Breitbandausbau: Hoffnung auf Glasfaser für 150 Strausberger Firmen

Bald Gewerbegebiet mit Datenautobahn-Anschluss? Vodafone verspricht Glasfaser für das Gewerbegebiet Strausberg-Nord, wenn sich mindestens 30 Prozent der Unternehmen bei dieser Firma anschließen.
Gerd MarkertDer Mobilfunk- und Internet-Konzern Vodafone will das Strausberger Gewerbegebiet Nord mit Glasfaserkabeln an die weltweite Datenautobahn anschließen. Angekündigt wurde ein Glasfasernetz für 125 Unternehmen, die dann mit Datenübertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde an das Internet angeschlossen werden sollen. Das entspricht dem Zehnfachen des Standards VDSL, der für die letzten Meter zum Kunden noch Kupferkabel nutzt. Das noch weit verbreitete und noch einmal langsamere DSL reiche für die Anforderungen der Zukunft nicht mehr aus, da sich nach Ansicht von Vodafone die im Festnetz transportierten Datenmengen in den nächsten fünf Jahren versiebenfachen werden. Die Firma biete deshalb für Klein- und mittelständische Betriebe individuelle Bandbreiten zwischen 500 Megabit und einem Gigabit pro Sekunde und empfiehlt Großbetrieben einen symmetrischen Anschluss, bei dem Daten in der gleichen Geschwindigkeit hoch- wie heruntergeladen werden können.
Der millionenschwere Ausbau sei wirtschaftlich nur vertretbar, wenn sich mindestens 30 Prozent der erreichbaren Unternehmen für einen Glasfaseranschluss von Vodafone entscheiden, stellt der Konzernsprecher klar. Die Vorvermarktung laufe bereits. Vodafone schreibt die in Frage kommenden Unternehmen persönlich an: „Bei einer ausreichend großen Nachfrage soll der Ausbau des Glasfasernetzes schon in diesem Jahr beginnen“, heißt es.