Einkaufen in Ahrensfelde
: Warum Kaufpark Eiche bei Kunden und Mietern so beliebt ist

Viele Einkaufszentren in Berlin und Brandenburg kämpfen mit Leerstand und gegen den Niedergang. Der Kaufpark Eiche in Ahrensfelde dagegen prosperiert. Was wird dort anders gemacht?
Von
Dirk Schaal
Eiche/Hoppegarten
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Östlicher Eingang beim Shoppingcenter KaufPark Eiche

108 Geschäfte warten im Kaufpark Eiche in Ahrensfelde auf Kunden. Bei der Mieterzufriedenheit ist das Shoppingcenter Nummer eins in Brandenburg.

Dirk Schaal
  • Kaufpark Eiche in Ahrensfelde hat 108 Geschäfte und ist das beliebteste Shoppingcenter in Brandenburg.
  • Das Einkaufszentrum bekam bei einer Händlerumfrage die Note 2,28 und landete in einer Kundenbewertung auf Platz 27 bundesweit.
  • Centermanagerin Ines Ritter betont die Vielfalt der angebotenen Flächen und die großen Marken wie Media Markt und Adidas.
  • Der Kaufpark bietet viele lokale Aktivitäten und hat keine Parkgebühren.
  • Ritter sieht eine gute Zukunft, trotz Konkurrenz durch Onlinehandel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Viele der großen Einkaufszentren in der Region stecken in der Krise. Die Bahnhofs-Passage in Bernau verfällt seit Jahren zusehends. Im Berliner Nordosten haben zuletzt die Shopping-Center „Helle Mitte“ in Hellersdorf und das „East Gate“ vor allem mit Leerstandsmeldungen für Schlagzeilen gesorgt. Auch das Strausberger Handelscentrum hat schon bessere Tage erlebt. Dort sind jetzt aber immerhin größere Investitionen und die Neueröffnung von Geschäften angekündigt worden.

Der Kaufpark Eiche, der direkt an der Grenze zwischen Berlin-Marzahn und der Gemeinde Ahrensfelde in der Nähe von Hoppegarten und Hönow liegt, hingegen prosperiert, als seien die goldenen Zeiten der Shopping-Malls noch lange nicht vorbei. Sowohl von den Kunden als auch den Mietern hat das Einkaufszentrum zuletzt Bestnoten bekommen. Bei einer Händler-Umfrage des Magazins „Textilwirtschaft“ hat der Kaufpark Eiche aus Mietersicht mit der Note 2,28 als bestes Brandenburger Haus abgeschnitten. Auf Platz folgte das A10-Center in Wildau.

Kaufpark Eiche in Ahrensfelde unter den Top 3 in Brandenburg

Außerdem wertete das Portal testberichte.de vor wenigen Monaten 3,4 Millionen Online-Kundenbewertungen aus und erstellte ebenfalls eine Rangliste. Knapp 600 Einkaufzentren in ganz Deutschland wurden dabei bewertet. Der Kaufpark Eiche landete bundesweit auf Platz 27 und auf Platz 3 in Brandenburg. In der Mark bekamen nur das A10-Center in Wildau und das Designer Outlet in Wustermark etwas bessere Kundenbewertungen. Zum Vergleich: Das Handelscentrum Strausberg landete mit Platz 452 eher auf den hinteren Rängen. Die schlechteste Note aus Brandenburger Sicht war eine 3,7 für die Bahnhofs-Passage Bernau und die Rathauspassage Eberswalde.

Was macht das Shopping-Center in Eiche so besonders? „Wir haben das große Glück, dass wir alle möglichen Flächen anbieten können“, sagt Centermanagerin Ines Ritter. „Sowohl Fachmarktflächen als auch kleinteilige Flächen.“ Diese Vielfalt ziehe große Namen an: Media Markt, Decathlon, Nike, Adidas – sie alle hätten sich im Kaufpark niedergelassen. „Wir haben eine totale Sportkompetenz“, betont Ritter. „Wenn jetzt noch ein Fahrrad- oder Outdoor-Händler käme, würde er sich gern zu uns gesellen, weil wir dieses Publikum ansprechen.“

Ines Ritter ist seit 27 Jahren Centermanagerin vom KaufPark Eiche.

