Brand-Ermittlungen: Kriminalisten vernehmen weitere Zeugen

Einsatz am Sonntagabend: Die Feuerwehr löschte letzte Glutnester.
Uwe SprangerDie Ermittlungen gingen mit Hochdruck weiter, sagte Kriminalhauptkommissarin Sabine Schröter vom Kriminalkommissariat der Inspektion Märkisch-Oderland auf Nachfrage dieser Zeitung. Alle verfügbaren Kräfte seien eingebunden. Sie rief überdies dazu auf, dass sich Personen, die vor dem Ausbruch des Feuers am Sonnabendabend gegebenenfalls etwas beobachtet haben, bei der Inspektion in Strausberg melden.
Derzeit seien weitere Zeugenvernehmungen im Gange, berichtete Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß von der Direktion in Frankfurt (Oder). Es werde allen Hinweisen nachgegangen. „Ob etwas dran ist, zeigt sich ja erst später.“ Nach ihren Angaben gibt es bislang keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang des Feuers in der Einkaufsmeile mit einer Serie anderer Brände in der Stadt. Auch ob es sich um fahrlässige oder mutwillige Brandstiftung handele, sei noch nicht sicher. Die Spezialisten würden noch einige Zeit brauchen.
Im Handelscentrum waren am Sonnabendabend zwei große Märkte und mehrere kleine Shops ausgebrannt. Rund 200 Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen auf weitere Teile und hatten den Brand nach mehr als acht Stunden gelöscht. Am Sonntagabend musste die Strausberger Feuerwehr erneut anrücken, um gegen verbliebene Glutnester vorzugehen. Die Einsatzkräfte wiesen bei der Gelegenheit den Sicherheitsdienst des Centers ein, wann Alarm zu schlagen wäre. Qualmen könne es unter Umständen noch einige Tage, hieß es.
Bei den Löscharbeiten in der Nacht zum Sonntag sind laut André Bähler, technischer Leiter des Wasserverbandes Strausberg-Erkner, 1800 Kubikmeter mehr als üblich durch die Leitung gegangen, in der Spitzenstunde bis 23 Uhr allein 380 Kubikmeter. Der Druck im Netz sei dennoch stabil geblieben.
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