Frauentag: Von den Weiten Russlands bis Striptease
Sehr fröhlich und unterschiedlich wurde der Internationale Frauentag in der Region begangen. Vielerorts beschenkten die Bürgermeister die Damen mit Rosen.
In Hoppegarten hatten sich Seniorenbeirat und Awo zusammengetan und rund 120 Damen strömten in den Gemeindesaal, um dort dem Gesang des Vokalensembles aus Minsk zu lauschen, das getragene Volkslieder vortrug, aber auch den Saal mit „Kalinka“ zum Beben brachte. Ein großes Dankeschön gab es dafür von Awo–Chefin Uschi Baumann, die die drei Herren — Dmitri Tunik (Bass), Janoch Nelepa (Tenor) und Mikalai Kastsyuchonak (Bariton und Akkordeonspieler) – mit einem kleinen Präsent verabschiedete. Danach sorgte Alleinunterhalter Dieter Frenzel aus Rüdersdorf für beste Tanzmusik.
Ein Jubiläum wurde in Hennickendorf begangen. Dort wurde zum 25. Mal die einst von Erna Wolf ins Leben gerufene Frauentagsfeier gefeiert. Organisiert vom Waschbär–Verein, der grandios als Chor auftrat, gab es auch Gasteinlagen etwa von der Wackelzahn–Gruppe der Kita Sonnenschein, von den Wilden Wachteln und einer Abordnung des Männerchores. „Wir haben in Hennickendorf viele tolle Vereine, da haben wir uns bei der Gestaltung des Programms auf die eigene Kraft konzentriert“, sagte Evi Kurzawa vom Waschbär–Verein. Die rund 130 Frauen von Anfang 20 bis über 80 hatten ihren Riesenspaß und tanzten zur Musik von DJ Danny.
Das Neuenhagener Bürgerhaus war ausgebucht. Carola Reichenbach und Thomas Andersson, am Klavier Attila Szekely, präsentierten die schönsten Melodien aus der Operettenwelt, bevor DJ Christian Herrmann auflegte.
Für die Buckower Kneip–p-Sisters war der Auftritt in der Müncheberger Stadtpfarrkirche zum Frauentagskonzert eine Premiere. Von Neandertalern, starken Gefühlen und Wünschen (nicht nur) der Frauen sangen die 17 Buckowerinnen. „Wir wollen, dass die Leute unsere Botschaften verstehen, egal, wie jung oder alt sie sind“, sagte Leiterin Sandra Hoffmann, warum auf Deutsch gesungen wird. Da wurde mitgeklatscht und fröhlich geschunkelt. Manche Anekdote sorgte für Lachtränen. Traditionell lud Lichtenows Ortsvorsteher Herbert Peschke zur gemütlichen Runde ein. Besonderer Gast war dieses Mal Stephan Wapenhans, der aus seinem Werdegang berichtete und die Damen mit Liedern, Gedichten und Zitaten erheiterte.
Wie das ist, wenn bis 70 gearbeitet werden soll und wie Abhilfe geschaffen werden kann, zeigten die Lady Dancer der Rüdersdorfer Karnevalsgemeinschaft zur Feier in Herzfelde. Mit Rollator, Rentenstelle und Jobcenter als Kulissen und bissigem Humor, der auf ernste Probleme abzielte, ging es zu. Im Volkshaus Strausberg–Nord präsentierte „Rick, der Schlangenmann“ seine Tiere. Besonders Mutige ließen sich Saphira, den rund 60 Kilogramm schweren und größten Albino–Python Europas, umlegen. Zum Höhepunkt des Abends sorgte ein Stripper aus Berlin mit seiner Show für Kreischattacken und Hysterie unter den Damen.




