Erneuerbare Energie: Blockheizkraftwerk im Rathaus als Idee

Erneuerbare Energien: Eine Photovoltaikanlage in Märkisch-Oderland
Johann MüllerZwölf Punkte führt das Protokoll der gemeinsamen Sondersitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Tourismus/Umwelt zum Thema erneuerbare Energien auf, wozu auch Bürger gern gesehen waren. Doch obwohl die Thematik recht umstritten ist, sobald es konkret wird, wie das Beispiel Windanlagen zwischen den Ortsteilen Wegendorf, Wesendahl und Buchholz in den vergangenen Jahren zeigte, war die Besucherzahl mit fünf sehr überschaubar geblieben.
Indes war die Diskussion über den weiteren Umgang mit dem Klimaschutzkonzept durchaus fruchtbar. Die fixierten Arbeitspunkte lassen darauf schließen. „Genau das sollte die Sondersitzung auch erbringen: konkrete Maßnahmen aus dem vorhandenen Klimaschutzkonzept ableiten, mögliche Einsatzfelder beschreiben und eine Diskussion über die richtigen Standorte anstoßen“, gab Stadtentwicklungsausschussvorsitzender Michael Töpfer (CDU) Auskunft.
So wurden als bevorzugte Standorte für Photovoltaikanlagen erst einmal alte Deponien wie Neuhönow oder südlich des Schießstandes bei Friedrichslust notiert. Es wurde aber auch überlegt, den Einbau eines Blockheizkraftwerkes im Rathaus zu prüfen. Was die weitere Entwicklung des neuen Gewerbegebietes an der Straße An der Mühle“ angeht, sollte überdies eine autarke Energieversorgung als Aufgabe an mögliche Planentwickler fixiert werden. Darüber hinaus gehörten auch solche Dinge wie das Umrüsten auf LED–Straßenbeleuchtung zu den festgehaltenen Diskussionsresultaten, führte Töpfer an.
Arbeitsgruppe wird reaktiviert
Zu wichtigen Arbeitsschritten verweist er zudem auf das Installieren eines Bürgerinformationsportals zu Umweltschutz und Energieeinsparung auf der Internetseite der Stadt. Über Kita, Schule beziehungsweise ein Kinder– und Jugendparlament sollten unbedingt auch diese Kreise integriert werden.
Statt sich einen teuren Klimaschutzmanager zu leisten, möchte man lieber wieder die zentrale Arbeitsgruppe Alternative Energien/Klima aktivieren, die die Fachausschüsse beraten könne. Auch das Angebot einer speziellen Schulung werde als hilfreich erachtet. „Bei allem aber“, ist Michael Töpfer sicher, „gehört eine regelmäßige Abrechnung der Arbeit und Kontrolle mit auf den Zettel.“