Unter Hundehaltern ist es ein großes Thema und manchmal läuft beim Gassigehen die Angst schon mit – die Angst davor, dass der geliebte Vierbeiner einen mit Gift oder scharfen und spitzen Gegenständen präparierten Köder fressen könnte, der von einem Hundehasser ausgelegt wurde. Natürlich seien nicht alle plötzlichen Todesfälle auf eine Vergiftung des Tieres zurückzuführen, doch das vorsätzliche Auslegen von Giftködern durch perfide Hundehasser komme immer wieder vor, heißt es von der Bundestierärztekammer.
In Strausberg hat am Donnerstag unter Hundehaltern ein Fall für Verunsicherung gesorgt. Nahe der Garzauer Chaussee hinter den Gärten war Hackfleisch aus mehreren Packungen abgelegt worden – was jeder Hund, der nicht angeleint und etwas Vorsprung vor Frauchen oder Herrchen hat, im Zweifelsfall mit großer Begeisterung blitzschnell verschlingt.
Die Finderin informierte nach eigenen Angaben das Ordnungsamt über den Fund und warnte andere Hundehalter in den sozialen Medien, wo andere Hundefreunde den Hinweis dankbar aufgenommen haben. Ganz unbegründet ist die Sorge vor Giftködern nicht. Schließlich war erst im Dezember 2020 in Strausberg die Mini-Australien-Shepherd-Hündin „Luna“ qualvoll an einer Vergiftung verendet. Ein anderer Hunde konnte gerettet werden.

Wie im schlimmsten Fall reagieren?

Sollte der schlimmste Fall einmal eintreten, ist beim Hund laut der Tierärztekammer, die auch auf ihrer Internetseite zu dem Thema informiert, an Symptomen wie starkes Speicheln, Zittern, Apathie oder starke Aufregung, Schwäche, Kreislaufproblemen, Erbrechen, Würgen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Blut im Erbrochenen, im Kot oder im Urin zu erkennen. „Durch die Vielzahl der Stoffe, die zu einer Vergiftung führen können, ist es für den Laien im Notfall unmöglich, gezielt zu helfen. Also: So schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen“, rät die Tierärztekammer.

Einige Portale für mehr Sicherheit

Selbst Versicherungen, die Krankenversicherungen für Hunde verkaufen, informieren zu diesem Thema. Zudem vernetzen sich Hundehalter immer mehr, um sich gegenseitig zu warnen. Unter anderem passiert das über die Apps Dogorama, PetLeo, DogGuard in denen Warnungen vor Giftködern verbreitet werden können oder auch über das Giftköder-Radar, in dem mehr als 160.000 Mitglieder miteinander vernetzt sind. Darin wurde unlängst beispielsweise vor Wurststücken, die mit Draht gespickt waren, aber auch vor ausgelegtem Fleisch gewarnt.
Aber nicht nur für die Hunde geht womöglich eine Gefahr von dem Fleisch aus. In Ostbrandenburg grassiert unter Wildschweinen bereits die Afrikanische Schweinepest, die auch über tierische Produkte wie nicht erhitzte Fleischwaren und Speiseabfälle übertragen werden kann.