Geschichte: Rittergut ist auf Wanderweg nun als Rundgang erlebbar

An der Villa Thyssen-Tafel: die Teilnehmer der Rundgang-Eröffnung mit Bürgermeisterin Sabine Löser (vorne links), und Margrit Baumann (vorne Zweite von links) vom Heimatverein
Martin Stralau/MOZZur Eröffnung des Weges hatten sich gut 30 Interessierte am Standort der Villa Thyssen, dem zweiten Punkt des Rundwegs, eingefunden. Von dort aus wollten sie diesen bis zum Ende erwandern, doch der Starkregen machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Also ging es in einem kleinen Autokorso zum Heimatmuseum, wo sich die Besucher die historischen Gebäude des Rittergut–Wanderwegs bei Kaffee und Kuchen in zwei kurzen Film anschauen konnten. Dazu wurden Hefte verteilt, in denen die zwei Rundgänge auf Karten dargestellt sind und sich auch die Inhalte der Schautafeln eins zu eins wiederfinden. Die Hefte sollen schon bald in noch einmal überarbeiteter Form für alle Bürger kostenlos bei der Gemeinde ausliegen, sagte Margrit Baumann vom Heimatverein Hennickendorf, die das Projekt Rundgang Rittergut seit Frühjahr 2018 anleitete. Bei der Umsetzung standen ihr Bernd Reichelt, Georg Jagiela, Birgit Opel und Karl–Heinz Graetz sowie Ortschronist Reinhard Kienitz zur Seite. Die Informationstafeln hat die Firma Iconda aus Eggersdorf hergestellt, finanziert wurde das Projekt von der Gemeinde.
Chronik als Informationsbasis
„Bei der Erarbeitung des Rundgangs haben wir uns auf die Ortschronik 1367 bis 2002 bezogen, die der Heimatverein herausgegeben hat, aber auch auf andere historische Unterlagen“, sagte Margrit Baumann. Die Informationstafeln seien manchmal etwas näher an dem Objekt, das sie beschreiben, manchmal etwas weiter weg. Manchmal schaue man aber auch ins Nichts, wenn das Gebäude gar nicht mehr existiere, sagte sie. Mit zu den schönsten Gebäuden des Rundgangs gehört der Marstall, Station drei auf dem Weg, der nach 1990 privatisiert und vom jetzigen Besitzer rekonstruiert wurde.