Trotz Ferienzeit in Brandenburg ist der Besuch von 15 indischen Gymnasialleitern am Donnerstag in Altlandsberg und am Freitag in Dresden als erfolgreich eingeschätzt worden. Die aus drei indischen Großstädten, darunter der 18-Millionen-Metropole Mum­bai kommenden Gäste seien überaus interessiert am deutschen Bildungssystem gewesen und hätten dazu einen kleinen Einblick erhalten, sagte der Altlandsberger Ravindra Gujjula, Stadtverordnetenvorsitzender und SPD-Kreistagsmitglied, auf Nachfrage dieser Zeitung.
Der selbst ursprünglich aus Indien stammende Kommunalpolitiker und Arzt hatte auf Bitte eines Bekannten, der in Indien über Jahre für internationalen Schüleraustausch verantwortlich zeichnete, das Programm organisiert, die Schulleiter begleitet und zugleich als Übersetzer fungiert.
Dabei habe er bei seiner freudigen Zusage am Telefon nicht bedacht, dass in diesen Tagen gerade Herbstferien im Land seien, bekannte Gujjula ehrlicherweise. In Sachsen war das glücklicherweise nicht der Fall, sodass die Gäste in Dresden auch Einblicke in Unterrichtsstunden erhalten konnten und in Kontakt mit Pädagogen kamen.
Auskunft zu Finanzierung
Mit der Unterstützung der angesprochenen Altlandsberger Einrichtungsleiter und weiterer Akteure war es dennoch gelungen, einen so umfang- wie abwechslungsreichen "Fahrplan" für die Gruppe in Altlandsberg zusammenzustellen.
Beim Besuch des Logistikzent­rums in Altlandsberg-Seeberg interessierte die Gäste das Wie einer kontinuierlichen Absicherung notwendiger Sortimente in Supermärkten. Im Rathaus standen den indischen Schulleitern Bürgermeister Arno Jaeschke, Kämmerer Carl Grünheid und CDU-Stadtverordneter René Koht zu Fragen der Kommunalfinanzierung Rede und Antwort und mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Esther Drusche gab es eine Bildungsexpertin i. R., die Auskunft geben konnte. Überdies machten die Gymnasialleiter im Altstadthort, der Kita Storchennest, wo ihnen Kinder gleich noch ein kleines Programm vorführten, und im Seniorenzentrum "Am Röthsee" Station. Die Besucher seien begeistert gewesen, schätzte Gujjula ein.
Die Leiter von sowohl regel-staatlichen als auch privaten indischen Gymnasien hätten ihren viertägigen Aufenthalt zum Kennenlernen des Bildungswesens in Deutschland auch vor dem Hintergrund eines möglichen späteren Schüleraustauschs vorgenommen, so Gujjula. "In einigen der Gymnasien wird Deutsch als Zweitsprache gelehrt" und verschiedentlich würden dort auch dänische und deutsche Schüler unterrichtet. "Es wäre schön, wenn sich Schulen der Region für solche Kontakte interessieren würden."