Eishockey: Knapper Auftakterfolg der Ice-Devils

Enteilt: Freudenbergs Marco Sandau (Mitte) hat sich der Kontrahenten entledigt und zieht ebenso zielstrebig wie schwungvoll dem Gehäuse der Ückermünder Lions entgegen.
Carola VoigtIm ersten Drittel starteten die Löwen famos, konnten sich eine 4:2-Führung erarbeiten. Nach drei Minuten lag der Puck schon dreimal im Tor. Ueckermündes Steven Pecker eröffnete die Torjagd, die Teufel glichen durch den 19-jährigen Justin Mario Gohmert aus (2.), aber Andre Arndt servierte einen Doppelschlag zum 3:1 (3./11.). Der Gegner kam nach 16 Minuten zum 2:3 heran (Gohmert), doch Carsten Krause erhöhte für die Löwen zum 4:2 (8.).
Im zweiten Spielabschnitt neutralisierten sich beide Teams und jedes netzte zweimal ein, sodass die Löwen ihren Zwei-Tore-Vorsprung halten konnten. Steven Pecker trug sich auf Ueckermünder Seite in die Torschützenliste ein (28., 37.) und Gohmert (27.) sowie Nico Freier (32.) trafen für die Märkisch-Oderländer.
Im dritten Drittel war die Energie der Löwen aufgebraucht und sie kassierten fünf Treffer in Serie (Robert Müller (42., 52.), Andre Specht (45.), Gohmert 46.), Christian Licht (54.). Erst jetzt sendeten die Uckermünder wieder neue Lebenssignale und kamen durch Pecker zum 7:9 (55.). Drei Minuten vor Schluss netzte Arndt zum 8:9 ein – für den Ausgleich reichte es allerdings nicht mehr. Schon am Sonnabend um 21 Uhr bekommen die Spieler aus Mecklenburg-Vorpommern die nächste Gelegenheit, um Punkte zu kämpfen. Sie treffen auf die Prenzlau Blizzards, die ihre erste Partie gegen den Eishockeyclub glatt mit 9:3 gewannen.
In der Uckermarkliga I kam es zum Saisonauftakt zur Neuauflage des Finals, dass im März die Eismammuts Uckermark gegen die bis dahin ungeschlagenen Oder Griffins mit 12:11 gewannen. Dieses Mal behielten die Griffins die Oberhand und siegten knapp 7:6 gegen die Mammuts. In der zweiten Begegnung der höheren Liga setzten sich die Flemsdorfer Haie mit 8:5 gegen die Schwedter Eisbären durch.
Etliche Neuerungen
Die Uckermark-Eishockey-Liga wartet in dieser Saison mit einer absoluten Neuerung auf. Es wird aufgrund der großen Leistungsunterschiede in zwei Ligen gespielt. „Die Mehrheit der zehn Teams hat sich für diese Variante entschieden. Und ehrlich – ein Match, das 24:2 endet braucht kein Mensch, das ist weder für die Mannschaften noch für die Zuschauer interessant“, erzählte Thomas Holzwarth von der Ligaleitung.
Die fünf Erstplatzierten der vergangenen Saison spielen in der Uckermarkliga I (Eismammuts Uckermark, Schwedter Eisbären, Lok Berlin, Flemsdorfer Haie, Oder Griffins) um die Meisterschaft. Die Uckermarkliga II setzt sich aus den Prenzlau Blizzards, Ueckermünder Lions, Freudenberger Ice-Devils, ESG Landin/Flemsdorf und dem Eishockeyclub 75 zusammen. Der Sieger dieser fünf Teams spielt am Ende eine Relegationsserie (Best off Three) um den Auf- und Abstieg gegen den fünften der UEL I. In jeder Liga wird in Hin- und Rückrunde im Modus „jeder gegen jeden“ gespielt. Es sind 40 Vorrundenpartien notwendig, die sich bis zum 16. Februar hinziehen. Am 22. Februar geht es in die Play-offs beziehungsweise Play-downs und Relegation. Der Höhepunkt folgt am 21. März. Hier werden die drei abschließenden Spiele ausgetragen – um 13 Uhr das dritte entscheidende Relegationsspiel, um 16 Uhr das kleine Finale und um 19 Uhr das Finale.
Freudenberger Ice-Devils: Martin Spiegel – Michael Thauer, Niko Freier, Alexander Lauter, Andre Specht, Christian Licht, Thomas Neßlböck, Robert Müller, Justin Mario Gohmert, Dirk Glowatzki, Marco Sandau
