Solaranlage und Wärmepumpe
: Was beim Einbau wichtig ist

Bei der Installation von Solaranlage und Wärmepumpe ist einiges zu beachten. Das Energiebüro Märkisch-Oderland hilft mit Vorträgen.
Von
Thomas Berger
Strausberg
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Photovoltaik (PV) wandelt Sonnenlicht in Strom um. Davon lässt sich ein großer Teil für Geräte zu Hause sowie für Heizungen und Elektroautos nutzen. Wie das geht, zeigt eine Vortragsreihe an verschiedenen Orten in Märkisch-Oderland. (Symbolbild)

Photovoltaik (PV) wandelt Sonnenlicht in Strom um. Davon lässt sich ein großer Teil für Geräte sowie für Heizungen und Elektroautos nutzen. Wie das geht, zeigt eine Vortragsreihe an verschiedenen Orten in Märkisch-Oderland. (Symbolbild)

Andreas Arnold/dpa
  • Vortragsreihe in Märkisch-Oderland erklärt PV und Wärmepumpen – Fokus auf Praxis und Regeln.
  • Mario Hofmann betont: Auch ohne Südausrichtung liefern PV-Dächer brauchbare Erträge.
  • Einspeisevergütung ist niedrig, daher Eigenverbrauch und Batteriespeicher meist sinnvoll.
  • Neue Regel: zeitweise Drosselung auf 60 Prozent möglich, Ertragsverluste meist gering.
  • Nächste Wärmepumpen-Termine: 15.7. Buckow, 23.7. Fredersdorf, 3.9. Golzow; Letschin geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Immer mehr Hauseigentümer denken über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, ein Balkonkraftwerk oder eine Wärmepumpe nach. Wer sich nicht ohnehin beruflich oder privat intensiv mit Technik beschäftigt, steht dabei schnell vor vielen Fragen. Hinzu kommen neue oder geänderte gesetzliche Vorgaben.

Welche Punkte bei der energetischen Umstellung des Eigenheims wichtig sind, erklärt das Klimaschutz- und Energiebüro Märkisch-Oderland derzeit in einer Vortragsreihe im gesamten Kreis. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Fragen zu klären und auf typische Hürden hinzuweisen.

PV-Anlagen liefern auch ohne Südausrichtung noch guten Ertrag

Die ersten Veranstaltungen hielt Mario Hofmann kürzlich in Buckow und Herzfelde zum Thema Photovoltaik. Dabei gab der Experte, der sich seit mindestens acht Jahren intensiv mit dem Themenfeld beschäftigt, eine Reihe praktischer Hinweise für Planung und Umsetzung.

Es muss nicht immer Süden sein.
Mario Hofmann
Energieexperte beim Klimaschutz- und Energiebüro MOL

Eine wichtige Botschaft lautete: „Es muss nicht immer Süden sein.“ Auch Dächer ohne optimale Südausrichtung könnten noch gute Erträge bringen. Selbst auf Nordseiten sei durch sogenanntes diffuses Licht noch eine brauchbare Stromerzeugung möglich – vorausgesetzt, es gibt keine zusätzlichen Verschattungen, etwa durch große Bäume.

Einspeisevergütung ist gering

Volleinspeiseanlagen hält Hofmann für Privathaushalte in der Regel nicht für sinnvoll. Ziel der meisten Eigenheimbesitzer sei es, möglichst viel des erzeugten Solarstroms selbst zu verbrauchen. Überschüssiger Strom werde zwar ins Netz eingespeist. Die staatlich geregelte Einspeisevergütung liege jedoch nur bei rund acht Cent pro Kilowattstunde, bei größeren Anlagen mit mehr als 10 Kilowatt Nennleistung noch darunter. Bei zeitweise negativen Strompreisen könne die Vergütung sogar ganz entfallen.

Weil die stärkste Sonneneinstrahlung mittags auftritt, der Stromverbrauch im Haushalt dann aber oft vergleichsweise niedrig ist, am Abend dagegen viele Geräte genutzt werden, wenn die Anlage kaum noch Strom produziert, sei ein Batteriespeicher sinnvoll, so Hofmann. Im Sommer könne dann tagsüber unter Umständen ganz auf Stromzukauf verzichtet werden.

Neue Regeln für Solaranlagen

Wer eine neue PV-Anlage plant, sollte die geänderte Rechtslage im Blick haben. Nach der Reform des Energiewirtschaftsrechts vom Februar 2025 ist unter bestimmten Voraussetzungen eine zeitweise Drosselung der Einspeisung auf 60 Prozent möglich, um Überlastungen im Netz zu vermeiden.

Nach Angaben Hofmanns sind die Auswirkungen jedoch begrenzt. Die HTW Berlin habe für Anlagen mit Ost-West-Ausrichtung Ertragsverluste von lediglich 1,1 Prozent errechnet, bei Südausrichtung seien es neun Prozent. Bestandsanlagen seien davon nicht betroffen.

EEG-Reform wird diskutiert

Auch darüber hinaus könnten sich die Rahmenbedingungen weiter ändern. Wie Hofmann in seinen Vorträgen erläuterte, wird derzeit eine weitere Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes diskutiert. Demnach könnte ab 2027 für kleinere Anlagen bis 25 Kilowatt die Einspeisevergütung ganz entfallen.

Stattdessen soll die Direktvermarktung von Solarstrom an Bedeutung gewinnen. Denkbar seien etwa Liefermodelle im direkten Umfeld. Allerdings gebe es dazu noch rechtliche und praktische Hürden.

In seinen Vorträgen geht Hofmann auf viele weitere Aspekte ein: auf Unterschiede bei Balkonkraftwerken mit ein, zwei oder vier Modulen, auf Preisbeispiele, Garantiezeiten, Recyclingfähigkeit und die Preisentwicklung bei einzelnen Komponenten. Nach seinen Angaben sind Batteriespeicher günstiger geworden, während die zwischenzeitlich gesunkenen Modulpreise zuletzt wieder leicht angezogen haben.

Auch intelligente Stromzähler sind nötig: Mario Hofmann vom Klimaschutz- und Energiebüro Märkisch-Oderland gibt bei seinen Vorträgen viele hilfreiche Hinweise. Gestartet wurde mit dem Thema Solar, nun geht es um Wärmepumpen.

Thomas Berger

Nächste Termine zur Wärmepumpe

Die nächsten Vorträge widmen sich dem Thema Wärmepumpe, unter anderem auch ihrer Nutzung als reversible Klimaanlage. „Die Förderregeln sind im Detail komplex. Eine Beratung im Vorfeld ist daher sinnvoll“, sagt Hofmann. „Gerät, Nutzung und Gebäude müssen zusammenpassen. Wer zu früh beauftragt oder ein ungeeignetes Gerät auswählt, kann die Förderung gefährden.“

Die Vorträge im Überblick

Am 15. Juli um 18 Uhr ist der Fachmann dazu erneut im Ratssaal Buckow, Hauptstraße 1, zu Gast.
Weitere Termine sind am 23. Juli, ebenfalls 18 Uhr, im Verwaltungsgebäude Fredersdorf, Lindenallee 3 (Sitzungssaal), und am 3. September, 18 Uhr, im Gemeindezentrum Golzow, Hauptstraße 16.
Ein weiterer Vortrag ist für Letschin in Vorbereitung. (bg)