Feuerwehr in Rüdersdorf: Einsatzkräfte rücken nach Alarm zum Gasspeicher aus

Sind die Feuerwehren in Rüdersdorf auf einen möglichen Störfall im Gasspeicher vorbereitet? Das wurde am Dienstag vor Ort überprüft.
Jörg Schattling/EWE- Unangekündigte Übung am Gasspeicher Rüdersdorf: Feuerwehren rückten nach Alarm aus.
- Angenommener Störfall vor Ort entkräftet, echte Gefahr bestand nicht.
- Szenario war ein Brand in einer Anlage – trainiert wurden Löschung, Absicherung und Rettung.
- Ziel: Zusammenarbeit, Abläufe und externer Notfallplan unter realen Bedingungen testen.
- Erste Bilanz positiv, Auswertung folgt gemeinsam mit Feuerwehr, Katastrophenschutz und EWE.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehrere Feuerwehren sind am Dienstag, 13. Oktober, zum Gasspeicher des Energieversorgers EWE in Rüdersdorf gerufen worden. Die Einsatzkräfte mussten nach der Alarmierung von einem Störfall ausgehen. Vor Ort wurde am schnell klar. Echte Gefahr bestand nicht. Es handelte sich um eine unangekündigte Übung.
Wie die EWE AG als Betreiber des Gasspeichers am Nachmittag informierte, war die Übung im Auftrag der zuständigen Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Märkisch-Oderland inszeniert worden.
Die Feuerwehren der Gemeinde wurden dafür über die regulären Alarmierungswege zu einem angenommenen Störfall am Speicherstandort gerufen. „Im Mittelpunkt standen die Zusammenarbeit der Beteiligten, die Reaktions- und Einsatzabläufe sowie der Praxistest des externen Notfallplans“, teilte das Energieunternehmen mit.
Brand in Anlage angenommen
Als Übungsszenario wurde ein Brand in einem Anlagenteil angenommen. Dabei trainierten die Einsatzkräfte unter anderem Brandbekämpfung und Absicherung des Geländes sowie die Rettung von Verletzten.
„Solche Übungen sind wichtig, weil Sicherheit nicht nur auf dem Papier funktionieren darf“, erklärte Albrecht Borchardt, Sicherheitsbeauftragter bei EWE Gasspeicher. „Entscheidend ist, dass die vorgesehenen Abläufe auch unter realistischen Bedingungen greifen und alle Beteiligten wissen, was im Ernstfall zu tun ist.“ Gerade das Zusammenspiel zwischen den EWE-Mitarbeitenden, Feuerwehr und Katastrophenschutz lasse sich nur durch regelmäßige gemeinsame Übungen überprüfen und gegebenenfalls verbessern.
Einsatzkräfte wurden von Alarm überrascht
Die Einsatzkräfte waren nach EWE-Angaben vorab weder über den Zeitpunkt noch über das konkrete Übungsszenario informiert. Der Alarm erreichte die Feuerwehren auf demselben Weg wie bei einem tatsächlichen Ereignis. Damit sollten möglichst realistische Bedingungen geschaffen werden.
Eine erste Bilanz der Beteiligten fiel laut EWE positiv aus: „Die Alarmierung über die vorgesehenen Meldewege hat funktioniert, die Einsatzkräfte waren zügig vor Ort und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Katastrophenschutz und EWE verlief planmäßig.“ Die einzelnen Abläufe und Erfahrungen aus der Übung sollen nun gemeinsam ausgewertet werden. „Jede Übung liefert uns Erkenntnisse, die wir für den Ernstfall nutzen können“, so Albrecht Borchardt.
Regelmäßige Übungen im Gasspeicher
Für den Gasspeicherstandort Rüdersdorf besteht nach Auskunft des Betreibers ein externer Notfallplan. Dieser beschreibt die vorgesehenen Maßnahmen und Zuständigkeiten für den Fall eines außergewöhnlichen Ereignisses. Regelmäßige Übungen dienen dazu, diese Planungen unter möglichst realistischen Bedingungen zu testen. Die Ergebnisse werden anschließend von den Beteiligten ausgewertet, um Abläufe bei Bedarf weiterzuentwickeln.
Bereits bei der vorangegangenen Übung im Jahr 2023 waren örtliche Feuerwehreinheiten, Einheiten des Katastrophenschutzes des Landkreises Märkisch-Oderland und Mitarbeitende von EWE beteiligt.

