Eröffnung
: Startschuss für private Gesamtschule und Gymnasium in Hönow

Der Unterricht am alten Grundschulstandort in Hönowhat jetzt auch offiziell für die 38 Schüler der Gesamtschule und des Gymnasiums begonnen.
Von
Dirk Schaal
Hönow
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Viel zu sehen bei der Begehung: die Fachbereichsleiterin der Gemeindeverwaltung, Bianca Hinkel, Schulleiter Alexander Planken und die Leiterin der Gebrüder-Grimm-Grundschule, Elke Heitmann beim Rundgang im neuen Schulcampus in Hönow

Dirk Schaal

Von langer Hand geplant, die ersten Kontakte von ASG–Geschäftsführer Elmar Süß und dem damaligen Bürgermeister Karsten Knobbe gehen bis ins Jahr 2014 zurück, habe die Vorbereitung nun ein erfolgreiches Ende gefunden, sagte Süß in seiner „kurzen Ansprache“ bei Kaiserwetter auf dem Sportplatz der Schule. Er lobte den Standort, der neben dem ehemaligen Schulgebäude, dem modernen Hort, der Sporthalle auch einen geräumigen Schulhof umfasst — Luxus im Vergleich zu abgewägten Örtlichkeiten an anderen Standorten, die lediglich aus zügigen Containern bestanden.

Eigentlich war 2014 noch als Standort das KWO–Gelände am Bahnhof Hoppegarten  im Gespräch, jedoch ziehen sich die Kaufverhandlungen mit dem Bund noch bis heute hin. Eine Entwicklung als Schulstandort ist dort immer noch im Gespräch, jedoch ohne klares Bekenntnis der ASG, irgendwann dorthin umzuziehen.

Erst eine Woche vor Schulbeginn habe die ASG die Genehmigung durch das Schulamt bekommen. Dies sei aber nicht verwunderlich, für andere Schulen ist das schon mal rückwirkend erfolgt und sei dem Arbeitspensum der Genehmigungsstelle geschuldet, berichtete Elmar Süß. Echte Zweifel an der Erlangung der Genehmigung hatte man nie, als man am 9. Dezember den Antrag für zwei Schulen, Gymnasium und Gesamt­schule mit gymnasialer Oberstufe, einreichte.

Ersatzschule, wie die Hönower Schule in privater Trägerschaft offiziell heißt, sei kein Schimpfwort für ihn, sagte Süß, eher drücke es aus, dass man staatlichen Schulen gleichwertig sei. Abschlüsse nach der 10., 12. sowie 13. Klasse sind möglich, die alle denen der staatlichen Schulen gleichgestellt sind. Der Name für Hönow Campus Region Berlin–Brandenburg sei keineswegs großspurig gewählt, sondern gibt Hinweise auf die zukünftige Ausrichtung, erklärte Süß. Fast genau auf der Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg will man Schüler aus beiden Bundesländern gemeinsam lernen lassen. "Schule bereitet nicht auf das Leben vor, sondern findet mitten im Leben statt“, sagte Süß philosophisch korrekt, doch auch mit dem Anspruch, seine Schule nicht auf den Unterricht zu beschränken. Als Ganztagsschule will man den Schülern ein volles Programm bieten, möglichst auch in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.

Schulleiter Alexander Planken sagte etwas zur Geschichte der Schule, deren Kreis sich zum Schuljahresbeginn ein klein wenig schließt. Reinhardt Eley, der schon 1971 bei der Eröffnung als Polytechnische Oberschule unterrichtete, steht nun wieder im Lehrerkollegium. Auch einen Ausblick hatte Planken parat: er wolle sich in den nächsten Schuljahren darum bemühen, Fachunterricht in einer Fremdsprache anbieten zu können. Englisch schwebe ihm vor, das wäre einmalig im Landkreis. Bisher gäbe es fremdsprachlichen Fachunterricht nur in Rüdersdorf auf Französisch.

Beim anschließenden Rundgang bekam Elke Heitmann leuchtende Augen. „So einige Dinge, wie die moderne Technik in den Klassenräumen, könnte ich mir bei uns in der Schule auch gut vorstellen“, sagte sie. Ansonsten hatte sie alle Hände voll zu tun, ehemalige Schüler zu begrüßen. „Kennen Sie eigentlich jeden ihrer Schüler mit Namen?“, fragte daraufhin Bürgermeister Sven Siebert. „Ja, eine Stunde mit der Klasse reicht“, antwortete Elke Heitmann.

38 Schüler in zwei Klassen

Auch die elfjährige Leni ging einst in die Grundschule am gleichen Standort, wo jetzt ihre Oberschule ist. Die Nähe zum Wohnort gab den Ausschlag dafür. Schön findet sie auch, dass sie am selben Standort jederzeit die Option Gymnasium wählen kann.

38 Schüler in zwei Klassen, davon 24 Oberschüler und 14 Gymnasiasten, haben das Premieren–Schuljahr im umgebauten ehemaligen Hortgebäude in Angriff genommen. Davon kommen etwa je ein Drittel aus Hoppegarten, der näheren S 5–Region sowie aus Berlin. „Für das nächste Schuljahr gibt es bereits 95 Anmeldungen, sehr viele davon aus Hoppegarten. Es sind aber noch Plätze frei“, erklärte Alexander Planken.