nun suchen die Ermittler mit einem Phantombild nach einem der Täter.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Hoppegarten
Jetzt in der App anhören
Seniorin am Telefon: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon. (Illustration) (zu dpa: «Seniorin durchschaut Betrug und ruft die Polizei»)

Mit einem Schockanruf gelang es Betrügern in Hoppegarten Wertgegenstände von einer Rentnerin zu erbeuten. Nun suchen die Ermittler nach einem Tatverdächtigen. (Symbolbild)

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • In Hoppegarten fiel eine Rentnerin einem Schockanruf zum Opfer – Täter erbeuteten Wertgegenstände.
  • Der Anruf kam am Nachmittag des 6. August 2026, meldete die Polizeidirektion Frankfurt (Oder).
  • Ein Mann forderte eine „Kaution“ für den angeblich unfallverursachenden Sohn, auch Gold und Schmuck.
  • Die Polizei sucht den mutmaßlichen Abholer per Phantombild und bittet um Hinweise an die Inspektion.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Als bei einer Rentnerin in Hoppegarten das Telefon klingelte, ahnte die hochbetagte Frau noch nicht, dass sie wenig später Opfer einer perfiden Betrugsmasche werden würde. Ein angeblicher Verkehrsunfall ihres Sohnes sollte sie dazu bringen, Wertgegenstände herauszugeben. Die Täter hatten Erfolg. Nun bitten die Ermittler um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Der Anruf erreichte die Frau am Nachmittag des 6. August 2026, wie Polizeidirektion in Frankfurt (Oder) am Mittwoch, 7. Oktober, berichtete. Auf dem Display ihres Telefons erschien nach Angaben der Polizei eine britische Rufnummer. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Mann, der unmittelbar auf die Rentnerin eingeredet haben soll.

Er behauptete, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Nun drohe dem Sohn angeblich das Gefängnis. Verhindern könne die Mutter dies nur durch die Zahlung einer Kaution.

Betrüger forderten Gold und Schmuck als „Kaution“

Dabei müsse die vermeintliche Kaution nicht ausschließlich mit Bargeld bezahlt werden, erklärten die Betrüger der Frau. Auch Gold und Schmuck würden akzeptiert. Die Geschichte zeigte Wirkung: Die Rentnerin glaubte den Angaben und übergab später tatsächlich Wertgegenstände an einen sogenannten Abholer. Wie hoch der entstandene Schaden ist und welche Wertsachen die Täter erbeuteten, geht aus den bisherigen Angaben der Polizei nicht hervor.

Speckgürtel

Alles Wichtige aus dem Berliner Speckgürtel.

Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Trotz umfangreicher Nachforschungen gelang es bislang jedoch nicht, den Mann zu identifizieren, der die Wertgegenstände bei der Rentnerin abgeholt haben soll. Mit einem nach Angaben der Polizei subjektiv erstellten Phantombild wenden sich die Ermittler deshalb nun an die Öffentlichkeit.

Polizei sucht mutmaßlichen Abholer

Der Gesuchte soll etwa 30 bis 40 Jahre alt und zwischen 1,65 und 1,70 Meter groß sein. Die Polizei beschreibt ihn als mutmaßlichen Mitteleuropäer mit mittelblonden, kurzen und glatten Haaren. Bei der Übergabe soll er eine helle Hose und ein dunkles T-Shirt getragen haben. Sein Gesamteindruck wurde von der Geschädigten als „eher schäbig“ beschrieben.

Mit einem Phantombild fahnden die Ermittler aus Märkisch-Oderland nach diesem Mann.

Mit einem Phantombild fahnden die Ermittler aus Märkisch-Oderland nach diesem Mann.

Polizeidirektion Ost

Wer den Mann auf dem Phantombild erkennt oder Angaben zu seiner Identität machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland unter 03341 3300, direkt am Inspektionssitz in Strausberg oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.