Fußball: MSV-Hallen-Cup geht nach Berlin
Sieger wurde das Team von Blau-Gelb Berlin II, vor dem eigentlichen Turnierfavoriten, dem SV Lichtenberg 47. Am Ende war es so knapp, gespielt wurde nach dem System jeder gegen jeden, dass die Tordifferenz für die Blau-Gelben entschied.
Turnierleiter und Organisator Marko Siebenwirt, der auch Vereinschef des MSV Rüdersdorf ist, freute sich, dass er die Mannschaft aus Lichtenberg für das Turnier gewinnen konnte, denn „wir wollen eine Vereinspartnerschaft ins Leben rufen“, sagte der 36-Jährige. Die Berlinerinnen kamen zudem mit der Empfehlung eines dritten Platzes bei den diesjährigen Berliner Hallenmeisterschaften ins Doppeldorf. Trainer bei den Berlinerinnen ist Fabian Bauer, der in erster Linie seinen überwiegend jüngeren Spielerinnen weitere Praxis vor dem Beginn der Meisterschaftsrückrunde verschaffen wollte. „Das Turnier ist wirklich gut organisiert und hat ein durchaus ansprechendes Niveau.“ Er konnte das auch recht gelassen sagen, denn seine Mannschaft musste nur einen Punkt, beim 1:1 gegen Blau-Gelb Berlin, abgeben. Mit Ausnahme der Partie gegen den SV Victoria Seelow (2:1) siegte sein Team in allen anderen Spielen auch recht deutlich.
Junge Mannschaft aus Berlin
Während bei Lichtenberg 47 mehr die Jugend im Vordergrund stand, hatte Blau-Gelb-Trainer Stefan Andrzejewski einen sehr erfahrenen Kader mitgebracht. „Wir wollen tatsächlich nur Spaß haben und alle sollen sich bewegen“, sagte er und erinnerte sich gern an seine eigene aktive Zeit, während der er gegen verschiedene Vereine aus Brandenburg Fußball spielte, wie er sagte.
Es gab natürlich auch sehr ambitionierte Teilnehmer. Andreas Kirschner trainiert die Mannschaft des Gastgebers. „Wir haben durch die Spielgemeinschaft einen großen Kader und somit einen gesunden Konkurrenzkampf. Diese Hallenturniere sind wertvoll, denn die Spielerinnen können ihre Technik auf diesem Boden verbessern. Ich sehe das als zusätzliche Trainingseinheit und bin heute sehr zufrieden mit dem dritten Platz und auch mit dem, wie sich das Team präsentiert hat.“ Kirschner will mit seiner Mannschaft in der Kreisliga, derzeit liegt die Truppe auf Platz 6, noch einmal angreifen. Vor allem will er sich aber mit einem Sieg am 17. Mai gegen die SG Wiesenau für das Finale um den Kreispokal qualifizieren.
Nicht alle Erwartungen erfüllt
Vierter im Turnier wurde die SG Lichtenow/Kagel und Trainer Alexander Oswald sah den Verlauf ähnlich wie seine Kollegen: „Der Spaß steht im Vordergrund. Ich habe auch schon Männermannschaften trainiert. Generell vollzieht sich die Entwicklung einer Frauenmannschaft aus dem Spaß heraus. Frauen gehen viel unbedarfter an die Sache heran.“
„Wir wollen mindestens auf Platz 4 landen“, war sich das Trainerteam aus Seelow einig. Lutz Jäger und Harald Sänger kamen aber über zwei Unentschieden, gegen Steinhöfel 0:0 und Lichtenow/Kagel 1:1, nicht hinaus.
Tabellenletzter in diesem Turnier wurde der VfB Steinhöfel. „Das macht gar nichts“, sagte mit einem Lächeln auf dem Gesicht Trainer Marcel Kranich. „Auch für uns ist die Freiluftsaison viel wichtiger. Wir hoffen, dass wir in unserer Kreisliga, Staffel Süd, noch für einige Überraschungen sorgen können.“