Mehr als ein Vierteljahrhundert Chefin des Kaufparks Eiche: Ines Ritter ist seit 27 Jahren Centermanagerin.

Ines Ritter

Doch nicht nur die großen Marken fühlen sich im Kaufpark Eiche wohl. Auch kleinere Händler finden dort ihren Platz. „Snipes ergänzt zum Beispiel mit seinem Sneaker-Angebot die Lücke zwischen Sportschuh und Freizeitschuh“, sagt Ritter. „Das ist unser bauliches Glück, dass wir variabel Flächen anbieten können. Bei Bedarf war es sogar möglich, Verkaufsflächen zu erweitern. So behält man Mieter“, meint die Centermanagerin. Ein weiterer Pluspunkt des Kaufparks aus ihrer Sicht: Er ist ebenerdig und verfügt über drei Eingänge. „Unsere Kunden können mit kurzen Wegen einkaufen gehen“, sagt Ritter. „Sie parken vor dem Eingang, wo das Geschäft ist, in das sie gehen wollen.“

Ein Magnet für Kunden ist auch eines der „deutschlandweit stärksten SB-Warenhäuser: Kaufland. Das zieht natürlich Kunden“, so Ritter. „Wir sind im Umland das erste Center, wenn man einkaufen gehen will.“ Die gute Infrastruktur und Erreichbarkeit täten ihr Übriges. „Wir haben keine Parkgebühren, keine Parkhäuser“, sagt Ritter. „Das mögen viele.“

Kaufpark Eiche versteht sich als regionaler Partner der Gemeinde

Doch der Kaufpark Eiche punktet nicht nur mit seiner Lage und seinem Angebot. „Wir machen unwahrscheinlich viel Marketingarbeit vor Ort“, führt Ritter aus. „Wir verstehen uns als regionaler Partner der Gemeinde.“ So gibt es im Sommer ein Feriencamp für Kinder, im Winter eine Eislaufbahn und im Sommer ein Open-Air-Kino. „Wir arbeiten auch mit den Hoffnungstaler Werkstätten zusammen. Dort werden Balkonbepflanzungen produziert, die hier vor Ort verkauft werden.“ Auch die Freiwillige Feuerwehr und lokale Vereine brächten sich mit Aktivitäten ins Centerleben ein.

Diese Aktionen schaffen eine besondere Atmosphäre. „Wir haben einen Sympathiewert geschaffen“, sagt Ritter. „Daran arbeiten wir extrem.“ Der Erfolg gibt ihr Recht. „Wir sind als regionaler Nahversorger gewachsen. Wir haben uns immer so verstanden, dass wir in der Region für die Kunden da sind.“

Gute Zukunftsperspektiven für Kaufpark Eiche in Ahrensfelde

Ritter sieht den Kaufpark Eiche gut aufgestellt, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. „Der Onlinehandel ist natürlich eine Konkurrenz“, räumt sie ein. „Aber wir bieten ein Einkaufserlebnis, das man online nicht bekommt.“ Zudem beobachtet sie, dass der Handel vor Ort aufgrund gestiegener Versandkosten wieder an Bedeutung gewinnt. „Die Versandkosten machen den Preisvorteil oft wett. Und viele Kunden schätzen es, die Ware vor dem Kauf anfassen und ausprobieren zu können.“

Sie ist daher zuversichtlich, dass der Kaufpark Eiche auch künftig eine wichtige Rolle im Einzelhandel in der Region spielen wird. „Wir sind ein lebendiger Ort, an dem Menschen zusammenkommen“, sagt Ritter. „Das ist etwas, dass der Onlinehandel nicht ersetzen kann.“