Bürgermeisterin von Strausberg: Abschied von Elke Stadeler nach 16 Jahren im Amt

Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler (hier mit Stadtverordnetenvorsteher Steffen Schuster) hat sich am Dienstag nach 16 Jahren an der Spitze der Stadtverwaltung in den Ruhestand verabschiedet.
Anna Dünnebier- Nach 16 Jahren endete am Dienstag, 5. Mai, die Amtszeit von Elke Stadeler.
- Sie verabschiedete sich in den Ruhestand – mit Gästen aus Politik, Bundeswehr und Verwaltung.
- Stadeler betonte die Freude, ihrer Heimatstadt gedient zu haben, und dankte für die Zusammenarbeit.
- Sie plant keine Rückkehr in die Politik und verabschiedete sich persönlich von vielen Gästen.
- Neue Bürgermeisterin ist Annette Binder: Ernennung am Mittwoch, Neuwahl nach Annullierung geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für große Schlagzeilen wollte Elke Stadeler an ihrem letzten Tag als Bürgermeisterin am Dienstag, 5. Mai, nicht mehr sorgen. Sie werde sich zwar verabschieden, hieß es seit Wochen aus dem Rathaus, aber in kleinerem Kreis und ohne Presse. Kein Bild zum Abschied in der Zeitung?
So streng hat es die scheidende Stadtchefin am letzten Arbeitstag dann doch noch nicht gehalten. Kurz vor Redaktionsschluss gewährten die Mitarbeitenden der Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung dann doch ein paar Einblicke – via Pressemitteilung. Und zu entnehmen war dieser zunächst: So ganz klein hat Elke Stadeler ihren Abschied aus der Stadtverwaltung, in der sie immerhin 35 Jahre gearbeitet hat, dann doch nicht gefeiert.
„Zahlreiche Mitarbeiter und langjährige Wegbegleiter waren zur Verabschiedung gekommen“, heißt es in der Mitteilung. Mit dabei waren unter anderem Landrat Gernot Schmidt (SPD), der Standortälteste der Bundeswehr in Strausberg, Brigadegeneral Sascha Zierold, Militärdekan Siegfried Weber, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Steffen Schuster, die neue Bürgermeisterin Annett Binder sowie weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
„Freude und Ehre, der Heimatstadt zu dienen“
In ihrer Ansprache betonte Stadeler laut Pressemitteilung, dass es für sie „stets eine große Freude und Ehre gewesen“ sei, ihrer Heimatstadt zu dienen. Sie dankte den Anwesenden für ihr Kommen und die langjährige Zusammenarbeit. Mit Blick auf die Zukunft äußerte sie, dass sie sich zunächst an den neuen Lebensabschnitt ohne die tägliche Arbeit gewöhnen müsse. Zugleich zeigte sie sich stolz auf die gemeinsame Entwicklung der Stadt in den vergangenen Jahren. Sie gab ihren Wegbegleitern persönliche Wünsche mit auf den Weg und stellte augenzwinkernd fest, dass sie nicht plane, in die Politik zurückzukehren.

Zahlreiche Mitarbeiter und langjährige Wegbegleiter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren zur Verabschiedung der Strausberger Bürgermeisterin gekommen.
Anna DünnebierLandrat Gernot Schmidt würdigte in seinem Grußwort die langjährige Zusammenarbeit und bezeichnete Stadeler als verlässliche Partnerin, die stets im Sinne der Stadt gehandelt habe. Gemeinsam habe man in den vergangenen Jahren viel erreicht, auch in der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.
Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Steffen Schuster verlas statt seiner Rede die Worte eines Bürgers, der Stadeler für ihren langjährigen Einsatz und ihr unermüdliches Engagement für Strausberg dankte. Zum Abschluss der Veranstaltung nutzte Elke Stadeler die Gelegenheit, sich persönlich von vielen Gästen zu verabschieden.
Neue Bürgermeisterin ab Mittwoch im Amt
Die neue Bürgermeisterin Annette Binder wird am Mittwoch, 6. Mai, ihre Ernennungsurkunde ebenfalls unter Ausschluss entgegennehmen. Ein Pressetermin war bis Dienstag nicht vorgesehen. Hintergrund ist die Annullierung der Bürgermeisterwahl durch die Stadtverordneten aufgrund schwerer Mängel bei der Briefwahl. Sobald der Stadtverordnetenbeschluss rechtskräftig ist – gerechnet wird damit Ende Mai/Anfang Juni –, wird Annette Binder das Amt zunächst wieder verlieren. Bei den noch in diesem Jahr nötigen Neuwahlen will sie allerdings erneut antreten.

