Engagement
: Sonder-Dank an Unternehmerin

Rück- und Vorschau sowie Ehrungen gab es beim Neujahrsempfang der Gemeinde Rüdersdorf. Er war erstmals in der neuen Schulaula.
Von
Uwe Spranger
Rüdersdorf
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  • In Lila leuchtend: Von dem von manchen kritisierten Grau des Sichtbetons in der Schulaula war beim Rüdersdorfer Neujahrsempfang nichts mehr zu spüren.

    In Lila leuchtend: Von dem von manchen kritisierten Grau des Sichtbetons in der Schulaula war beim Rüdersdorfer Neujahrsempfang nichts mehr zu spüren.

    Uwe Spranger
  • Mit großem Blumenstrauß: Unternehmerin Petra Liss aus Hennickendorf wurde beim Neujahrsempfang der Gemeinde Rüdersdorf für ihr Engagement ausgezeichnet. Ein Ständchen brachte in der Aula der Grund- und Oberschule in der Brückenstraße auch der Volkschor Hennickendorf (hinten).

    Mit großem Blumenstrauß: Unternehmerin Petra Liss aus Hennickendorf wurde beim Neujahrsempfang der Gemeinde Rüdersdorf für ihr Engagement ausgezeichnet. Ein Ständchen brachte in der Aula der Grund- und Oberschule in der Brückenstraße auch der Volkschor Hennickendorf (hinten).

    Uwe Spranger
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Die neue Aula der Grund- und Oberschule hat ihre Feuertaufe als Veranstaltungsort bestanden. Die Gemeinde hatte erstmalig zum Neujahrsempfang dorthin geladen. Bei dem wurde diesmal Unternehmerin Petra Liss aus Hennickendorf ausgezeichnet.

„Es ist schon Wahnsinn, was man aus so einer Aula machen kann. Ein bisschen Licht, schön eingerichtet ... Zuerst hatten ja viele gemeckert über den Sichtbeton“, zeigte sich der Vorsitzende der Gemeindevertretung Ronny Neumann sehr zufrieden mit der Wahl des Ortes für die traditionelle Dankeschönveranstaltung der Gemeinde zum Jahresbeginn. Und Schulleiter Dirk Treßin als Hausherr äußerte in seinen Begrüßungsworten den Wunsch, dass der Raum künftig viele solcher Veranstaltungen erleben möge. Er müsse nun von Personen mit Leben gefüllt werden, gab ihm Neumann Recht und verwies darauf, dass die Schulerweiterung eingebettet sei in die Umgestaltungen des Wohngebiets mit verschiedenen Partnern und „noch nicht das Ende“ davon sei.

Bürgermeister André Schaller erinnerte an die im Bau befindliche Sporthalle und die Vorbereitungen für die vom Landkreis finanzierte Gymnasiumserweiterung in unmittelbarer Nachbarschaft der mit acht Millionen Euro bislang größten Investition der Kommune. Die Gemeinde werde noch eine neue Zufahrt und Parkplätze schaffen, kündigte er an, und die Außenanlagen würden ebenfalls noch gestaltet. In etwa anderthalb Jahren sei dann ein „zukunftsträchtiger Schulstandort“ komplett.

In Rück- und Vorschau der Chefs von Kommunalpolitik und Rathaus ging es unter anderem um die Kultur GmbH und deren Nachfolger. Es habe auf dem Weg einige „Verwirrungen und Verwerfungen“ gegeben, so Schaller. Ausdrücklich erwähnte er, dass auch in der in Liquidation geführten alten Firma „nichts Kriminelles“ passiert sei und die seinerzeit gestellte Strafanzeige gegen den damaligen Geschäftsführer Jörg Lehmann von der Staatsanwaltschaft mangels Inhalt gar nicht angenommen wurde.

Inzwischen sei viel passiert, gehe es gerade im Museumspark auch dank lang ersehnter Fördermittel voran. Überdies erwähnte er das in Vorbereitung befindliche Straßenausbauprogramm sowie die geplanten Neubauten von Hort und Kita in Hennickendorf. Letztere seien Konsequenzen der wachsenden Einwohnerzahl. Inzwischen habe man die 16 000 überschritten.

Stellvertretend für die vielen Engagierten unter ihnen wurde die Hennickendorferin Petra Liss geehrt. Sie habe vor 25 Jahren den Sprung in die Marktwirtschaft gewagt, unterstütze seitdem bei Wohngebietsfesten und Veranstaltungen, spende Preise und Blumen, habe Patenschaften für Grünanlagen übernommen und vieles mehr, erläuterte Schaller. Zudem lobte er ihr fotografisches Talent, insbesondere die Bilder von Sonnenuntergängen. Und er hoffe, dass er weiter bei ihren Weihnachtsverkäufen etwas aussuchen könne. Für die langjährige Unterstützung durfte sie sich ins Ehrenbuch der Gemeinde eintragen und erhielt einen großen Blumenstrauß. Einen etwas kleineren gab es für Sabrina Pflume aus dem Rathaus. Die langjährige Wahlleiterin verlässt die Verwaltung in Richtung Nachbarkreis.

Gerade in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen in diesem Jahr warben Schaller und Neumann, sich einzubringen und mitzugestalten. Mit dem gemeinsamen Willen, Rüdersdorf voranzubringen, gebe es noch viel Potenzial, befand Neumann kommunalpolitisch und Schaller ergänzte den großen Rahmen: Die Demokratie sei ein Garant für den Frieden in Europa.

Seniorenbeiratsvorsitzende Antje Kircheis nutzte den Abend, um für frisches Blut in ihrem Gremium und ihrer Position zu werben. „Ohne uns wäre vieles nicht so passiert, wie es passiert ist“, sagte sie, aber nun sei es Zeit, den Staffelstab weiterzugeben. Und Bergbauvereinschef Steffen Zwickirsch hofft auf positives Echo für die Idee, dem Ortsnamen den Begriff Bergbaugemeinde hinzuzufügen. Schließlich gebe es Traditionen in allen Ortsteilen, habe der Bergbau Rüdersdorf national und international publik gemacht.

Für den musikalischen Rahmen sorgten der neue Chor der Grund- und Oberschule, Sandra Ernst (Keyb.) und Lucy Krienke (Flöte), Madita Soballa sowie der Volkschor Hennickendorf.